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Erschließungsarbeiten haben begonnen

Kosten und Baufortschritt: So steht es um das Baugebiet „Tettenhausen Ost“ bei Waging am See

Die Bauarbeiten für das Baugebiet „Tettenhausen Ost“ haben begonnen.
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Die Bauarbeiten für das Baugebiet „Tettenhausen Ost“ haben begonnen.

Im Baugebiet „Tettenhausen-Ost“ haben die Erschließungsarbeiten begonnen. Für die dort ausgewiesenen 13 Bauparzellen muss die Infrastruktur zur Versorgung mit Wasser, Wärme, Strom, Telekommunikation und die Entsorgung des Abwassers sowie des Regen- und Oberflächenwassers sichergestellt werden.

Waging am See – Für die Erschließung des Baugebietes ist der Markt Waging zuständig. Die Erschließungsarbeiten für den Schmutzwasserkanal und den Kanal für die Ableitung von Regen- und Oberflächenwasser und den Anschluss an die Fernwärme werden von den Gemeindewerken Waging gemacht. Die Leitungen für Frischwasser werden von der Achengruppe verlegt. Versorgung mit Strom und Telekommunikation obliegen den jeweiligen Anbietern, Bayernwerk und voraussichtlich Telekom.

In dem neuen Baugebiet werden Schmutzwasserkanal und Regenwasserkanal im Trennsystem angelegt, erklärt die Leiterin der Gemeindewerke, Patricia Hund, bei einer vor-Ort-Besichtigung in Tettenhausen. Wegen der Lage im Landschaftsschutzgebiet mussten vor Beginn der Arbeiten hohe Auflagen erfüllt werden, mit einer wasserrechtlich gehobenen Erlaubnis und einem landschaftspflegerischen Begleitplan (LPB). Erst nach Genehmigung dieser Vorgaben konnte mit den Arbeiten begonnen werden.

350 Kubikmeter großes Rückhaltebecken

Da in dem Gebiet schon ein Schmutzwasserkanal verläuft, wurden die Leitungen für die Abwasserentsorgung an diesem ausgerichtet. Schwieriger war die Lösung zur Ableitung von Regen- und Oberflächenwasser, da wegen des Untergrunds keine Versickerung möglich ist. Deshalb hat man ein Entwässerungssystem mit einem Rückhaltebecken mit 350 Kubikmeter Stauvolumen angelegt. Das Wasser aus dem komplett neu gebauten Regenwasserkanal läuft in das Rückhaltebecken, von dort über einen gedrosselten gedrosselten Überlauf in den Moosgraben und dann in den Waginger See.

Hund ist mit der Lösung zufrieden und geht davon aus, dass das Becken neben seiner Entsorgungsfunktion für das Tettenhausener Neubaugebiet in ein bis zwei Jahren ein Paradies für Amphibien und Wasservögel sein wird. Die Erschließungsarbeiten für Schmutzwasserkanal und das Entwässerungssystem inklusive Rückhaltebecken wurden von den Gemeindewerken an eine externe Firma zum Angebotspreis von rund 495.000 Euro vergeben.

Trinkwasserleitungen neu verlegt

Die Leitungen für Frischwasser werden von der Achengruppe verlegt, die für die Frischwasserversorgung von Tettenhausen zuständig ist. Wie Wolfgang Grösch, Werkleiter der Achengruppe gegenüber chiemgau24.de erläuterte, werden die Leitungen für Trinkwasser komplett neu verlegt mit PE-HD Kunststoffrohren mit einem Durchmesser von zehn Zentimeter. Für den Hausanschluss werden Rohre mit einem vier Zentimeter Durchmesser verwendet. Polyethylenrohre sind lebensmittelecht und beeinträchtigen die Wasserqualität nicht.

Die Wasserleitung wird entlang der Straße auf öffentlichem Grund verlegt. Auch Hydranten für die ausreichende Versorgung mit Löschwasser werden eingerichtet. Im Zuge dieser Erschließungsmaßnahmen musste auch die Durchleitung von Tettenhausen Richtung Hochbehälter Reschberg verlegt werden, weil diese durch das Baugebiet führte. Dafür musste auch der Radweg geöffnet werden.

Grundstücke sollen mit Fernwärme-Anschluss verkauft werden

Die Gemeindewerke betreiben in Tettenhausen seit dem Jahr 1999 ein Biomasseheizwerk und versorgen die angeschlossenen Wärmenutzer mit Fernwärme. Die Hauptleitung der Fernwärmeleitung verläuft in der Hauptstraße direkt vorbei am neuen Baugebiet „Tettenhausen Ost“. Laut einem Beschluss des Gemeinderates sollen die Grundstücke, die dort im Ansiedlungsmodell vergebenen werden, verbunden mit dem Fernwärme-Anschluss verkauft werden.

Die Erschließung der Fernwärmeleitung erfolgt durch die Gemeindewerke. Diese haben damit eine externe Firma beauftragt zur Angebotssumme von rund 272.000 Euro. Die Kostenschätzung beinhaltet noch die Erstellung von drei Hausanschlüssen im Bestandsnetz. Mit dem Anschluss des neuen Baugebietes in Tettenhausen erweitern die Gemeindewerke ihr Fernwärmenetz. Damit soll das Gesamtergebnis des Biomasseheizwerks in Tettenhausen verbessert und ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.

kon

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