Pressemitteilung Stadt Tittmoning

Verkehrsthemen im Fokus

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Nach dem Gespräch im Rathaus noch ein gemeinsames Foto auf dem Stadtplatz: V. l. Stellvertretender PI-Leiter Enrico Weinreich, 3. Bürgermeister Dirk Reichenau, der Leiter der Polizeiinspektion Laufen, Erwin Wimmer, Polizeipräsident Robert Kopp, Bürgermeister Andreas Bratzdrum und 2. Bürgermeisterin Barbara Danninger.

Tittmoning - Auf Einladung von Bürgermeister Andreas Bratzdrum kam Polizeipräsident Robert Kopp zusammen mit den Leitern der Polizeiinspektion Laufen, Erwin Wimmer und Enrico Weinreich zu einem Gespräch ins Tittmoninger Rathaus, um insbesondere Verkehrsthemen, aber auch Fragen der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Polizei zu besprechen.

An dieser Besprechung nahmen auch 2. Bürgermeisterin Barbara Danninger und 3. Bürgermeister Dirk Reichenau teil. Bereits drei Wochen nach der Einladung war es möglich, mit Polizeipräsident Robert Kopp und der Führungsspitze der Polizeiinspektion Laufen zu einem Gespräch in Tittmoning zusammenzukommen.


Bürgermeister Andreas Bratzdrum dankte eingangs für das Gespräch und umriss gleichzeitig Themenschwerpunkte, die ihn veranlassten zum Gespräch einzuladen. Schwerpunkt war dabei die zunehmende Verkehrsbelastung auf der Bundesstraße B20 und auf der sogenannten LKW-Umfahrung über die Staatsstraße 2105 und auf der Kreisstraße TS 16. Um eine verstärkte Unterstützung der Polizei bat Bratzdrum bei der Überwachung des LKW-Verkehrs auf dem Streckenabschnitt zwischen Furth ("Seewirt") durch die Altstadt bis zur Einmündung der LKW-Umfahrung in die B20 im Bereich Abtenham. Auf diesem Abschnitt der B20 sei die Bundesstraße auf 7,5 Tonnen Gesamtgewicht gesperrt und dennoch komme es täglich mehrmals vor, dass 40-Tonner vor den Stadttoren stehen, um durch die Altstadt zu fahren. Die Folge seien u. a. Verkehrsbehinderungen, Beschädigungen an den Toren. In dieser Situation würden dann unter Berufung auf das Navigationsgerät von den LKW-Fahrern immer wieder Ausweichrouten über Ortsstraßen (Bürgermeister-Poschacher-Straße, Aulandstraße, Wäscherberg), die ebenfalls für den Schwerverkehr gesperrt seien, genutzt. Die Situation auf der B20, auf der LKW-Umfahrung und durch die Altstadt werde sich im Zusammenhang mit der LKW-Sperre der österreichischen Landesstraßen B156 und B147, insbesondere nach der Corona-Krise weiter verschärfen, wenn der Güterverkehr wieder deutlich zunehme.

2. Bürgermeisterin Danninger verwies auf mögliche prekäre Situationen vor den Stadttoren hin, wenn bei Notfällen Einsatzkräfte nicht mehr in den Stadtplatz fahren könnten. 3. Bürgermeister Dirk Reichenau ging auf die Belastungen der Anwohner durch den direkt an Wohnhäusern vorbeifahrenden "illegalen" LKW-Verkehr ein.


Polizeipräsident Kopp zeigte Verständnis für die schwierige Situation, die vor allem durch den internationalen Transitgüterverkehr bestehe. Die Polizei kontrolliere zwar regelmäßig die betroffenen Straßenabschnitte an der B20. Dies könne aber nicht "rund um die Uhr" erfolgen. Dennoch sagte er zu, künftig punktuell zusätzliche Polizeikontrollen des LKW-Verkehrs durchzuführen. Gemeinsam wurde darüber hinaus vereinbart, in einer "Sonderverkehrsschau" weitere Verbesserungen, zum Beispiel bei der Beschilderung an der Bundesstraße 20 aus südlicher und nördlicher Richtung, gemeinsam mit der Verkehrsbehörde im Landratsamt und mit dem Staatlichen Bauamt Traunstein zu suchen.

Um langfristig sowohl eine Entlastung für die Altstadt zu erreichen und gleichzeitig die Situation an der LKW-Umfahrung zu verbessern, müssten die bereits konkret geplanten Baumaßnahmen an der St 2105 im Bereich Kay umgesetzt und darüber hinaus Verbesserungen an der Ortsdurchfahrt von Ramsdorf und Ausang an der TS 16 realisiert werden.Einig war man sich auch, dass Kreisverkehre beim Seewirt und an der B20 unterhalb von Abtenham wirkungsvoll für die Verkehrslenkung wären und mit Nachdruck weiterverfolgt werden müssen.

Im Hinblick auf die allgemeine Sicherheitslage und die unterschiedlichen Deliktbereiche gebe in Tittmoning gegenüber anderen Gemeinden keine Auffälligkeiten, so Leitender Polizeihauptkommissar Erwin Wimmer. Die Zahl der Verkehrs- aber auch der Wildunfälle sei in den vergangenen Monaten, bedingt durch Corona, deutlich zurückgegangen.

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