Aufstellungskonferenz der SPD

Dirk Reichenau tritt für die SPD an

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Sie wollen auf der SPD-Liste in den Stadtrat (von links): Rolf Seiffert, Florian Buchwald, Barbara Günther, Claudia Schwanninger, Anna Auer, Ingrid Vehring, Matthias Emberger, Hans Thalhauser, Sebastian Deser, Lina Angarita, Bernhard Schmied, Bayram Istek, Claudia Zischler, Gerda Poschmann-Reichenau, Alexandra Jilg, Josef Wittmann und Dirk Reichenau, der sich auch um das Amt des Bürgermeisters bewirbt. Nicht im Bild sind Luise Wittmann, Jörg Reichwald und Alexander Spirkl.

Tittmoning - Die SPD hat ihre Stadtratsliste aufgestellt und den Bürgermeisterkandidaten nominiert. Mit dieser Mannschaft will die Partei in die Wahl gehen:

Neun Frauen und elf Männer zwischen 20 und 67 Jahren bewerben sich bei den bevorstehenden Kommunalwahlen auf der SPD-Liste um Sitze im Tittmoninger Stadtrat. Die Aufstellungskonferenz am Sonntagabend im Alten Bäckerhaus verlief harmonisch und war geprägt von Selbstbewusstsein und Zuversicht.

Viel Zuspruch erhielt Vorsitzender Dirk Reichenau für seine Erklärung, er werde sich wie schon 2008 um das Amt des 1. Bürgermeisters bewerben. Reichenau freute sich zunächst, man habe schon im Vorfeld des Kommunalwahlkampfes neue Parteimitglieder werben können. Die Parteizugehörigkeit stellt aber keine Bedingung für die Kandidatur auf der SPD-Liste dar: Man hatte im Vorfeld beschlossen, auch parteilich ungebundene Tittmoninger zu nominieren.

Eigener Bürgermeisterkandidat für die Wahl

Der Vorsitzende des Ortsvereins, der auch Stadt- und Kreisrat ist, überraschte die Versammlung zunächst mit seiner Entscheidung, auch als Bürgermeisterkandidat wieder anzutreten. Anders als nach dem Ausscheiden Dietmar Cremers vor sechs Jahren stehe Tittmoning diesmal zwar nicht unbedingt vor einem Wechsel in diesem Amt. Doch auch wenn die Zusammenarbeit mit Bürgermeister Schupfner erfreulicher verlaufe als mit dessen Vorgänger, solle die SPD durch einen Gegenkandidaten deutlich machen, dass man in vielen Bereichen durchaus andere Vorstellungen habe und echte Alternativen bereithalte, meinte Reichenau. Wofür er und die SPD stehen, habe er in der guten Arbeit der letzten Jahre mit zahlreichen, oft erfolgreichen Initiativen und Anträgen seiner Fraktion im Stadtrat deutlich gemacht.

Konstruktive Zusammenarbeit und Kompromissbereitschaft zum Wohl der Allgemeinheit seien ihm sehr wichtig. Er scheue aber auch nicht, abweichende Positionen konsequent zu vertreten, wo dies nötig sei. Reichenau erntete reichlich Beifall von den Anwesenden, die ihn abschließend einstimmig zu ihrem Kandidaten kürten.

„Gut für die Arbeit im Rathaus“

Anschließend stellten sich die Tittmoninger Bürgerinnen und Bürger vor, die auf der SPD-Liste kandidieren möchten. Mit allen neunzehn Personen, die an seiner Seite für die SPD in den Stadtrat wollen, habe er sich im Vorfeld ausgiebig persönlich unterhalten, so Spitzenkandidat Reichenau. „Ihr alle wärt gut für die Arbeit im Rathaus“, bescheinigte er den Kandidaten, „ich bin stolz auf unsere Liste!“ Nacheinander präsentierten sich dann die neun Frauen und elf Männer und erklärten, welche Themen für sie in der Kommunalpolitik Vorrang haben.

Von der „Einmaligkeit Tittmonings“ und seiner Lebensqualität, die es zu erhalten gelte, sprachen etwa Claudia Zischler und Rolf Seiffert. Umwelt- und verkehrspolitische Themen stehen für Barbara Günther und Gerda Poschmann-Reichenau im Mittelpunkt. Für die Belange der Familien in den Bereichen „Arbeit, Wohnen, Schule“ will sich die Elternbeiratsvorsitzende der Mittelschule Salzachtal, Claudia Schwanninger, einsetzen, während für Sebastian Deser als jüngsten Kandidaten der Liste die Themen Infrastruktur und grenzüberschreitende Mobilität zentral sind. Auch Kulturpflege und -förderung sind ihm ein Anliegen, darin ist er sich mit Stadtrat Josef Wittmann einig, welcher kürzlich erst das Amt des Kulturreferenten wieder von Willy Böhm übernommen hat und dies auch nach der Wahl im März gerne fortführen möchte. Alexander Spirkl, der im Unteren Burgfeld lebt und der hiesigen Wasserwacht vorsteht, liegt an einem Gesamtkonzept für die Stadtentwicklung und einem ansprechenden Freizeitangebot.

Auffallend häufig wurde die Sorge um den historischen Stadtkern thematisiert – die Stadtplatzentwicklung, welche der SPD-Ortsverein schon seit vielen Jahren auf seiner Agenda hat, wird wohl weiterhin ein zentrales Thema der Tittmoninger SPD  bleiben.

Der Listenvorschlag wurde einstimmig gebilligt, wie er vorgelegt worden war, und ebenso im Anschluss das gemeinsam erarbeitete und ausgiebig beratene Wahlprogramm. Darin setzen sich die Kandidatinnen und Kandidaten ehrgeizige konkrete Ziele für die nächsten sechs Jahre in Tittmoning. Klare Perspektiven, auch langfristiger Art, und beherzter Gestaltungswille werden ebenso formuliert wie die Bereitschaft zu Gespräch und Kompromiss zum Wohle aller.

Auf fünf Seiten hat man hier zu 13 Themenbereichen von „Wohnen und Leben“ bis „Unternehmen Stadt“ Positionen, Vorschläge und Forderungen erarbeitet, die man im nächsten Stadtrat gemeinsam vertreten will. Auf dieses Programm könne man stolz sein und werde es in den kommenden Wochen auch gerne öffentlich diskutieren, meinte Reichenau.

Wolfgang Erler verlässt den Stadtrat

Nach sage und schreibe 36 Jahren Stadtratsarbeit wird Wolfgang Erler in diesem Jahr nicht mehr zum Stadtrat kandidieren. Der Vorsitzende würdigte seine Verdienste für die Stadt Tittmoning und die örtliche SPD und dankte ihm im Namen aller. Auch wenn er in der Fraktion immer gern mit Wolfgang Erler zusammengearbeitet habe, gönne er ihm, dass er sich endlich auch politisch zur Ruhe setze: „Du darfst jetzt Feierabend machen, es kommen ja gute Leute nach“, so Reichenau.

Mit ihm selbst und Josef Wittmann stünden außerdem noch zwei jahrelang erprobte, erfahrene Stadträte zur Wahl und ein wenig frischer Wind von den „Neulingen“ werde der Arbeit im Rat auch gut tun. Man beschloss die Veranstaltung mit einem Ausblick auf die geplanten Veranstaltungen, zu denen man im März den stellvertretenden Landrat Sepp Konhäuser und den Bürgermeister der Nachbargemeinde Fridolfing, Johann Schild, einladen möchte.

Freudig angenommen wurde Sebastian Desers Vorschlag, eine Facebookseite der Tittmoninger SPD  anzulegen. Auch den Besuch des alljährlichen Tittmoninger Starkbieranstichs am 7. März  legte Dirk Reichenau den Anwesenden dringend ans Herz: „Es muss ja nicht immer alles bierernst sein!“

Pressemitteilung SPD Tittmoning

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