Helfen ist Trumpf!

Freiwillige Feuerwehren Waging und Gaden retten alle „Verletzten“ - erfolgreicher Übungseinsatz

Ein mobiler Rauchverschluss wird im Türrahmen angebracht.
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Ein mobiler Rauchverschluss wird im Türrahmen angebracht

Waging am See - Passend zur diesjährigen Aktionswoche der bayerischen Feuerwehren führten die Freiwilligen Feuerwehren Waging am See und Gaden gemeinsam eine Einsatzübung in einem leerstehenden Haus in Waging durch.

Der Bericht im Wortlaut:


Unter dem Motto: „Helfen ist Trumpf“ wird alljährlich im September auf die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehren aufmerksam gemacht und natürlich auch Mitgliederwerbung betrieben.

Als Übungsszenarien wurden ein Wohnungsbrand im ersten Obergeschoss, sowie beim „zweiten Durchlauf“ ein Kellerbrand angenommen. Um die Lagen möglichst authentisch für die Einsatzkräfte zu gestalten, wurden jeweils die Örtlichkeiten mittels einer Nebelmaschine verraucht. Zwei Mitglieder der Jugendfeuerwehr Gaden stellten sich als „Übungsopfer“ zur Verfügung. Diese mussten sich je nach Lage auf einem Balkon der fiktiv brennenden Wohnung bemerkbar machen, beziehungsweise sich bewusstlos stellen. Somit sollte ihr Auffinden durch die eingesetzten Atemschutztrupps zusätzlich erschwert werden.


Vorgehen eines Atemschutztrupps vor der Türöffnung eines Brandraumes.

Übungsziele waren das Vorgehen bei einem „Einsatz mit Bereitstellung“, eine Personenrettung vom Balkon mittels einer Steckleiter, verschiedenen Möglichkeiten der Schlauchführung in Treppenhäuser und bei weitreichenden Angriffswegen, sowie das Anbringen von mobilen Rauchverschlüssen. Mit diesen Rauchvorhängen soll im Ernstfall eine Ausbreitung des Brandrauchs in einem Gebäude verhindert werden.

Die Drehleiter der Waginger Feuerwehr wurde für eine sogenannte Anleiterbereitschaft in Stellung gebracht. Diese kann somit für eine Personenrettung verwendet werden, aber auch um etwaige in Not geratene Einsatzkräfte retten zu können.

Der Brandraum wird kriechend betreten, da die Sicht am Boden besser ist und die Hitzeentwicklung im Ernstfall geringer

Ausgearbeitet wurde die Übung von Kommandant Anton Praxenthaler von der Feuerwehr Gaden und Thomas Pfeffer von der Waginger Feuerwehr. Die Einsatzleitung bei den beiden Übungen hatten abwechselnd 2. Kommandant Sebastian Kamml und Zugführer Martin Pöllner. Übungsbeobachter war der 1. Kommandant der Feuerwehr Waging, Michael Schramke.

Die „verletzten Personen“ konnten natürlich alle gerettet werden.

Bericht Thomas Pfeffer, FF Waging am See

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