Event soll wieder in der BergaderArena stattfinden

Doch heuer wieder „Zeltl‘n“ in Waging

Sebastian „Basti“ Hackl mit der Steirischen Harmonika und Thomas „Tom“ Graf mit der Gitarre
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Links mit der Steirischen Harmonika, Sebastian „Basti“ Hackl, rechts mit der Gitarre, Thomas „Tom“ Graf beim Zeltl‘n 2020.

Nach dem großen Erfolg des Events „Zeltl‘n“ im Vorjahr, als es pandemiebedingt in der Bergader-Arena und nicht in einem Zirkuszelt stattgefunden hat, haben sich die Gemeinderäte dazu entschlossen, dass Festival in diesem Jahr wieder in gleicher Form stattfinden zu lassen.

Waging am See - . Der im Dezember gefasste Beschluss des Marktgemeinderates, das Event „Zeltl‘n“ wegen zu hoher Defizite in 2020 letztmalig durchzuführen, wurde aufgehoben. Es sei wichtig, dass auch in dieser schwierigen Zeit weiterhin Kulturevents in der Gemeinde stattfinden können, zeigte sich unter anderen die Dritte Bürgermeisterin Christine Rehrl (ÖDP/PFW) überzeugt.

Die zunächst als Notlösung angedachte Verlagerung des Festivals „Zeltl‘n“ in die BergaderArena hat sich im Nachhinein als sehr erfolgreich erwiesen. Das Defizit für das Event betrug in 2020 nur noch rund 13.800 Euro. 2019 als das Festival noch in einem Zelt veranstaltet wurde, lag das Minus bei rund 20.000 Euro plus die Kosten für den Einsatz von Personal der Verwaltungsgemeinschaft, der Gemeindewerke und des Bauhofs, die mit rund 4.000 Euro geschätzt wurden. Dieses hohe Defizit hatte Ende 2019 im Gemeinderat zu dem Entschluss geführt, das Event 2020 letztmalig durchzuführen, da die von vielen Gemeinderäten noch als vertretbar angesehene Defizitobergrenze von 15.000 bis 17.000 Euro deutlich überschritten worden ist.

Event lief trotz erschwerter Bedingungen durch Infektionsschutz 2020 hervorragend

Da aber nun die Abwicklung des Events in der BergaderArena trotz erschwerter Bedingungen aufgrund der Infektionschutzauflagen hervorragend funktioniert hat und das Defizit zurückgegangen ist, auch aufgrund der geringeren Organisationskosten gegenüber der Zirkuszelt-Variante, kamen die Gemeinderäte überein, das Zelt‘n in 2021 ohne große organisatorische Änderungen gegenüber 2020 wieder in der BergaderArena durchzuführen. Um die Ausfallzeiten des Schulsportunterrichts dabei so gering wie möglich zu halten, soll es wahrscheinlich in den Herbstferien 2020 stattfinden.

Die Schulleitung zeigte sich in ersten Gesprächen damit einverstanden und wäre bereit wegen der Organsation inklusiv Vor- und Nacharbeiten einige Sportstunden alternativ zu organisieren. Zweiter Bürgermeister Martin Dandl wies darauf hin, das die Pläne der Gemeinde mit der BergaderArena als Durchführungsort jetzt schnellstens mit der TSV Vorstand besprochen werden müssen. Es habe sich gezeigt, dass die BergaderArena optimal für solche Veranstaltungen geeignet ist. Sollte ab 2022 die Coronapandemie beendet und wieder ein umfangreiches Catering möglich sein, so müssten die Zahlungen an den TSV neu verhandelt werden, so Kämmerer Kraus.

Deckelung der Kosten kann nicht vorgegeben werden

Gemeinderat Ulli Heigermoser (CSU) zeigte sich nicht ganz zufrieden, da eine Deckelung des möglichen Defizits nicht in der Diskussion vorgekommen ist. Es sei nach wie vor mit einem Defizit zu rechnen, so Heigermoser, daher sehe er schon die Notwendigkeit über ein Deckelung nachzudenken. Da die Gemeinde als Veranstalter auftritt, kann eine solche Deckelung nicht vorgegeben werden, so die Erwiderung von Erstem Bürgermeister Matthias Baderhuber. Ihm sei wichtig, so Rat Karl-Heinz Neumann (CSU), dass der Beschluss zur Durchführung des Festivals nur für dieses Jahr gilt und jährlich über eine Fortsetzung neu abgestimmt werden muss. So könne man rechtzeitig die Notbremse ziehen, falls das Defizit zu groß werde.

Die Musikagentur Wimmer, die die Organisation in bewährter Weise durchführen wird, hat bereits mit ersten Künstlern Kontakt aufgenommen. Sobald die Verträge fix sind, wird das Programm bekanntgegeben.

Monika Konnert

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