Beschaffung dringend notwendig

"Tessy" geht in verdiente Rente: Neues 100.000-Euro-Boot für Wagings Wasserwacht

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Das alte Boot der Wasserwacht Waging soll nach 40 Jahren durch ein neues ersetzt werden.

Waging am See - Die Wasserwacht Waging am See darf sich über ein neues Rettungsboot freuen. 

Die Wasserwacht Waging am See bekommt ein neues Rettungsboot samt Anhänger als Ersatz für das seit rund 40 Jahren im Einsatz befindliche Boot „Tessy“. Der Gemeinderat hat dazu einen Investitionskostenzuschuss in Höhe von mindestens 10.000 Euro gewährt. Das sind zehn Prozent der geschätzten Anschaffungskosten von brutto 100.000 Euro. Sollten die Kostend er Ersatzbeschaffung über dieser Summe liegen, wird die Gemeinde ihren Zuschuss auf zehn Prozent der Gesamtkosten erhöhen. Allerdings ist laut einstimmigem Gemeinderatsbeschluss der gemeindliche Investitionskostenzuschuss auf 12.000 Euro begrenzt. 


Die Ersatzbeschaffung war dringend notwendig geworden, weil das jetzige Rettungsboot, Baujahr 1980 altersbedingt nicht mehr den Einsatzanforderungen entspricht. Zudem wird es immer schwieriger Ersatzteile für das alte Boot zu beschaffen, so der Vorstand der Wasserwacht Roland Neumann. Das Boot habe sich in den 40 Jahren bei gut 3.000 Einsätzen bewährt. Fünf Einsätze gab es bereits in diesem Jahr, trotz der wegen Corona später begonnen Urlaubs- und Badesaison. Eigentlich war die Ersatzbeschaffung erst für das kommende Jahr geplant, nun hat aber der Freistaat Bayern dies bereits auf den Oktober 2020 terminiert. Die Unterstützung durch die Gemeinde stand nie in Zweifel, denn die Wasserwacht Waging am See zeigt seit Jahren ein hohes ehrenamtliches Engagement zur Gewährleistung der Sicherheit auf dem Waginger See. 

Hoch


Diskutiert wurden im Gemeinderat auch eventuelle Hochwasserschutzmaßnahmen, um Überflutungen und Schäden durch zunehmende Starkregenereignisse vorzubeugen. So wurden zum Beispiel am 29. Juli 2019 und am 28. Juni 2020 im Bereich der Schlossbergsiedlung bei starkem Regen einzelne bebaute Parzellen durch abfließendes Oberflächenwasser überflutet. Auch Keller sind mit Wasser vollgelaufen, weil die vorhandene Regenwasserkanalisation bei solchen Extremereignissen an ihre Grenzen kommt, das Wasser sich staut und in die privaten Drainageleitungen der Kellerentwässerung zurückdrückt. Die Anlieger fordern nun einen Hochwasserschutz für die von der Gemeinde ausgewiesene Siedlung. Die Gemeinde hat daraufhin ein Planungsbüro für Wasserwirtschaft beauftragt, sich die Situation vor Ort anzusehen und ein mögliches Sicherungskonzept für das wild abfließende Oberflächenwasser zu erarbeiten. Von den Fahcbehörden wurde mittlerweile signalisiert, dass für eine bauliche Maßnahme zum Hochwasserschutz keine wasserrechtliche Genehmigung notwendig ist. Angedacht ist ein Erdbecken mit Notüberlauf unter der Staatsstrasse 2104, dass noch in diesem Jahr errichtet werden soll, um für die Siedlung einen Teilschutz gegen das wild abfließende Oberflächenwasser zu erbringen. Der Starkregen im Juni 2020 hat auch Tettenhausen im Bereich der Weinbergstrasse und in Schöbling bei mehreren Anwesen zu Schäden durch wild abfließendes Oberflächenwasser und Schlammerosion zu Schäden geführt. Hier muss noch gemeinsam mit den Anwohnern nach Lösungen gesucht werden.

-Monika Konnert-

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