24 Jahre im Gemeinderat

Straßen, Gewässer und Gemeindewald: Das Metier von Matthias Schneider

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Gemeinderat Matthias Schneider bei seinem letzten Strassenbericht im Gemeinderat.

Waging am See: Straßenreferent Matthias Schneider berichtet zum letzten mal im Gemeinderat über den Stand der Straßen

Seit 24 Jahren ist Matthias Schneider (Freie Wähler) Gemeinderat. Er war der erste Referent für Straße, Wald und Gewässer in der Marktgemeinde. Da er nicht mehr zur Wahl antritt, wird im nächsten Gemeinderat ein anderer diese Funktion übernehmen müssen. In seinem letzten Bericht zum Stand der Straßen und Gewässer im Gemeindegebiet, sowie zum Gemeindewald blickte er nicht nur auf das vergangene Jahr zurück, sondern auch auf die letzten zehn Jahre. „Wir haben in dieser Zeit für die Gemeindestraßen schon viel gemacht“, so sein Fazit. Dennoch hoffe er, dass der leichte Rückstau der letzten 2-3 Jahre aufgrund personeller Engpässe im Bauamt, aufgeholt werden könne. Schneider liegen nicht nur die großen Maßnahmen am Herzen, sondern auch kleinere, die aber für die Bürgerinnen und Bürger durchaus wichtig sein können. So mahnte er auch in seinem letzten Bericht nochmal einen Zebrastreifen zur sicheren Straßenüberquerung beim Friedhof an. Bürgermeister Matthias Baderhuber bedankte sich für die gute und gewissenhafte Arbeit über all die Jahre bei dem scheidenden Referenten und Gemeinderat Matthias Schneider. Sein aktueller Bericht bezog sich auf das Jahr 2019, mit einem kruzen Ausblick für 2020. 


Insgesamt hat die Gemeinde Waging am See rund 130 km öffentliche Straßen und rund 240 km öffentliche Feld- und Waldwege zu unterhalten, so Schneider. Für den Straßenleichtausbau waren 2019 im Haushalt der Gemeinde 200.000 Euro eingeplant. Leider konnte nur ein Teil der Vorhaben realisiert werden, vor allem wegen Überlastung der Bautechniker. So wurden die Zufahrt Eichberghof und die Zufahrt Neuhauser Untervockling auf einer Länge von 130 Metern neu geteert. Die Kosten dafür betrugen rund 12.000 Euro. Bei Aich wurde ein kurzes Straßenstück ebenfalls geteert, Kostenpunkt rund 9.500 Euro. Im Oktober 2019 wurde der Geh- und Radweg entslang der Staatsstraße 2105 bei Seeteufel bis Krautenbach auf einer Länge von 850 Metern neu geteert. Die Kosten dafür hat das Staatliche Bauamt Traunstein getragen. Für 2020 wurden 250.000 Euro im Haushalt für den Straßenausbau eingestellt. Damit sollen der Straßénabschnitt Halmberg-Schuster am See, ein Teilstück bei Angerpoint und der Gehweg bei Aglassing instand gesetzt werden. Der Ausbau der Straße bei Steppach wurde zurückgestellt. 

Mit rund 50 km Bächen ist die Marktgemeinde reich an Oberflächengewässern. An diesen waren auch 2019 wieder Unterhaltsmaßnahmen notwendig. So kostete die Bachräumung nach Felssturz und der Böschungsverbau bei im Lohbach bei Graben rund 5.700 Euro. Für die Böschungssicherung am Altofinger Bach bei Ebing auf circa 50 Metern wurden rund 8.000 Euro aufgewendet. Im Forstgraben bei Hirschhalm musste der Bach auf circa hundert Meter geräumt werden, ebenso wie der Altbach bei Lug. Die Maßnahmen kosteten jeweils circa 1.000 Euro. Durch das Wasserwirtschaftsamt Traunstein wurde im Grünbach unterhalb Starz eine Kiesfangräumung vorgenommen. Gleiches geschah im Dobelbach (Rendlmühle) und Höllbach bei Mittermühle. 


Die Marktgemeinde Waging besitzt zur Zeit 10,31 Hektar Wald. Im vorigen Jahr gab es dort keine nennenswerten Schadereignisse. Die Bewirtschaftung des Waldes erfolgt durch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Traunstein. Mit dem Amt wurde dazu ein Vertrag für zwanzig Jahre geschlossen.

Matthias Schneider ging in seinem Bericht auch kurz auf die Niederschlagssituation ein. Demnach war 2019 mit rund 1200 Litern Jahresniederschlag pro Quadratmeter ein normales Jahr entsprechend dem langjährigen Durchschnitt für Waging. Der niederschlagsärmste Monat war wie auchim Vorjahr der April mit 33 Liter pro Quadratmeter, der niederschlagreichste der Monat Mai mit 227 Liter. Das sind deutlich mehr als 2018 als es im Juni 148 Liter waren. Matthias Schneider macht auch seit 20 Jahren die lokalen Aufzeichnungen für den Deutschen Wetterdienst. Dieser Winter sei der erste in dieser Zeit ohne Schnee, teilte er dem Gemeinderat mit.

Am Ende seines Vortrags bedankte sich Schneider bei der Unterstützung durch die Bautechniker und die Gemeindeverwaltung und mahnte an, die Straßen nicht zu vergessen.

(kon)

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