Straße von Waging nach Steppach soll endlich saniert werden

„Wird uns sonst irgendwann kalt erwischen mit dem schlechten Zustand unserer Straßen“

Die Straße von Waging am See nach Steppach soll bald im Vollausbau saniert werden.
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Die Straße von Waging am See nach Steppach soll bald im Vollausbau saniert werden.

Schon seit Jahren war das Vorhaben geplant. Nun gab es endlich grünes Licht vom Gemeinderat für die Umsetzung der Sanierung der Straße nach Steppach.

Waging am See - Die Planungen zur Sanierung der Straße in Steppach laufen schon seit einigen Jahren. Bereits 2015 war eine Umsetzung zum Greifen nah, scheiterte dann aber an verschiedenen Gründen. 2019 wurde das Vorhaben wieder aufgenommen, aufgrund der prognostizierten hohen Kosten von rund 325.000 Euro wurde es dann aber vom Gemeinderat erneut zurückgestellt.

Nun ist die Summe im Haushalt für 2021 eingeplant, wobei man davon ausgeht, dass unter günstigen Ausschreibungsbedingungen die Kosten unter den veranschlagten liegen könnten. Bürgermeister Matthias Baderhuber plädierte im Gemeinderat dafür, die Maßnahme als Hauptprojekt des Straßenleichtausbaus 2021 durchzuführen, da auch die Ausführungsplanung bereits vorliegt.

Auch Brücke muss saniert werden

Der Strassenneubau soll auf einer Länge von rund 320 Metern im Vollausbau erfolgen. Grund dafür ist die Hochwassersituation, denn die derzeitige Strasse liegt so hoch, dass sie als Barriere wirkt und den Wasserabfluss hindert, mit entsprechend negativen Folgen für die angrenzenden Bebauungen. Die künftige Strasse soll aus einem 3,5 Meter breiten Asphaltband und rechts und links von jeweils einem 0,5 Meter breiten Bankett bestehen. Der vorhandene Regenwasserkanal soll auf rund 160 Metern ebenfalls erneuert werden.

Gleichzeitig sollen im Zuge der Maßnahmenumsetzung die Grundstücksverhältnisse im bereits signalisierten Einvernehmen der Grundanlieger und Straßenbegünstigten entsprechend der tatsächlichen Nutzung grundbuchmäßig angepasst werden. Gemeinderat und Referent für Straßen, Wald und Gewässer Georg Seehuber (FW) wies darauf hin, dass die Durchführung des Vorhabens für die Gemeinde wichtig wäre, weil damit auch die Sanierung einer Brücke verbunden ist, deren Zustand sehr schlecht ist.

Gemeinderat Georg Huber gegen Maßnahme

Laut Seehuber müsste die Ausschreibung schnellstens erfolgen mit einem langen Baufenster, zum Beispiel bis Ende kommenden Jahres. Dies würde die Maßnahme kostengünstiger machen, weil die teilnehmenden Firmen mehr Zeit hätten, die Arbeit zu planen und nicht unter Zeitdruck gerieten. Die sollte auch für weitere Maßnahmen in der Zukunft gelten. Zudem wies der Straßenbaureferent darauf hin, dass mit dieser Maßnahme auch ein Hochwasserschutzproblem erledigt werde. Nach ihm müsse konstant über die Jahre in den Straßenbau investiert werden. “Wenn wir das nicht tun, wird es uns sonst irgendwann kalt erwischen mit dem schlechten Zustand unserer Straßen“, so Seehuber abschließend.

Gegen die Durchführung der Maßnahme sprach sich Rat Georg Huber (ÖDP/PFW) aus. Das Preis-Leistungsverhältnis würde hier nicht stimmen, die Maßnahme wäre zu teuer für einen „Radlweg“, so Huber. Abschließend stimmte der Gemeinderat der Sanierung der Strasse in Steppach zu. Es gab fünf Gegenstimmen. Bei der Ausschreibung soll das Baufenster von April 2021 bis Dezember 2022 festgelegt werden.

kon

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