Überwältigendes Zeugnis gelebten Glaubens

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Teisendorf - „Schöner könnte es niemand malen“, so brachte es am Sonntag ein Besucherin der Primiz von Stefan Leitenbacher in Teisendorf auf den Punkt: **Jetzt mit ausführlichem Bericht**

„Bilderbuchwetter im sprichwörtlichen weiß-blau des bayerischen Himmels, zwei riesige Linden, darunter eine herrliche Kapelle, dahinter der elterliche Bauernhof - das alles bildet die einmalige Kulisse für den grandiosen Altar – einfach wunderschön der Platz, an dem Stefan Leitenbacher seine Primiz feiern darf.“

„Was packst Du als begeisterter Bergsteiger in Deinen Rucksack? Was brauchst Du für eine Tour?“ mit diesen Fragen begann Martin Ringhof seine Predigt zur Primiz von Stefan Leitenbacher. „Nicht von ungefähr kommt bei dir diese Liebe zu den Bergen, wenn man sieht, in welch wunderschöner Heimat du leben und aufwachsen durftest.“

Diese Worte geben deutlich wieder, was wohl den knapp 4000 Besuchern des Primigottesdienstes – unter ihnen eine große Zahl aus Oberbergkirchen, der Diakonstelle des Primizianten - ins Herz geschrieben stand beim Anblick der wunderbaren Kulisse rund um den grandiosen Primizaltar. Zwei übermächtige Linden, darunter eine herrliche Kapelle und dahinter der Weiler Kleinrückstetten mit den zwei typischen Bauernhöfen des Rupertiwinkels, einer davon das elterliche Anwesen der Familie Leitenbacher. Daher auch nicht verwunderlich der Wunsch des Primizianten, hier seine erste heilige Messe – seine Primiz – feiern zu dürfen.

Dies zu bewerkstelligen, gründete sich unter Leitung von Konrad Spiegelsberger ein Primizausschuss mit Stefan Fritzenwenger, Hans Hogger und Rosi und Hans Fürmann, dem es oblag, die vielfältigen Vorbereitungen um die Primiz zu koordinieren. Es galt einen würdigen Altar zu gestalten und die vielen geladenen Primizgäste im eigens aufgestellten Festzelt zu bewirten. Dazu kamen unzählige Handgriffe, wie das Binden der über 200 Meter langen Girlanden, 1200 Meter lange fliegende Girlanden und der mit 8,3 Metern Höhe und 6,2 Metern Breite riesige Triumphbogen. 1400 Meter Girlanden waren anzubringen, das elterliche Haus wunderschön zu schmücken, die mehreren Tausend Ansteck- Büscherl zu binden und noch vieles mehr.

Primiz Stefan Leitenbacher

„Grenzüberschreitend haben alle geholfen“, schmunzelt Konrad Spiegelsberger. Grenzüberschreitend deshalb, weil Kleinrückstetten direkt an der Landkreisgrenze zu Traunstein und Gemeindegrenze zu Surberg liegt. Mit dieser großen Aufgabe zeigte sich wieder der über die Jahrhunderte gewachsene Zusammenhalt der Nachbarschaft. „Ich brauchte nur zu fragen und alle kamen und halfen“, so Konrad. Dazu kamen im besonderen Maße die helfenden Hände aus der gesamten Pfarrei St. Georg Oberteisendorf.

„Wer mit Stefan schon mal in den Bergen unterwegs war, der weiß, daß er dabei ein ordentliches Tempo drauf hat – im Rucksack eine Wasserflasche für die Rast, eine Jacke für kühle Waldwege und eine Brotzeit für den Gipfel.“ Martin Ringhof verglich Stefans Weg, den er in seinem Primizspruch treffend bezeichnet ...damit sie das Leben haben, und es in Fülle haben … mit einer Bergtour. „Du brauchst auf diesem Weg eine Ausrüstung. Und ich meine jetzt nicht so sehr Kelch und Hostienschale, sondern eine geistliche Ausrüstung, einen spirituellen Rucksack.“

Neben dem Primizprediger begleitete viel Geistlichkeit die Feier der ersten Heiligen Messe und hier besonders seine Mit-Primizianten Josef Fegg aus Teisendorf und Konrad Roider aus Laufen. In großer Freude nahmen die Gläubigen zum Schluß der Messfeier den Primizssegen der Dreien an. Thomas Egger mit seiner Musikkapelle Teisendorf hatte – wie schon letzte Woche bei der Primiz von Josef Fegg, als große Besonderheit den einmaligen, nur zu ganz besonderen Anläßen dargebotenen Teisendorfer Triumphmarsch zum Auszug mitgebracht. „Einfach ganz etwas besonderes“, meinte Thomas Egger, „den Marsch an gleich zwei aufeinanderfolgenden Sonntagen zu solch großartigen Ereignissen darbieten zu dürfen.“

Die Schar der Gratulanten wollte schier nicht abreißen, immer wieder unterbrochen durch Darbietungen und ganz besonderen Gratulanten aus Kirche, Politik und dem Trachtenverein. Bürgermeister Franz Schießl überbrachte dem Primizianten einen Teisendorfer Ehrenkrug mit der Bitte, ihn auch des Öfteren für einen gemütlichen Feierabend zu füllen – möglichst mit heimischem Bier, wobei es in seiner zukünftigen Wirkungsstätte Berchtesgadens auch gutes Bier gebe.

Mit Tänzen der Kinder-, Jugend- und Aktivengruppe, mit Plattlern, bei dem der Primiziant selber sein Können zeigte und mit dem Abschluß des Sterntanzes gab der Trachtenverein D’Raschenberger Teisendorf seine hohe Wertschätzung gegenüber dem Primizianten Ausdruck, der als ehemals Aktives Mitglied auch in Zukunft immer wieder gern gesehener Gast sei.

rf/ROHA-Fotothek

Quelle: BGland24.de

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