Bürgermeisterkandidaten für Waging

Waging: Kandidaten stellen sich vor

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Herbert Häusl (links oben), Christian Reiter (rechts oben), Hedwig Witzleben (links unten) und Georg Huber (rechts unten).

Waging - Vier Kandidaten treten in Waging zur Bürgermeisterwahl gegeneinander an. Wir haben sie gefragt, was gut läuft in der Gemeinde und was noch verbessert werden kann:

Die Kandidaten:

Herbert Häusl, FW/UW (amtierend): 59 Jahre, verheiratet, 2 erwachsene Söhne, Bürgermeister seit 2008

Christian Reiter, CSU: 42 Jahre, verheiratet, 2 Töchter, 3. Bürgermeister und Sozialreferent der Marktgemeinde Waging am See seit 2008

Hedwig Witzleben, Bündnis 90/Die Grünen: 55 Jahre, verheiratet, 2 erwachsene Söhne, seit einem Jahr Gemeinderätin in Waging für Bürgerliste-B90/Die Grünen

Georg Huber, ÖDP/Parteifreie Wähler: 47 Jahre, verheiratet, 3 Kinder, Mitglied im Traunsteiner Kreistag seit 6 Jahren

Was läuft gut in Waging?

Herbert Häusl:  Unsere Marktgemeinde konnte gerade in den letzten Jahren sehr positiv weiterentwickelt werden. So konnten Kinderkrippenplätze geschaffen und der Waginger Kindergarten generalsaniert werden. Zusammen mit den Kindergärten in Otting und Tettenhausen sind wir damit auf dem neuesten Stand. Mittagsbetreuung und Ganztagesschule sind selbstverständlich. Wir haben eine hauptberufliche Jugendpflegerin angestellt, die auch für den Jugendtreff zuständig ist. Wir haben 2008 einen Sozialreferenten bestellt, einen Behindertenbeauftragten, sowie eine Seniorenbeauftragte. Ein kostenloses Bürgertaxi für ältere oder behinderte Mitbürger wurde eingeführt, sowie sehr günstige Arztfahrten. Unser gemeindliches Seniorenheim wurde auf 112 Pflegeplätze erweitert und 8 Wohnungen für den Bereich Service-wohnen geschaffen. Beide Einrichtungen sind zu hundertprozent ausgelastet und arbeiten kostendeckend. Eine neue Turnhalle ist in Planung und kann aus den Rücklagen finanziert werden. Energetisch wurde die Grund- und Mittelschule saniert, sowie BHKW`s in Schule und Seniorenheim eingebaut. Aufbauend auf dem erstellten Klimaschutzkonzept ist die Erweiterung der Holzhackschnitzel betriebenen Nahwärme-Versorgung in Tettenhausen, sowie auch andere Maßnahmen in Planung. Die gesamte Straßenbeleuchtung wurde auf LED umgestellt. E- mobil – Tankstellen wurden errichtet. Die Gemeindewerke haben in allen 4 angebotenen Sparten günstigste Preise und arbeiten mit Gewinn. Es ist gelungen die Tourismusregion Waginger See mit den Seenanliegergemeinden und Tittmoning , sowie Fridolfing noch näher zusammen zu schließen, die Übernachtungszahlen steigen. Der Kurpark wurde neu überplant und erweitert. Es ist gelungen die Seenanliegergemeinden zu einem „ kommunalen Seenbündnis“ zu vereinen. Dadurch konnten über Verhandlungen mit dem Landwirtschaftsministerium viele Maßnahmen zur Seenreinhaltung (Phosphat) erreicht werden. Zudem bewerben wir uns als Öko- Modellregion. Die Marktgemeinde Waging am See hat knapp4 Mio. Euro Rücklagen und ist so gut wie Schuldenfrei. (ca. 300.000 Euro) Die Einwohnerzahl wächst, seit 2012 auch durch mehr Geburten, als Sterbefälle. Es ist sowohl im Marktgemeinderat, als auch in der gesamten Bevölkerung ein gutes Miteinander. 

Christian Reiter: Die Ausgangssituation der Marktgemeinde Waging am See für die nächsten sechs Jahre kommunalpolitischer Arbeit ist gut. Unsere Landschaft ist einmalig. Kultur, Brauchtum und Gemeinschaft wird bei uns noch gelebt. Unsere Gemeinde ist Heimat und Dahoam.

Hedwig Witzleben: Waging steht finanziell gesehen gut da und hat einen soliden Haushalt. Mit großer Vorausschau wurden vor Jahren die Gemeindewerke Waging aufgebaut. Damit kann Waging die kommunale Daseinsvorsorge für seine Bürger bestens erfüllen und Strom und Wasser zu konkurrenzfähigen Preisen bereitstellen. Waginger Strom wird mit 100% Wasserkraft erzeugt. Das Umrüsten der Straßenbeleuchtungen auf energiesparende Leuchtmittel ist ein Schritt in die richtige Richtung. Unser kommunales Seniorenheim ist bestens geführt und ein Aushängeschild für Waging. Die Kindereinrichtungen von Kinderkrippe und -garten, Mittagsbetreuung aus der Stiftung Ochsenfahrt und Schulen vor Ort bieten attraktive Voraussetzungen für junge Familien. Der Waginger Bauernmarkt ist ein Vorzeigebeispiel regionaler Wirtschaft und wird von den Bürgerinnen und Bürgern sehr geschätzt. Mit unserem schönen, sanierten Ortskern mit den zahlreichen Fachgeschäften ist Waging ein lebendiges Einkaufs- und Handelszentrum in der Region. Die Jugend in Waging wird durch das lebendige Vereinsleben sehr gefördert. Der Scaterplatz und der Jugendtreff mit der Jugendbeauftragten ist eine wichtige kommunale Einrichtung, die von Jugendlichen gerne besucht wird. Im Tourismusbereich werden Angebote ausgearbeitet, um die Urlaubsregion Waging für die Gäste attraktiv zu gestalten. Waging hält eine Reihe von kulturellen Veranstaltungen/Einrichtungen für Urlauber wie auch einheimischen Bürgerinnen und Bürger bereit, dazu gehören u. A. die Montagskonzerte, die Waginger Musiktage, Waginger Filmtage, Zeltl´n, Marktsonntage und auch mehrere Museen.

Georg Huber: Die Gemeinde Waging ist für Familien attraktiv: neben Kindergarten/krippe, Mittagsbetreuung und offener Ganztagesschule gibt es auch viele Vereine; - Waging bietet durch seine zahlreichen Gewerbebetriebe viele interessante Arbeits- wie auch Ausbildungsplätze - Älteren Menschen bietet sich durch das Seniorenheim und das Bürgertaxi die Möglichkeit, dass sie auch dann noch in unserer Gemeinde wohnen können, wenn sie auf Hilfe angewiesen sind - Waging ist ein wichtiger Tourismusort und versucht hierbei immer über die Gemeindegrenzen hinaus zu schauen und gemeinsam mit den Nachbargemeinden die ganze Region Waginger See zu bewerben. - Waging hat bereits vor 13 Jahren mit einem Fernwärmenetz in Tettenhausen Akzente zur Energieeinsparung gesetzt. In den letzten Jahren wurden auch Energiesparaktionen wie Austausch der Straßenlampen auf LED-Leuchten ,Bürger-Energiesprechstunden und Heizungspumpenaktion durchgeführt. - Die Gemeinde steht finanziell auf gesunden Beinen, da der Gemeinderat in der Vergangenheit weitgehend auf Schuldenaufnahmen verzichtet hat. Dies soll auch in Zukunft so bleiben!

Was läuft falsch in Waging?

Herbert Häusl: Ich denke, dass wir gemeinsam auf dem richtigen Weg sind, ich finde deshalb nichts falsches. Allein, das viele Aufgaben der Kommunen ( Gemeinden und Landkreis ) sehr viel teurer geworden sind ( z.B. Jugendsozialhilfe seit 2000 verdreifacht auf über 14 Mio. Euro ohne Löhne für ca. 80 Mitarbeiter ) schränkt diese im Investitionsbereich stark ein. Hier ist es aber Aufgabe des Staates Abhilfe zu schaffen.

Christian Reiter:

Sollten mir die Bürgerinnen und Bürger das Vertrauen schenken und mich als Bürgermeister der Marktgemeinde Waging am See wählen, dann würde ich mich insbesondere folgenden Themen widmen:

- Stärkung unserer regionalen Wirtschaft

- Kinder-, Jugend-, Familien-, Senioren- und Behindertenfreundliche Gemeinde

- Seenreinhaltung

- Breitbandversorgung in allen Gemeindebereichen

- Neubau der Fernwärmeversorgung in Tettenhausen

- Unterstützung des Ehrenamtes

- Solide Finanzpolitik und kostenbewusstes Arbeiten

- Offene, transparente und verständliche Arbeit von Gemeindepolitik und Verwaltung unter Einbindung aller Bürgerinnen und Bürger

Otting, Tettenhausen, Gaden, Nirnharting und Freimann – kurzum ganz Waging am See bilden gemeinsam eine lebendige und atmende Gemeinde, die Wohn- und Lebenswert für alle Altersklassen ist und in der egal ob Jung oder Alt nicht nebeneinander gewohnt, sondern miteinander gelebt wird.

Hedwig Witzleben: Die Bürger in Waging werden zu wenig informiert, mitgenommen und beteiligt. Auch der Informationsfluss im Gemeinderat lässt zu wünschen übrig. Visionen sind nicht erkennbar. Der Ausbau neuer Technologien wird zu wenig vorangetrieben (z. B. Energiespeicherung). Fernwärme könnte vermehrt eingeplant werden. Weitere Energiesparkonzepte sind notwendig. Der Schutz unseres Sees und der Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft müssen mit mehr Nachdruck verfolgt werden. Dazu benötigt es die Mithilfe und Mitarbeit aller. Ebenso die regionale Erzeugung und Vermarktung der Lebensmittel. Es bedarf auch Weiterentwicklung beim Handel, damit Waging in der Zukunft ein attraktiver Einkaufsort bleibt. Für junge Familien fehlt in Waging bezahlbarer Wohnraum. Neue Wohnkonzepte sind wegen des Demografischen Wandels auch für die älteren Bürgerinnen und Bürger nötig. Die Förderung der Kultur steht im Leitbild von Waging. Diese ist noch ausbaufähig und soll vielfältige Interessen bedienen.

Georg Huber: Manche wichtige Themen (z.B. Gewässerschutz) werden zwar im Gemeinderat angesprochen und dann von Bürgermeister und Verwaltung bearbeitet. Allerdings finden diese Besprechungen meist während des Tages statt und sowohl Bürger wie auch Gemeinderäte erfahren oft zu wenig über den aktuellen Diskussionsstand. Deshalb können sie ihr Wissen/ihre Erfahrungen schlecht einbringen und in der Öffentlichkeit entsteht der Eindruck, dass nichts geschieht. Der Grundsatz „Betroffene zu Beteiligten machen“ sollte frühzeitig angewandt werden. - Einige Themen (wie z.B. den Verkauf des Waginger Bahnhofs) erfuhren wir Gemeinderäte aus der Presse. Gerade im Zeitalter von Internet und e-Mails würde ich mir als Gemeinderat oft eine schnellere und ausführlichere Information wünschen. - Umweltschutzthemen wie Energiekonzept, ÖPNV-Verbesserungen oder Reduzierung des Flächenverbrauches werden zwar verbal unterstützt, Ideen und Konzepte könnten aber in meinen Augen noch intensiver umgesetzt werden (z.B. Wärmedämmung an öffentlichen Gebäuden, Niedertemperatur-Fernwärmenetze, Kombikraftwerke, Sonderbahnticket, Anbindung des Waginger Bahnhofes an das ÖPNV-Busnetz, flächensparende Konzepte bei Neubaugebieten).

 Global denken – lokal handeln“ lautet ein viel zitierter Spruch. Dies bedeutet für mich, dass ich bei allen lokalen Entscheidungen auch die globale Verantwortung für unsere Schöpfung/Mitmenschen beachten muss!

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