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Bürgerbegehren gegen Rossmann und Rewe

Unterstützer "beschimpft und unter Druck gesetzt"

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Links der Ottinger Straße wollen sich die beiden Discounter ansiedeln. Sammelt das Bürgerbegehren 600 gültige Unterschriften wird in einem Bürgerentscheid endgültig über die Ansiedlung entschieden.
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Waging - Das Thema polarisiert und anscheinend geht es dabei auch nicht immer fair zu: Geschäftsleute, die das Bürgerbegehren gegen Rossmann und Rewe unterstützen, wurden wohl schon beschimpft.

In 13 Waginger Geschäften liegen derzeit Unterschriftenlisten aus, um einen Bürgerentscheid gegen die Ansiedlung von Rossmann und Rewe an der Ottinger Straße herbeizuführen. Dass es dabei auch nicht immer fair zugeht berichtet nun gradraus.de: Einige Geschäftsleute seien "beschimpft und unter Druck gesetzt worden, weil sie das Bürgerbegehren auf diese Weise unterstützen", so Walter Wimmer, einer der Initiatoren. 

Fast einen Monat liegen die Unterschriftenlisten bereits aus. Knapp 600 Unterschriften werden gebraucht, damit es zum Bürgerentscheid kommt - Zahlen verraten die Initiatoren aber nach wie vor nicht, doch die Initiatoren zeigen sich gegenüber gradraus.de zufrieden: "Es läuft", bestätigt Jutta Böhr vom Edeka-Markt im Ortszentrum.

Die Fakten zur Discounter-Ansiedlung

  • Standort: An der Ottinger Straße neben dem Baugeschäft Lamminger
  • Fläche: Gut 10.000 Quadratmeter stehen den beiden Märkten zur Verfügung. Rewe erhält eine Verkaufsfläche von bis zu 1450 Quadratmeter, Rossmann von bis zu 800 Quadratmeter.
  • Arbeitsplätze: Rewe rechnet mit 30 bis 35 Arbeitsplätzen in seiner Filiale, Rossmann mit zehn bis 15 - davon wohl viele Mini- und Teilzeitjobs.
  • Parkplätze: Für die beiden Märkte werden 100 bis 110 Stellplätze gebaut.
  • Nachfrage: In einer Marktanalyse sprachen sich 45 Prozent der Waginger für einen Drogeriemarkt aus, 54 Prozent sahen keinen Bedarf an neuen Märkten.

Es sind vor allem die Größe und der geplante Standort von Rewe und Rossmann, die von den Initiatoren abgelehnt werden - und die möglichen Existenz-Gefahren für die Geschäfte im Waginger Ortskern. "Muss in Waging der gleiche Fehler gemacht werden, wie er andernorts schon vielfach gemacht wurde?", fragt Walter Wimmer.

Mit einer Mehrheit von 12:7 Stimmen sprach sich der Waginger Gemeinderat im November für die Ansiedlung aus. Befürworter wie Bürgermeister Häusl hoffen, dass die Kaufkraft so in der Marktgemeinde gehalten werden kann und zum Einkaufen nicht auf andere Orte ausgewichen wird. 

Unterschriftenlisten liegen aus bei Marienapotheke Hümmer, Reformhaus Neher, Bioladen Streitwieser, Fotostudio Matzelberger, Mode Lebacher, Edekas Neubach, Peschka und Böhr, Ambiente Hohenadl, Bio am Bahnhof, Fleisch Perschl, Hotel Eichenhof, Seeapotheke Schuster.

xe

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