Ein Jahr nach der Schließung

Das Burgcafé in Tittmoning eröffnet wieder: Das hat Werner Greifeneder geplant

Werner Greifeneder hat große Pläne für das Burgcafé.
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Werner Greifeneder hat große Pläne für das Burgcafé.

Die Stadt Tittmoning hat lange nach einem Pächter gesucht, und das hat nicht nur wegen Corona etwas länger gedauert. Es sollte der „Richtige“ gefunden. Ein Pächter, der hochwertige Gastronomie in das kleine, aber feine Café auf der Tittmoninger Burg bringen würde. Und der ist endlich gefunden.

Tittmoning - Gute Nachrichten für Feinschmecker: Ab Mai darf im Burgcafé Tittmoning wieder geschlemmt werden. Vorausgesetzt, die Corona-Maßnahmen erlauben es. Der glückliche neue Pächter des kleinen Juwels ist Werner Greifeneder. 40 Jahre jung und gebürtiger Salzburger. Beim Spazierengehen hat er das Schmuckstück entdeckt, erzählt er, und sich danach schlau gemacht.

In St. Peter hat Werner Greifeneder Koch gelernt, doch er hat einiges an Erfahrung auf dem Buckel. Zuletzt hatte er für das österreichische Außenministerium in Den Haag den Küchenchefposten inne. Davor war er auf Schiffen unterwegs: In Frankreich, Deutschland und Österreich. Und wiederum davor war er in England. Auf die Frage, wie er seinen Kochstil beschreiben würde, meint er "Ösiatisch. Salzburgerisch, mit modernem Einschlag.“

Den Kräutergarten vor dem Café wird der neue Pächter also zu nutzen wissen. Dass er einmal Koch werden würde, das hat ihm seine Oma schon früh prophezeit. „I hab als Kind schon gern gegessen“, erzählt Werner, und mehr Worte braucht es da auch nicht. Er ist in einem Zwei-Generationen-Haushalt aufgewachsen. Bekocht von der Oma und der Mama, war er immer da, „wo’s was Gutes zum Essen gab.“ Und das kann man ihm nun wirklich nicht verdenken.

Nach 25 Jahren im Kochberuf, will Greifeneder nun „sein eigenes Ding“ und sich selbstständig machen. Natürlich hätten Freunde den Kopf geschüttelt und ihn gefragt, ob das während der Pandemie nicht etwas zu riskant sei. Doch Werner ist Realist und kein Träumer: „Es muss ja weitergehen! Die Pacht ist ok, und die Investitionen überschaubar.“

Bewirtschaftet wird von 1. Mai bis 1. Oktober, da fällt schon mal die Frage nach den Wintermonaten weg. „Derzeit arbeite ich in der Diakonie in Burghausen“, berichtet Werner, und das sei auch der Plan B, wenn es wieder zu Corona-bedingten, vorübergehenden Schließungen kommen sollte. Als Werner Greifeneder das Burgcafé zum ersten Mal besichtigte, sei der Funke übergesprungen: "Ich habe mich sofort wohlgefühlt. Vorher habe ich schon ein paar andere Lokale angeschaut, aber im Burgcafé Tittmoning war gleich ein gutes Gefühl da“, so der neue Pächter. Das wunderschöne Ambiente habe ihn einfach begeistert. „Klein, aber fein“, genauso hat er sich das vorgestellt.

Slowfood ist Werners Motto: Eine nachhaltige und ehrliche Küche mit biologischen und regionalen Produkten. Freundliches und gutes Personal, das sich um die Gäste kümmert, ist ihm auch wichtig. Denn er kann natürlich nicht alles alleine machen. Innen hat das Café Platz für etwa 30 Personen, außen soll es für maximal für 40 Personen reichen. Für die Anfahrt mit dem Auto sind genug Parkplätze vorhanden, was will ein Gastronom mehr?

Die tolle Aussicht bis nach Salzburg genießen und Greifeneders Kochkunst testen kann man ab Mai. Am 5. Mai ist die offizielle Eröffnung geplant. Danach wird täglich von Mittags bis abends 19 Uhr geöffnet sein.

dha

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