Im Ort wird weiter viel gebaut

Großes Gesundheitszentrum neben der Aral in Waging?

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Neben der Aral-Tankstelle mochte ein Antragsteller ein rund zehn Meter hohes Gebäude errichten.

Waging - Der Bauboom in der Marktgemeinde ist ungebrochen. In seiner jüngsten Sitzung lagen dem Bauausschuss wieder zahlreiche Vorhaben für An – und Umbauten zur Prüfung vor.

Bis auf einen Fall wurde für alle Anträge das gemeindliche Einvernehmen hergestellt. Dies gilt auch für zwei informelle Anfragen zur Errichtung von zwei Neubauten an der Salzburger Strasse, eines neben der Tankstelle, das andere neben dem Betriebsgebäude der Firma VEWAG. Auf dem Grundstück zwischen der Tankstelle und der Staatsstrasse St2105 möchte ein Bauherr ein Gebäude mit rund 300 Quadratmetern Grundfläche und einer seitlichen Wandhöhe von 10,5 Meter erreichten. Die Flächen im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss möchte das Gesundheitszentrum Chiemgau beziehen, im zweiten Obergeschoß sind Arztpraxen geplant, im Dachgeschoss barrierefreie Wohnungen. Der Bauausschuss sah ddas Vorhaben wegen der Bauhöhe kritisch. Der Bau könne nur zweigeschossig errichtet werden. Zudem müssten genügend Stellplätze vorgewiesen werden.

Die Pläne für die Bebauung des zweiten Grundstückes an der Salzburger Strasse mit einem Wohn- und Geschäftshaus mit zwei Vollgeschossen, Dachgeschoß und Tiefgarage wurden bis auf eine Gegenstimme positiv gesehen. Ausschussmitglied Franz Schwangler sah die seitliche Wandhöhe von 6,40 Metern kritisch, weil er die Beschattung der gegenüberliegenden Häuser befürchtet.

In Gaden beabsichtigt eine Antragstellerin den Neubau einer Maschinenhalle mit einer Grundfläche von rund 440 Quadratmeter. Es handelt sich um ein privilegiertes Vorhaben im Aussenbereich, dass planungsrechtlich zulässig ist. Der Ausschuss hatte keine Einwände.

In Otting soll ein ehemals landwirtschaftliches Gebäude teilweise abgerissen und ein Neubau als Wohnhaus mit zwei Vollgeschossen und Dachgeschoss errichtet werden. Das neue Wohngebäude soll rund 13,6 Meter lang, 8,3 Meter breit und circa sieben Meter hoch werden. Auch ein Garagenneubau soll errichtet werden. Das im Aussenbereich liegende Vorhaben ist planungsrechtlich zulässig, der Bauausschuss hatte auch keine Einwände oder Bedenken dazu.

Ähnlich gelagert war ein Antrag aus Nirnharting. Auch hier soll der ehemals landwirtschaftlich genutzte Gebäudeteil abgerissen und als Wohnhaus mit zwei Vollgeschossen und Dachgeschoss wiederrichtet werden. Zudem soll durch eine Nutzungsänderung das bestehende Betriebsleiterwohnhaus in zwei Wohnungen umgebaut werden. Desweiteren ist die Errichtung eines Garagengebäudes geplant. Zum dem Vorhaben wurde genau vor einem Jahr ein Antrag auf Vorbescheid positiv beschieden. Auch die Untere Bauaufsichtsbehörde hat die Zulässigkeit des Vorhabens festgestellt. Auch diesmal gab es keine Einwände seitens des Ausschusses.

Ein Wintergarten und eine Terrassenüberdachung ist bei einem Anwesen in Waging geplant. Der Wintergarten mit den gerundeten Maßen von 5 mal 3 mal 2,80 Meter soll südlich an des bestehende Wohnhaus angebaut werden, die Terassenüberdachung ist mit einer Fläche von rund 9,40 Quadratmetern neben dem Wintergarten geplant. Durch die Maßnahme möchten die Bauherren die Wohnqualität im Erdgeschoss verbessern. Das im Geltungsbereich des Bebauungsplanes Waging-Südost liegende Vorhaben hält mehrere Vorgaben nicht ein. So wird das festgesetzte Baufenster nach Süden überschritten, ebenso wie die festgesetzte Grundflächen- und Geschossflächenzahl. Die Ausschussmitglieder sahen darin aber kein Problem und konnten der Argumentation einer besseren Wohnqualität folgen. Sie erteilten das gemeindliche Einvernehmen und die Befreiungen von den Festlegungen des Bebauungsplans.

Ebenfalls in Waging beabsichtigt ein Bauherr die Errichtung eines Carports und eines Geräteschuppens zwischen dem bestehenden Wohnhaus und der östlichen Grundstücksgrenze. Der Carport soll eine Grundfläche von 18 Quadratmetern, die anschließende Gerätehütte eine von 11 Quadratmetern haben. Das Gebäude soll mit einem Pultdach abgedeckt werden. Problematisch ist hier die Grenzbebauung, die insgesamt nur auf 15 Metern Länge erfolgen darf. Da auf dem Grundstück bereits eine Grenzbebauung besteht, würde dieser Wert durch die neue Bebauung überschritten. Deshalb würde eine Abstandsflächenübernahme durch die Nachbarn notwendig sein, die noch nicht vorlag. Dies zu beurteilen ist aber nicht Sache des Ausschusses sondern der Baubehörde. Der Bauausschuss hat das Vorhaben positiv gesehen, aber auf das Problem der Grenzbebauung ausdrücklich in seinem Beschluss hingewiesen.

Bei einem Antrag auf isolierte Befreiung von der Stellplatzsatzung zur Errichtung eines überdachten PKW- und Holzlagerstellplatzes konnte der Ausschuss nicht mitgehen. Der Antragsteller möchte die Maßnahme auf seinem Grundstück in Nirnharting nahe der Ortsdurchfahrt durchführen. Hier gilt der Bebauungsplan „Nirnharting-Ost“ und die Stellplatzsatzung der Gemeinde Waging. In dieser Satzung wird der Mindestabstand zwischen öffentlichen Verkehrsflächen und offenen Garagen auf drei Meter festgelegt. Das Vorhaben grenzt aber unmittelbar an die Strasse an, der angeführte Mindestabstand wird nicht eingehalten. Durch die Lagerung einer größeren Menge Holz könnte der als Einstellplatz für den PKW vorgesehen Teil weiter reduziert werden. Zudem befindet sich das Vorhaben komplett ausserhalb eines Baufensters. Der Ausschuss verlangte von dem Bauherrn eine neue Planung, bei der der in der Stellplatzsatzung festgeschriebene Mindestabstand zu öffentlichen Flächen, wie hier die Ortsdurchfahrtsstrasse, eingehalten wird.

kon

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