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Heimische Produkte, gute Gespräche und Bergwetter

Modellprojekt „Bauernrat“ der ILE Zukunftsregion Rupertiwinkel – Bauernmarkt in Waging

Bei der Podiumsdiskussion konnten die örtlichen Landwirte ihre Wünsche und Sorgen äußern…
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Bei der Podiumsdiskussion konnten die örtlichen Landwirte ihre Wünsche und Sorgen äußern…

Heimische Produkte, gute Gespräche und Bergwetter – das alles konnte man am vergangenen Sonntag in Waging am See auf dem Handwerker- und Bauernmarkt genießen. Mit verschiedenen Ständen war auch die ILE Zukunftsregion Rupertiwinkel e.V. dabei, um Landwirte und Verbraucher zusammenzubringen. Höhepunkt des Marktes war eine Podiumsdiskussion mit Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, doch auch an den Marktständen fand ein reger Austausch zwischen Landwirten, Verbänden und Behörden sowie Verbrauchern statt.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Waging am See - Die Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) Zukunftsregion Rupertiwinkel e.V., die vielen noch als ILE Waginger See – Rupertiwinkel bekannt ist, versucht ihrem Namen gerecht zu werden und neue Wege einzuschlagen. Bereits 2021 wurde deshalb unter anderem ein Modellprojekt zur Resilienz und Landentwicklung in der ILE durchgeführt. Parallel dazu startete auch der sogenannte „Bauernratsprozess“. Dieser begann bereits im Herbst 2021 mit Einzelbefragungen der Landwirte aus der Region.

Ziel und Zweck des Bauernrats war es, die Bedürfnisse der örtlichen Landwirte zu erfahren, zu erfassen und ein Verständnis zwischen den weiteren Akteuren vor Ort zu vermitteln. Der Prozess wurde vom Büro Schnetzer und Ruthmann GbR Ganzheitliches Zukunftsmanagement durchgeführt und betreut. Fachlich und finanziell begleitet wurde das Projekt vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern und dem Bereich Zentrale Aufgaben.

„Landwirtschaft Rupertiwinkel miteinand“ – unter diesem Motto stand auch der Bauernmarkt, denn er leistet ebenfalls einen entscheidenden Beitrag dazu, die Herausforderungen und Chancen der Landwirtschaft zu erfassen und zukunftsfähig weiterzuentwickeln. In verschiedenen Vorträgen wurden in Waging neben der Vielfalt der Landwirtschaft auch die in Zukunft anstehenden Konflikte in Sachen Klimaschutz und Tierwohl thematisiert. Vor allem das sogenannte „Bottom-Up-Prinzip“ ist ein wichtiges Instrument, um diese Herausforderungen gemeinsam bewältigen zu können. Das betonte auch Staatsministerin Michaela Kaniber: „Es ist wichtig in die Bürger hineinzuhören. Ich halte es deshalb für eine großartige Idee einen Bauernrat zu initiieren, um das Bewusstsein für die Probleme und Belange der Landwirtschaft zu fördern.“

Das gegenseitige Bewusstsein fördern – das geht nur durch Dialog und Kommunikation und fand auch an den Marktständen in Waging zur Genüge statt. Doch neben dem regen Austausch von Landwirten und Verbrauchern, ist auch das richtige Know-How und die Unterstützung durch Verbände und Behörden entscheidend. So gaben auch Vertreter des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberbayern, des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Hinweise und Informationen zu Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten. Zudem waren auch Ansprechpartner regionaler Initiativen vor Ort: das Regionalwerk Chiemgau Rupertiwinkel, die Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege im Rupertiwinkel und die Chiemgau GmbH.

Der Bauernrat stellt derzeit noch ein Modellprojekt dar. Nach dessen Abschluss sollen die Ergebnisse jedoch auch bayernweit auf ILE-Prozesse angewandt werden. Im Zentrum stehen dabei neben der Aufklärung über Lieferketten und die Situation auf den Höfen, die Entwicklung eines gemeinsamen Leitbilds für die Landwirtschaft, die Eindämmung des Flächenverbrauchs sowie der Aufbau von Regionalmarkthallen. 

Um all das zu schaffen – dafür braucht es ein ganz starkes „Miteinand.“ Dass die ILE Zukunftsregion Rupertiwinkel auf dem besten Weg dorthin ist, darüber besteht nach dem erfolgreichen Bauernmarkt kein Zweifel. Weitere Informationen zum ILE Zukunftsregion Rupertiwinkel e.V. sind abrufbar unter https://www.wagingersee-rupertiwinkel.de/. Ein Video zum Modellprojekt „Bauernrat“ gibt es auf YouTube.

Pressemitteilung Amt für Ländliche Entwicklung Oberbayern

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