Jahreshauptversammlung Waginger Ruderverein:

Im Bootshaus wird's eng: Neubau nötig

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Die Mädels aus dem Boot mit der besten Stimmung (die Namen von links: Katrin Kraft, Christina Spann, Laura Bissen und Melanie Strasser).

Waging - Der Waginer Ruderverein schnall 2014 den Gürtel enger und spart: Das Geld soll in ein neues Bootshaus fließen. Ein große Herausforderung für die Mitglieder. 

Am vergangenen Freitag kamen die Mitglieder des Waginger Rudervereins im Unterwirt in Waging zur Jahreshauptversammlung zusammen. Dabei wurde nicht nur auf ein erfolgreiches Jahr zurückgeblickt, sondern es wurden auch Planungen und Wünsche für die kommende Rudersaison besprochen.

Schon beim Bericht des geschäftsführenden Vorstands Holger Osterkamp wurde die Dynamik des Vereins deutlich. Außer den alljährlichen Events wie dem Anrudern im Frühjahr, dem Sommerfest und dem Abrudern im Herbst fanden auch diverse Extras statt. Für die Erwachsenen gab es zwei Wanderfahrten; diesmal ging es an die Donau und nach Stralsund. Die Highlights waren die beiden Regatten in Waging. Dank des großen Teams von engagierten Helfern wurden sowohl die Sechs-Seen-Regatta als auch der Ruperti-Pokal ein voller Erfolg. Beim Ruperti-Pokal heimste Waging sogar den Gesamtsieg ein.

Eine weniger erfreuliche Zeit für den Verein war das Hochwasser im Juni, von dem das direkt am Wasser gelegene Bootshaus stark betroffen war. Doch der Schaden belief sich dank der vielen helfenden Hände „nur“ auf etwas über 300 €.

Kilometersieger Albert Krumscheid

Zu Beginn des Jahres musste sich die Trainingsmannschaft schweren Herzens von ihrem Trainer Matthias Jakob verabschieden.Nach vorübergehender Aushilfe durch Bootswart Michael Rosemann wurde schnell ein neues Trainerteam gefunden. Mario Reim, der bereits selbst an der Spitze des Profisports aktiv war, entdeckte zu Jahresbeginn seine Begeisterung fürs Rudern im Waginger Verein wieder. Er bildet jetzt zusammen mit Max Keiler und Albert Krumscheid das Trainerteam für die Junioren im Alter zwischen 14 und 18. Für die Jüngeren stehen zwei Jugendliche aus der Trainingsmannschaft zur Verfügung; sie werden von Leonie Kai und Max Richter betreut. Trotz des Trainerwechsels erzielte die Mannschaft gute Ergebnisse auf Regatten. Neben diversen guten Platzierungen auf regionalen Regatten und der Teilnahme an der Bayerischen Meisterschaft, qualifizierten sich drei der Jugendlichen durch ihre Erfolge für ein Trainingslager im Olympiageländein München. Drei der Kinder durften am Bundeswettbewerb in Hamburg teilnehmen. Für zwei bis drei Junioren aus der Trainingsmannschaft ist in der kommenden Saison die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft das große Ziel.

Anke Molkentin, die wieder bei vielen internationalen Wettbewerben Erfolge erzielte, konnte im letzten Jahr vier neue Weltrekorde aufstellen, unter anderem im 24-Stunden-Rennen auf dem Ergometer.

Trotz der leicht gestiegenen Mitgliederzahl, würde sich der Verein wünschen, noch mehr Kinder und Jugendliche für den Rudersport zu begeistern. Für die Abteilung der Kinder und Jugendlichen ist nicht nur sportlich einiges geboten. Vom Jugendausschuss wurde viel organisiert. Zu Beginn des Jahres behauptete sich die Trainingsmannschaft beim Skicup des Ruderverbands, ausgerichtet in der Zillertalarena. In den Sommerferien ging es gemeinsam zum Kerlingerhaus am Königssee. Außerdem wurden für das Klinikum Traunstein, das Waginger Ferienprogramm und für die Projekttage an der Mädchenrealschule Sparz Anfängerkurse angeboten. Auch auf die Qualität der Trainer wurde geachtet - die Übungsleiter im Verein nahmen an einer Aufsichtsschulung teil. Für das nächste Jahr ist wieder viel geplant; die Vorschläge reichten vom Wasserskifahren bis zu einem Ausflug in den Kletterwald.

Ein weiteres Thema in der Versammlung war der geplante Neubau eines Bootshauses.  Denn dank des Wachstums des Vereins wird langsam der Platz im alten Bootshaus zu knapp. Doch nicht nur mehr Platz für die Boote, auch ein eigener Sanitärbereich mit Duschen und neuen Umkleiden soll entstehen. Finanziell stellt das Projekt jedoch eine sehr große Herausforderung für den Verein dar.

Bis Ende April soll zu diesem Thema in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ein Beschluss gefasst werden. Im Bericht des Kassenwarts wurde die Finanzierung des Bootshauses angesprochen, denn dank einiger Spenden, konnte schon etwas für das Bauvorhaben auf die Seite gelegt werden. 2014 soll weiter für das Bootshaus gespart werden.

Nach dem Bericht über das vergangene und den Plänen für das kommende Ruderjahr wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Wagings zweiter Bürgermeister, Hans Kern, drückte im Anschluss seine Freude über den jungen, dynamischen Verein aus und leitete danach die Wahlen sämtlicher Ämter im Verein. er gesamte geschäftsführende Vorstand wurde wiedergewählt und auch im erweiterten Vorstand bleibt bis auf zwei neu gewählte Amtsträger das bisherige Team "im Boot".

Nach dem „ernsthaften Teil des Abends“ lobte der Bootswart die geringen Bootsschäden und der erweiterte Vorstand lieferte –vertreten durch Laura Bissen- eines der Highlights des Abends. Sie trug eine ironisch gefärbte Hommage an ihre Mädels-Mannschaft vor. Der Titel war Programm: „Hauptsach´ mir schaun guad aus“, denn „Wenn´ma scho verliern, dann schee“, erklärte sie das auffallende Mannschaftsoutfit in Neonfarben. Doch das mit reichem Beifall belohnte Gedicht war nicht der einzige Grund, aus dem die vier Mädels auffielen. Von den Trainingskollegen wurde ihnen ein Sonderpreis verliehen. Sie wurden zum „Boot mit der besten Stimmung“ gekürt und erhielten von ihren Kollegen selbst gebastelte Medaillen. Aber nicht nur gute Stimmung wurde belohnt, auch die Kilometersieger der verschiedenen Klassen wurden geehrt. Mit 2000km stand Albert Krumscheid an der Spitze und holte sich zum dritten Mal in Folge den Kilometer-Gesamtsieg.

Auch in der kommenden Saison wird im Verein wieder viel geboten.Neben dem Training der verschiedenen Alters- und Interessensgruppen werden Anfängerkurse angeboten und Events wie das Mondscheinrudern organisiert.

Pressemitteilung Waginger Ruderverein

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