Gaudiwurm: Betrunkenen vom Hausdach geholt

Teisendorf - Viel Arbeit wartete beim Gaudiwurm: Das Rote Kreuz versorgte heuer 14 erkrankte und verletzte Narren – für zwei Männer endete der Faschingszug im Krankenhaus.

Wesentlich mehr als im Vorjahr hatten die BRK-Bereitschaften am Faschingssonntag bei der Absicherung des Teisendorfer Gaudiwurms zu tun: 14 erkrankten oder verletzten Narren mit Schnitt- und Platzwunden mussten die 16 Sanitäter und Notarzt Dr. Michael Eisert nach deren Stürzen oder alkoholbedingten Kreislaufproblemen Hilfe leisten, wobei zwei Patienten zur weiteren Behandlung ins Klinikum Traunstein gebracht wurden. Gemessen an der großen Zahl der Teilnehmer und Besucher war es aber relativ ruhig.

„Der Großteil der Patienten hatte Glück im Unglück und konnte nach kurzer Behandlung weiter feiern oder nach Hause gehen“, berichtet Einsatzleiter Jörg Prebeck von der BRK-Bereitschaft Teisendorf. Für zwei Männer endete die Faschingsgaudi aber im Krankenhaus: Kurz nach 13 Uhr wurden die Rotkreuzler zu einem Bewusstlosen mit Alkoholvergiftung in die Lindenallee gerufen. Der 41-Jährige wurde vom Notarzt des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ weiter versorgt und danach per Rettungswagen zum Klinikum Traunstein gebracht. Gegen 16 Uhr stürzte ein 20-Jähriger in der Marktstraße von einem Faschingswagen, wobei er nach erster Einschätzung mit einer Gehirnerschütterung davonkam und ebenfalls ins Klinikum Traunstein eingeliefert werden musste.

Gegen Ende des Sanitätsdienstes sorgte ein vermeintlich Bewusstloser auf einem Hausdach für viel Aufregung: Zwei Rettungsassistenten des Roten Kreuzes gelangten mit einer Leiter der Hausbesitzer aufs Dach und konnten den Alkoholisierten wieder aufwecken, der danach von der Feuerwehr zurück auf den Boden gebracht und an die Polizei übergeben wurde. „Keine Ahnung, wie der da raufgekommen ist“, meint Rettungsassistent Till Schöndorfer, der bei Erstangriff mit dabei war.

Während des bunten Treibens waren fünf Fahrzeuge der BRK- Bereitschaften im Bereich des Teisendorfer Marktes unterwegs, darunter auch ein All-Terrain-Vehicle (ATV) für schwer erreichbare Bereiche und ein Einsatzleitfahrzeug, von dem aus die Fahrzeuge und Fußtrupps koordiniert wurden.

Pressemitteilung BRK Berchtesgadener Land

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © dpa, Symbolbild

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