Vitalburger mit Orangenlimo

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Teisendorf - Zwei Mal im Monat verwandelt sich die Küche im Teisendorfer Jugendhaus „New Era“ in ein kleines Kochstudio. Dann greifen die Jugendlichen zu Messer, Topf und Co und brutzeln gemeinsam.

Was auf den Tisch kommt, entscheiden sie vorab und auch das Einkaufen wird zusammen erledigt. Beim letzten Mal gab es gesunde Burger mit viel Salat und Gemüse.

Zucchini, Tomaten, Zwiebeln und Eisbergsalat, dazu Ketchup, Yoghurt, Eier, Hühnerfleisch und runde Brötchen wandern aus der Tüte auf den Tisch. Lisa Eugster, pädagogische Hilfskraft der Jonathan Jugendhilfe und Betreuerin im Jugendhaus, kommt gerade mit zwei Jugendlichen vom Einkaufen und jetzt werden der Reihe die Aufgaben verteilt: die Tomaten müssen geschnitten werden, die Zucchini mit den Zwiebeln geröstet, der Salat gewaschen und das Fleisch angebraten.

„Habt ihr euch auch die Hände gewaschen?“, fragt Jonathan Mitarbeiterin Jule Weisinger in die Runde und erntet einheitliches Kopfnicken. Der 14-Jährige Joshua Franzen hat sich schon die Ketchupflasche und den Yoghurt geschnappt, er darf die Cocktailsauce anrühren. Vorab hat er frische Kräuter aus dem Garten zerkleinert. „Mmmm, schmeckt gut“, sagt er und leckt den Löffel zufrieden ab.

Philip Hechenbichler macht Kochen richtig Spaß und er darf auch zuhause mit anpacken. Sein Vater ist Koch und er kann sich vorstellen, mal in dessen Fußstapfen zu treten. Am liebsten isst Philip Geschnetzeltes mit Reis oder Nudeln. Burger seien aber auch in Ordnung, sagt der 14-Jährige und zerschneidet die Brötchen in zwei Hälften.

Kochen mal anders

Am Herd schwenkt Linus Lemberg die Zucchinischeiben. Nach der Schule will der 16-Jährige ein soziales Jahr absolvieren. Jetzt muss er aber erstmal Jakob Weingartner Platz machen, der will die Fleischscheiben anbraten. Weil bei dem alten Herd nur zwei Platten funktionieren, ist beim Kochen Logistik gefragt. Ein Gerät mit vier Kochplatten wäre toll, da sind sich die Jugendlichen einig.

Eine nigelnagelneue Geschirrspülmaschine und zwei Schränke haben sie erst kürzlich von „Küchen-Kern“ aus Teisendorf geschenkt bekommen. Dadurch sei das „New Dinner“ überhaupt erst zustande gekommen, sagt Daniel Schneider, der die Jugendeinrichtung von Anfang an leitet.

Seit etwa eineinhalb Jahren nutzen regelmäßig zwischen 20 und 25 Jugendliche das Angebot, hinzukommen immer mal wieder sporadische Besucher. Zwei Mal pro Woche, montags von 16 bis 19 Uhr und donnerstags von 16 bis 20 Uhr, ist das Haus geöffnet. Hier können die Jungen und Mädchen sich treffen, Billard spielen oder kickern, kochen oder zusammen Filme anschauen.

„Es ist immer was los“, freut sich Sozialpädagoge Daniel Schneider. Das Konzept des Jugendhauses ist schnell zusammengefasst: „Mitanand“ heißt es und setzt auf drei Schwerpunkte: Die Wünsche und Bedürfnisse von Jugendlichen ernst nehmen, sie an der Planung und Durchführung einzelner Projekte zu beteiligen um ihnen so die „Erfahrung Erfolg“ zu vermitteln. „Wenn das gelingt, entsteht bei den jungen Menschen ganz automatisch der Wunsch, sich einzubringen und letztlich aktiv und konstruktiv am Gemeinwesen mitzuwirken“, weiß Daniel Schneider aus Erfahrung. Neben dem „New Era“ betreut die Jonathan Jugendhilfe auch die Rumpelkammer in Piding und das Haus der Jugend in Bad Reichenhall.

In der Küche des New Era-Hauses hat sich ein köstlicher Duft ausgebreitet. Alle Burger-Zutaten werden auf dem Tisch angerichtet und zum Schluss noch die aufgebackenen Brötchenhälften aus dem Ofen geholt. Ruck zuck haben sich Joshua und Jakob ihre gesunden Burger zusammengestellt und beißen genüsslich hinein.

Pressemitteilung Jonathan Jugendhilfe

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © cz

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