Stadt gewährt erneut Zuschuss

Über 5,9 Millionen Euro: Kosten für Sportpark-Neubau in Tittmoning steigen nochmal

Bauarbeiten zum Sportpark in Tittmoning
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Archivaufnahme während der Bauarbeiten zum Sportpark in Tittmoning vom April 2019.

Es steht eine neue Zahl, wie hoch die Baukosten für den Sportpark in Tittmoning ausfallen könnten: gut 5,91 Millionen Euro. Der Stadtrat hat sich nun dafür entschieden, dem TSV finanziell zu unterstützen.

Tittmoning - Der Bau des Sportparks des TSV Tittmoning und der Schützen wird über eine Million Euro teuer als ursprünglich geplant - mindestens. Wie in der Stadtratssitzung am Dienstag, 2. März, bekannt wurde, liegen die Gesamtkosten jetzt bei gut 5,91 Millionen Euro. Als vor fünf Jahren die Baupläne auf den Tisch kamen, war noch von knapp 4,9 Millionen Euro die Rede. Der Stadtrat entschied, der Bauherrengemeinschaft des Sportparks mit 95.000 Euro unter die Arme zu greifen. Es gab fünf Gegenstimmen.

Sportpark Tittmoning: Endabrechnung liegt noch nicht vor

Wars das dann?“ fragte Stadtrat Hans Glück mit Blick auf mögliche weitere Kostensteigerungen. Denn eine Endabrechnung liegt noch nicht vor. „Die Vereine gehen momentan davon aus, dass es bei diesem Betrag bleiben wird“, klärte 2. Bürgermeisterin Barbara Danninger auf. Sie leitete diesen Punkt in der Stadtratssitzung, weil Bürgermeister Andreas Bratzdrum in diesem Fall weder stimm-, noch redeberechtigt war. Bratzdrum ist als TSV-Vorsitzender schließlich selbst involviert.

Heizung, Lüftung, Schallschutz, Sanitär- und Schließanlagen hätten sich als Preistreiber entpuppt, so Danninger zu den Hintergründen. „Auch die Auflagen der Versicherungen haben sich verschärft.“ Sie erinnerte aber auch daran, dass die beiden Vereine selbst ordentlich mithalfen: 11.000 Euro steuerten die Schützen bei, 80.000 Euro der TSV. Dessen Mitglieder leisteten auch insgesamt 4000 Arbeitsstunden auf der Baustelle.

Freistaat trägt die meisten Kosten

Es war nicht das erste Mal, dass die Stadt den Vereinen beim Sportpark-Bau finanziell aushilft. Fast 716.000 Euro wurden bereits im November 2018 bewilligt, obwohl der Stadtrat zuvor die Zuschüsse eigentlich bei 530.000 Euro gedeckelt hätte. Bratzdrum begründete die zwischenzeitlichen Kostensteigerungen damals als „konjunkturbedingte Mehrkosten, weil die Baufirmen so gut ausgelastet sind“. Den größten Teil der Kosten übernimmt aber ohnehin der Freistaat Bayern im Rahmen der Hochwasserförderung. Das Gelände wurde beim Hochwasser 2013 komplett überflutet.

xe

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