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Pressemitteilung IG Stadtumfahrung Tittmoning

IG Stadtumfahrung-Tittmoning zieht Bilanz und plant Anlieger-Erfahrungsaustausch

Verkehrschaos ohne Ende: B-20 Fernverkehr samt Autobahnzubringer wird weiter durch die historische Altstadt Tittmoning gezwängt
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Verkehrschaos ohne Ende: B20-Fernverkehr samt Autobahnzubringer wird weiter durch die historische Altstadt Tittmoning gezwängt.

Die IG Stadtumfahrung Tittmoning zieht zu den letzten zwei Jahren Bilanz: Trotz der ernüchternden Ergebnisse bleibt die IG hoffnungsvoll. Für Anregung zu zukünftigen Projektideen lädt die IG am 11. August zum Anlieger-Erfahrungsaustausch.

Pressemitteilung im Wortlaut:

Tittmoning - Staus ohne Ende vor den Stadttoren, Hupkonzerte entnervter Autofahrer, Stoßstange an Stoßstange, Lärm und Gestank in der Stadt – so sahen die letzten Wochen, insbesondere die Wochenenden, in und vor der historischen Altstadt Tittmoning aus.

Die Interessengemeinschaft (IG) Stadtumfahrung Tittmoning hat in ihrem jüngsten Austausch Bilanz über ihre Arbeit der letzten zwei Jahre gezogen und fordert erneut ein Ende dieser für alle Beteiligten gänzlich unzumutbaren Situation gemäß der im Januar 2020 übergebenen Petition an die Stadt: Änderung der Beschilderung und der Kreuzungen der B20 im Bereich Brücknergelände bzw. Seewirt dergestalt, dass die B20 möglichst geradlinig in die bestehende Lkw-Umfahrung übergeleitet wird mit jeweils rechtwinkligem Abzweig in die Altstadt Tittmoning bei gleichzeitiger Errichtung von Lärmschutz- bzw. Sicherheitsmaßnahmen entlang der Lkw-Umfahrung einschließlich Ortsumfahrung Ausang/Ramsdorf.

Die IG-Stadtumfahrung Tittmoning hat sich aus der Not der unerträglichen Belastung für die B20-Anwohner im Anschluss an die Bürgerversammlung 2019 gebildet. Sie hat ihr Konzept für eine Entlastung der Altstadt vom Durchgangsverkehr im Dezember 2019 der Öffentlichkeit präsentiert und im Januar 2020 eine ausführlich begründete Petition an die Stadt übergeben.

Verkehrszählungen durchgeführt

Weiter hat die IG selbst Verkehrszählungen durchgeführt (z.B. 20. September 2019 11.806 (!) Fahrzeuge am Tag in der Stadt, 17. Juli 2020 7486 Fahrzeuge am Tag Lkw Umfahrung), das „Verkehrschaos Tittmoning“ auf YouTube festgehalten, sowie einen Fernsehbericht auf BR initiiert und zum unmittelbar neben der Lkw-Umfahrung neu geplanten Wohngebiet „Kay-Mitte“ mehrfach Stellung genommen.

Zusammen mit den Anwohnern der Lkw-Umfahrung, mehrere Hilferuf auf verschiedene Ebenen gerichtet wegen der zum 1. Juni 2020 in Kraft getretenen LKW-Sperre auf den österreichischen Bundesstraßen B-156 (jeweils veröffentlicht unter stadtumfahrung-tittmoning.de).

Nun haben die Mitglieder Bilanz über das Ergebnis ihrer Tätigkeit der letzten zwei Jahre gezogen:

Die Im Januar 2020 übergebene Petition wurde bis dato nicht im Stadtrat behandelt; es wurde dagegen ein Antrag einer Fraktion auf Errichtung von einem Kreisverkehr im Bereich Seewirt behandelt, der, wie die IG bereits in Ihrer Petition und auch dann das Straßenbauamt hingewiesen hat, auf einer Bundesstraße grundsätzlich unzulässig ist.

Von Altbürgermeister Schupfner war bei Übergabe der Petition zugesichert worden, dass eine umfangreiche Verkehrszählung durchgeführt wird, deren Einzelheiten auch am 6. Februar 2020 mit allen Beteiligten festgelegt wurden: bis heute aber fand diese Verkehrszählung nicht statt.

Als Reaktion auf die Sperre der österreichischen B-156, B-147 u.a. mit der Folge der aus Österreich kommenden Lkw-Flut auf die B12/B20 war eine Demo für März 2020 angekündigt worden, die später auf Herbst 2020 verschoben wurde: bis zum heutigen Tag gab es diese Demo nicht.

Dagegen wurde nunmehr im Eilverfahren das unmittelbar neben der Lkw-Umfahrung liegende Wohnbaugebiet Kay-Mitte mit 40 Wohneinheiten beschlossen obwohl die IG in ihren Stellungnahmen mehrfach ihre Bedenken kundgetan hatte, dass die Stadt damit Fakten schaffe, die ihr verbauen oder erheblich erschweren würden, künftig eine tatsächliche Stadtumfahrung an dieser Stelle zu realisieren.

Doch es gibt Hoffnung

Doch es gibt Hoffnung, so die IG Mitglieder. Zum einen deshalb, da es auf gemeinsamen Antrag der IG Stadtumfahrung/ IG Anwohner LKW-Umfahrung und einem Antrag des Stadtrats und beherztem Handeln des Landrats Siegfried Walch als Reaktion auf die österreichische LKW-Sperre gelang, die nördliche Zufahrt zur Stadt auch für den Grenzverkehr ausnahmslos für LKW größer 7,5t zu sperren.

Zum anderen deshalb, da Bürgermeister Andreas Bratzdrum in der letzten öffentlichen Stadtratssitzung erklärt hat, dass nunmehr auch nach seiner Ansicht die derzeitige Verkehrssituation in der Altstadt gänzlich unzumutbar sei, sowohl für die Anwohner als auch die Autofahrer und dass eine Lösung des Problems gesucht werden solle.

An diesen Worten will die IG Bürgermeister Bratzdrum ebenso festhalten wie an seinen Worten vom Juni 2020, dass er alle Maßnahmen, die einer Verkehrsentlastung in der Altstadt dienen, nur unterstützen könne. Diesen schönen Worten, ebenso wie den Wahlversprechen nahezu aller Fraktionen im Wahlkampf, sich für eine Entlastung der Altstadt vom Durchgangsverkehr einsetzen zu wollen, sind bis dato nach IG Meinung gerade nicht die erhofften Taten gefolgt.

Um sich in gemütlicher Atmosphäre über die derzeitige Verkehrssituation auszutauschen und Anregungen für weitere Aktionen zu sammeln lädt die IG alle leidgeplagten B20-Anwohner der Stadt Tittmoning sowie sonstige Interessierte am Mittwoch (11. August) um 19 Uhr in das Bäckerhaus Tittmoning ein.

Pressemitteilung IG Stadtumfahrung Tittmoning

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