Wird später auch Winterbetrieb möglich sein?

Seebad Leitgering: Im September wird abgerissen

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Tittmoning - Jetzt ist es fix: Ein Teil der Seebadgastronomie wird abgerissen und neu gebaut. Alles über Zeitplan, Kosten und was sich für die Badegäste ändert:

Der Teil der Seebadgastronomie südlich des markanten Turms wird abgerissen und neu gebaut - so entschied sich der Stadtrat am Donnerstag einstimmig. Ursprünglich stand auch nur eine Entkernung zur Debatte. Insgesamt 500.000 Euro sind dafür eingeplant, eine Kostenschätzung liegt aber noch nicht vor. Mitte September soll mit dem Abbruch begonnen werden, etwa einen Monat später geht es an den Neubau. Bis zum Mai 2019, pünktlich zur neuen Badesaison, soll alles fertig sein. Der Turm wird aber nicht angetastet.

Vor allem die Küche soll neu strukturiert werden

"Alles ist ziemlich in die Jahre gekommen", so Planer Norbert Mißberger. Das Dach ist inzwischen schief, Küche und Lagerräume sind alles andere als aktuell, außerdem stellen einige Stufen Hindernisse für Bedienungen, ältere Menschen oder Behinderte dar. Durch eine neue Anordnung von Küche, Kühlräume, Lager, Spüle und Ausgabe sollen die Arbeitsabläufe in der Gastronomie vereinfacht werden. 

In vielen waren sich die Stadträte einig, längere Diskussionen gab es dagegen bei zwei Punkten: Sollte nicht auch gleich der Umkleidebereich im Süden neu gebaut werden, um ein einheitliches Gesamtbild des Gebäudes zu bekommen? Und: Könnte man nach dem Umbau auch im Winter bewirten?

Für einen gesamten Neubau fehlt das Geld

"Sollten wir nicht den Mut haben, alles in einem Aufwasch neu zu machen? Wenn wir den südlichen Teil in vielleicht zehn Jahren neu bauen, passt's dann optisch vielleicht wieder nicht zusammen", so Maria Kellner. "Das könnten wir nicht finanzieren", so die eindeutige Antwort von Bürgermeister Konrad Schupfner. Außerdem ist noch nicht sicher, wie viele Zuschüsse die Stadt für den Neubau bekommen wird.

Winterbetrieb im kleinen Rahmen denkbar

Barbara Danninger und Andreas Bratzdrum wollten wissen, ob auch ein Winterbetrieb möglich wäre: "Es muss ja nicht die ganze Küche in Gang gesetzt werden, aber es wäre doch schön, im Winter mal Glühwein oder Würstl zu verkaufen", so Bratzdrum. Der Turm sei zwar nicht dementsprechend gedämmt, "aber sowas kann man im Winter ja auch kurzfristig auf die Beine stellen", zeigte sich Schupfner für die Idee offen - zum Glühwein-Ausschenken müsse man ja nicht heizen. 

Vieles wird aber auch vom künftigen Betreiber abhängen, genauso wie die Frage, ob es künftig Selbstbedienung am Leitgeringer See geben wird - es schaue aber ganz danach aus, so der Bürgermeister, denn an den Wochenenden sei immer schwerer Personal zu bekommen. 

Keine Überschneidung mit Badebetrieb

Im März soll es einen Vorentwurf und eine erste Kostenschätzung geben. Klar ist bisher nur, dass durch die geforderte Barrierefreiheit rund 90.000 Euro mehr gebraucht werden. Eine konkretere Kostenberechnung soll dann im April vorliegen, der Bauantrag im April gestellt werden. Die Bauarbeiten sollen sich nicht mit der Badesaison überschneiden, bis zum Mai 2019 soll der Neubau stehen.

xe

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