Bratzdrum: „Die Signale für 2021 sind deutlich hörbar“

Steuern brechen weg: Auch Tittmoning kommt nicht ungeschoren durch Corona-Krise

Tittmoning - Jetzt herrscht Klarheit: Unter anderem wegen der Corona-Krise brechen der Stadt Einnahmen weg - rund zwei Millionen Euro müssen aus den Rücklagen entnommen werden.

Rund 20 Prozent der geplanten Gewerbesteuereinnahmen wird die Stadt Tittmoning heuer nicht erhalten. Der Grund laut Bürgermeister Andreas Bratzdrum: Die Corona-Krise. Etwa 800.000 der insgesamt vier Millionen Euro Gewerbesteuer werden wegfallen. Bund und Freistaat haben aber bereits angekündigt, die Gewerbesteuerausfälle für die Kommunen ausgleichen zu wollen.

„Unsere größeren Betriebe mussten Anpassungen vornehmen, aber trotzdem läuft es bei ihnen weiter gut“, so Bratzdrum im Gespräch mit chiemgau24.de. Die Gewerbesteuerausfälle treffen wohl alle Kommunen: Städte wie Traunreut oder Burghausen erwischt es noch schlimmer.

Steuerausfälle durch Corona-Krise in Tittmoning

Ein weiterer Punkt, wie sich die Corona-Krise auf die Tittmoninger Finanzen auswirkt: weniger Einkommensteuer. „Das hängt mit Kurzarbeit und einer veränderten Beschäftigungslage zusammen“, so Bratzdrum. Rund 350.000 Euro weniger als gedacht wird man in der Stadtkasse deshalb an Einkommensteuer haben. „Das Haushaltsjahr hat sich deutlich anders entwickelt, als im Dezember letzten Jahres bei der Haushaltsaufstellung erwartet“, so das Fazit des Bürgermeisters in der Stadtratssitzung am Dienstag, 3. November.

Außerdem fehlt der Stadt eingeplantes Geld, weil bestimmte Grundstücke noch nicht verkauft wurden. Allen voran das Grundstück für den „Wohnhof II“ im Hüttenthaler Feld schlägt hier mit 1,1 Millionen Euro zu buche. Alles in allem muss Tittmoning für den Nachtragshaushalt 2020 also rund zwei Millionen Euro aus den Rücklagen entnehmen. Eine Kreditaufnahme ist aber nicht nötig. Der Nachtragshaushalt wurde einstimmig verabschiedet. „Die Signale für 2021 sind deutlich hörbar: Einnahmen realisieren, Ausgaben begrenzen“, so Bürgermeister Bratzdrum in der Stadtratssitzung abschließend.

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