Architektenwettbewerb soll Fragen klären

Wer bestimmt die Zukunft des Brückner-Geländes?

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Tittmoning - Es ist ein riesiges Areal, das in zentraler Lage frei wird: Wer genau wird bestimmen, was auf dem Brückner-Gelände entsteht? Welche Vorgaben kann die Stadt machen?

Noch gehört der Stadt der Grund noch gar nicht und bisher wurde die Zukunft des Brückner-Geländes nur andiskutiert, aber "es ist eine der spannendsten Aufgaben dieses und des nächsten Jahres", so Bürgermeister Schupfner in der Stadtratssitzung am Dienstag. Man war sich einig, dass es einen städtebaulichen Wettbewerb zur Gestaltung des Areals geben soll. 

Von vier Architekturbüros - drei aus München, eines aus Traunstein - sollen nun Angebote eingeholt werden: der Sieger soll das künftige Wettbewerbsverfahren zur Gestaltung des Geländes erstmal nur durchführen, gestalten selbst wird er nichts. Ende März soll die Stadt diese Leistung vergeben.

Büro soll den Architektenwettbewerb leiten

Die Aufgaben sind unter anderem die Organisation und Terminkoordination des Verfahrens, die Einbeziehung von Bürger- und Fachmeinungen, die Formulierung der Wettbewerbsaufgabe oder die inhaltliche Vorprüfung der Arbeiten.

"Wir müssen einen klaren Korridor festlegen, innerhalb dem die dann kreativ werden können. Zuerst muss also die Grundvorgabe von uns kommen, zum Beispiel sozialer Wohnungsbau oder Exklusivwohnungen", brachte Stadträtin Maria Kellner es auf den Punkt. Genau darum wird es sich nämlich wohl drehen: Dass auf dem Brückner-Gelände vor allem Wohnraum entstehen soll, darüber herrscht Einigkeit im Stadtrat - aber welcher Wohnraum?

Bürgermeister Schupfner erinnerte daran, dass man künftigen Investoren noch immer auch auf privatrechtlicher Seite Vorgaben zum Beispiel zur Ausgestaltung von Wohnungen machen könnte. Er sah es aber als "guten Start" in das Projekt, dass der Stadtrat so geschlossen dahinter steht: "auch wenn wir das ein oder andere noch ausdiskutieren müssen."

Die Stadt bräuchte vor allem kleine Wohnungen

Doch Tittmoning braucht zu allererst kleinere Wohnungen - das wurde auch in einer Sozialraumanalyse, deren Ergebnisse im September vorgestellt wurden, als größtes Manko der Stadt benannt. Gerade mal 5,6 Prozent des Wohnraums im Stadtgebiet verteilt sich auf Ein- oder Zwei-Zimmer-Wohnungen. "Hier verliert Tittmoning an Bevölkerung, weil Singles oder Geschiedene dann die Stadt verlassen", so Herbert Tekles, der Ersteller der Analyse, im September.

xe

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