Der Verbraucher hat es in der Hand

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Johann Krautenbacher, Leiter Milcherzeugerbetreuung, Roland Richter MdL, Beatrice Kress, geschäftsführende Gesellschafterin, Hans Jörg Birner, 1. Bürgermeister Kirchanschöring

Waging - "Der Erfolg eventueller neuer Produktlinien entscheide sich allein durch den Vertrieb, also durch den Markt," so Bergader von der Privatkäserei.

Im Rahmen der umfangreichen Arbeitstreffen, die das "Seenbündnis Waginger See" mit allen Beteiligten führt, fand ein Sondierungsgespräch mit der Privatkäserei Bergader in Waging statt. Die geschäftsführende Gesellschafterin Beatrice Kress, der Geschäftsführer für Absatz und Produktion Hans Burger und der Leiter Milcherzeugerbetreuung Johann Krautenbacher tauschten sich mit dem Stimmkreisabgeordneten Roland Richter MdL und Kirchanschörings 1. Bürgermeister Hans Jörg Birner über nötige Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität sowie zur Unternehmenssituation aus.

Richter erklärte, dass die dauerhafte Sicherung einer befriedigenden Wasserqualität, wie sie die Europäische Wasserrahmenrichtlinie vorsieht, nur im Zuge eines übergeordneten Regionalentwicklungskonzeptes gewährleistet werden könne. Vor dem Hintergrund der gerade stattfindenden Erweiterung des Betriebs und der damit verbundenen hohen Investitionskosten habe man sich für die nächsten Jahrzehnte nicht nur zum Standort Waging und den Mitarbeitern bekannt, sondern auf Entwicklung des eingeschlagenen Weges gesetzt, erklärte Bergader.

Eine mit der Umstellung auf mögliche Extensivierung und Biowirtschaft verbundene Senkung der Milchmenge wäre für das Unternehmen nicht günstig. Richter und Birner betonten, dass es gerade aus diesen und anderen Gründen so wichtig sei, präventiv gemeinsame Strategien zu entwickeln, damit man nicht später durch EU-Vorgaben zum Handeln gezwungen werde. Rechtzeitig geeignete Maßnahmen einzuleiten, die alle Interessen so weit als möglich berücksichtigen, sei der einzige Weg zu effektivem und verantwortlichem Handeln. "Jede noch so gute Idee ist nur insoweit gut, als sie umsetzbar sein muss" betonte Birner.

Der Erfolg eventueller neuer Produktlinien entscheide sich allein durch den Vertrieb, also durch den Markt, so Bergader. Höhere Produktionspreise könnten nur durch moderate Preissteigerungen beim Produkt aufgefangen werden. In Zeiten, da 85 Prozent des deutschen Lebensmittelmarktes von nur vier Großkonzernen durch Preisdiktate kontrolliert würden, ein kaum umsetzbarer Vorgang, so Kress. Umso mehr Notwendigkeit herrsche, so Richter und Birner, an einem "Weg der Gemeinsamkeit" zu arbeiten. Burger betonte, dass von Seiten Bergader hohe Kooperationsbereitschaft zu erwarten sei. Neben der Wasserqualität des Waginger Sees und der Zukunft der Landwirtschaft gehe es auch um die Existenzsicherung von rund 520 Mitarbeitern der Privatkäserei.

Bürgerservicebüro, MdL Roland Richter

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