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Förderverein Kirchenmusik Waging am See

Wenig Veränderung bei Neuwahlen – doch wann kommt die neue Orgel?

Vorstandschaft: (v.l.n.r.): Helmut Loipfinger, Pfarrer Andreas Ager,  Hans Unterreiner, Christl Heiß, Annemarie Geierstanger, Michael Müller.
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Vorstandschaft: (v.l.n.r.): Helmut Loipfinger, Pfarrer Andreas Ager, Hans Unterreiner, Christl Heiß, Annemarie Geierstanger, Michael Müller.

Der Förderverein Kirchenmusik Waging am See hat bei den turnusmäßigen Neuwahlen bis auf eine Position die Vorstandsmitglieder im Amt bestätigt.

Waging am See – 1. Vorsitzender bleibt Helmut Loipfinger. Als 2. Vorstand wurde Hans Unterreiner einstimmig gewählt. Er übernimmt das Amt von Klaus Spiegelsberger, der sich aus beruflichen Gründen nicht zur Wiederwahl gestellt hat. Kassierin bleibt wie bisher Annemarie Geierstanger, während Christl Heiß das Amt der Schriftführerin weiterhin innehat. Pfarrer Andreas Ager und Kirchenmusiker Michael Müller sind von Amts wegen Mitglieder des Vorstands. Kassenprüfer bleibt Reinhold Obermaier.

Trotz Schattendasein: Förderverein unentbehrlich

Der Förderverein Kirchenmusik hat derzeit 110 Mitglieder. „Der Nachwuchs ist rar“ stellte der neue und alte Vorstand Helmut Loipfinger fest und warb gleich um neue Mitglieder – auch bei den beiden anwesenden Gemeinderatsmitgliederun um 3. Bürgermeisterin Christine Rehrl und Kultureferentin Barbara Krautenbacher. Denn der 2003 gegründete Verein führe zwar ein Schattendasein, sei aber für die kirchenmusikalische Arbeit in der Pfarrei St. Martin unentbehrlich geworden. Seit der Gründung wurden rund 32.000 Euro dafür ausgegeben, die jahrzehntelange Tradition der Kirchenmusik in Waging zu unterstützen, und zwar für alle Gesangs- und Instrumentalgruppen in der Pfarrei.

„Wir sind kein Kirchenchorverein, sondern ein Förderverein für Kirchenmusik und das schließt alle ein, die zur Kirchenmusik beitragen“, so Loipfinger in seinem Bericht. Denn Musik schaffe Räume der Begegnung und mache auf unsichtbare Weise Gemeinschaft. Kirchenmusik sei ein Kulturgut, das keine Worte braucht und dennoch die Herzen der Menschen berührt. Wie wohltuend und auflockernd Musik sein kann, erlebten die Anwesenden auch an diesem Abend, den der Kirchenchor Waging mit den Liedern „Will niemand singen, so sing aber ich“ und „Selig seid ihr“ musikalisch begleitete. 

Andacht für verstorbene Mitglieder – Kassenberichte ohne Beanstandung

Gleich zu Beginn der Versammlung gedachten die Anwesenden der vierzehn Mitglieder des Fördervereins, die seit 2019  verstorben sind, darunter der ehemalige 2. Vorsitzende Hans Maier und die langjährigen Chorsänger, Anneliese Metz und Adi Pirchner. Annemarie Geierstanger hat die Kassenberichte für die Jahre 2019, 2020 und 2021 vorgetragen, indem sie die wichtigsten Posten bei Ein- und Ausgaben auflistete. Bei den Einnahmen sind die Mitgliedsbeiträge der wichtigste Posten, Ausgaben entstehen für Notenanschaffung und Musiker. Kassenprüfer Reinhold Obernaier stellte fest, dass es in der Kassenführung nichts zu beanstanden gibt. Seinem Vorschlag zur Entlastung der Vorstandschaft stimmte alle Anwesenden zu.

Corona machte zu Schaffen

In seinem ausführlichen Bericht zur Situation der Kirchenmusik in Waging ging Kirchenemusiker Michael Müller auf die coronabedingten Auf und Ab’s bei Chorproben und musikalischen Gestaltungen der Gottesdienste ein. Es sei für alle eine schwierige Zeit gewesen, der Wunsch, singen zu dürfen, sei trotz Verbot immer präsent gewesen. Zusätzlich erschwert worden sei die Situation durch die statischen Probleme bei der zweiten Orgelempore, die wegen Einsturzgefahr nur von maximal zehn Personen gemeinsam betreten werden darf.

Kirchenmusiker Müller „gräbt“ so manchen Schatz aus

Müller hat die durch Corona aufgezwungene Pausenzeit genutzt, um im Notenarchiv des Kirchenchores zu stöbern und hat dabei so manchen Schatz „ausgegraben“, der in Zukunft zur Aufführung kommen soll. Von den musikalischen Gruppierungen in Waging hat es der Kinderchor nicht geschafft, nach der Coronazeit weiterzumachen, ebenso wie der Firmelternchor. Der Kolpingjugend-Singkreis probt wieder, allerdings ist die Fluktuation auch generationsbedingt groß. Kirchenchor und Beerdigungschor sind aus der Krise gut zurückgekommen und proben wieder. Das Kirchenorchester Waging bleibt eine fixe Institution und kann sich auch über Zuwachs freuen.

Kommt die neue Orgel?

Zur neuen Orgel hatte Müller erfreuliche Nachrichten, denn der Finanzierungsplan steht und die Hürde von fünfzig Prozent Kapital ist genommen, sodass jetzt auf den Orgelvertrag hingearbeitet werden kann. Spenden sind nach wie vor erbeten und notwendig. Jetzt stehen weitere Verhandlungen mit dem Denkmalschutz an. In ersten Sondierungen hat das Denkmalschutzamt die Herausnahme der zweiten Empore nicht ausgeschlossen. Der Orgelbauer, die Firma Klais aus Bonn, stehe inzwischen auch fest. Michael Müller bedankte sich bei dem Förderverein für die Unterstützung und stellte abschließend fest: „Umso bunter die Musik, umso mehr Menschen kann man damit ansprechen“.  

Pfarrer Ager: Waging kommt ohne CDs aus

Das letzte Wort hatte Pfarrer Andreas Ager, der sich bei Kirchenmusiker Müller für das vielfältige musikalische Angebot in der Gemeinde bedankte. Er sei froh, dass dadurch der Einsatz von CD’s in Waging nicht notwendig sei. Er dankte auch dem Kirchenchor, den er „Auferstehungschor“ nannte, weil er nach Corona wieder auferstanden sei und jetzt in neuer Güte erklinge. 

Zum Abschluss wies Kirchpfleger Hans Unterreiner auf den Adventsmarkt des Katholischen Frauenbundes in Waging am Samstag, den 26. November hin, bei dem auch der Förderverein einen Stand hat.

kon

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