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„Großbrand in Lagerhalle“

Freiwillige Feuerwehr Waging am See trainiert für den Ernstfall

Freiwillige Feuerwehr Waging am See trainiert für den Ernstfall
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Führungskräftefortbildung - Verkehrsunfall.

„Dachstuhlbrand in einem Wohngebiet, zwei Personen im Gebäude“ - so lautete eine der zahlreichen Einsatzmeldungen beim zweitägigen Führungskräftesimulationstraining der Feuerwehr Waging am See.

Pressemitteilung im Wortlaut:

Waging am See - Beim zweitägigen Führungskräftesimulationstraining der Gruppen- und Zugführer der Waginger Feuerwehr war nicht das handwerkliche Können mit den Gerätschaften gefragt, sondern das Treffen taktische Entscheidungen, welche im Feuerwehreinsatz auf Führungsebene gefragt sind.

„Großbrand in Lagerhalle“ - Feuerwehr trainiert für den Ernstfall

Führungskräftefortbildung der Freiwilligen Feuerwehr Waging am See
Führungskräftefortbildung der Freiwilligen Feuerwehr Waging am See © Thomas Pfeffer, FF Waging am See
Führungskräftefortbildung der Freiwilligen Feuerwehr Waging am See
Führungskräftefortbildung der Freiwilligen Feuerwehr Waging am See © Thomas Pfeffer, FF Waging am See
Führungskräftefortbildung der Freiwilligen Feuerwehr Waging am See
Führungskräftefortbildung der Freiwilligen Feuerwehr Waging am See © Thomas Pfeffer, FF Waging am See
Führungskräftefortbildung der Freiwilligen Feuerwehr Waging am See
Führungskräftefortbildung der Freiwilligen Feuerwehr Waging am See © Thomas Pfeffer, FF Waging am See
Führungskräftefortbildung der Freiwilligen Feuerwehr Waging am See
Führungskräftefortbildung der Freiwilligen Feuerwehr Waging am See © Thomas Pfeffer, FF Waging am See
Führungskräftefortbildung der Freiwilligen Feuerwehr Waging am See
Führungskräftefortbildung der Freiwilligen Feuerwehr Waging am See © Thomas Pfeffer, FF Waging am See

Als Ausbilder konnte Albert Kreutmayr, der Sachgebietsleiter Fahrzeugtechnik bei der Berufsfeuerwehr
Augsburg und Zugführer der Freiwilligen Feuerwehr Dasing gewonnen werden. Kreutmayr ist bereits ein „alter Bekannter“ in Waging, der in den vergangenen Jahren bereits mehrere verschiedene Ausbildungen in Waging abhielt. Die Ausbildungsinhalte erarbeitete Kreutmayr gemeinsam mit Anton Groschack, welcher Zugführer bei der Waginger Feuerwehr und Leiter der Integrierten Leitstelle in Traunstein ist, gemeinsam aus.

Die simulierten Einsatzlagen wurden an der Planspielplatte dargestellt. Um die einzelnen Szenarien besser visualisieren zu können, wurden den Teilnehmern Fotos eingespielt und eine Alarmdepesche mit den alarmierten Einheiten als Arbeitsgrundlage an die Hand gegeben. Ein Gruppenführer befehligt die taktische Einheit einer Gruppe, welche aus neun Einsatzkräften besteht, und ist somit „Chef“ eines Fahrzeuges wie einem Löschgruppenfahrzeug, oder einem Tanklöschfahrzeug. Um am Einsatzort kenntlich zu sein, trägt dieser eine blaue Funktionsweste.

Der Zugführer führt im Ernstfall einen Zug, welcher in der Regel aus zwei Gruppen und einem sogenannten Zugtrupp besteht. Dieser Lösch- oder auch Rüstzug besteht beispielsweise aus einem Einsatzleitwagen, zwei Löschfahrzeugen und einer Drehleiter. Ein Zugführer trägt im Einsatz eine rote Funktionsweste und die Gruppenführer sind ihm in der Befehlsstruktur unterstellt. Um diese Funktion ausführen zu können sind neben diversen Grundausbildungen auch weiterführende Lehrgänge an den Staatlichen Feuerwehrschulen in Geretsried, Regensburg oder Würzburg verpflichtend.

Neben den beiden Kommandanten Michel Schramke und Sebastian Kamml jun. nahmen die Führungskräfte Anton Groschack, Marco Haberstetter, Maximilian Huber, Adrian Kolb, Andreas Ostermann, Thomas Pfeffer, Martin Pöllner und Alexander Ruschak am Simulationstraining teil.

Der Führungsvorgang ist ein zielgerichteter, immer wiederkehrender und in sich geschlossener Denk- und Handlungsablauf, bei welchem Entscheidungen vorbereitet und umgesetzt werden. Sinngemäß sind die richtigen Einsatzmittel, zur richtigen Zeit und am richtigen Ort einzusetzen. Um einen Einsatzauftrag nicht nur nach Gefühl und Erfahrung zu erfüllen, muss ein Ablaufschema zur Verfügung stehen. Dieses Schema wird in der Feuerwehr „Führungskreislauf“ genannt. Nach Eintreffen an der Einsatzstelle erfolgt zuerst die Erkundung. Anschließend werden die Erkundungsergebnisse zusammengefasst und festgelegt, welche Gefahr als erstes beseitigt werden muss.

In der folgenden Befehlsgebungsphase werden Einsatzaufträge an die Gruppenführer beziehungsweise die Mannschaft erteilt. Im weiteren Einsatzverlauf muss laufend kontrolliert werden, ob die angeordneten Maßnahmen wirksam sind. Unter Einhaltung der derzeitigen Hygienemaßnahmen vertieften die Führungskräfte der heimischen Feuerwehr ihre Kenntnisse, um künftig noch sicherer handeln zu können. Auch konnten neue Tipps und Ratschläge für die Praxis, sowie alternative Vorgehensweisen erarbeitet werden.

Durchgeübt wurden verschiedenste Einsatzszenarien vom schweren Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person, über den Brand einer Mülltonne, einer Notfall-Türöffnung, ein Wasseraustritt aus einer Wohnung, Brand eines Baumhauses, ein umgestürzter Baum auf einem Auto, ein Gefahrgutunfall mit ungesicherter Ladung und der Brand eines Fahrzeuges mit Elektroantrieb und ein Wohnhausbrand mit zwei vermissten Personen. Den „krönenden“ Abschluss bildete die Lage bei einem Großbrand einer Lagerhalle mit zwei Löschzügen.

Als Erkenntnis und positives Fazit aus der zweitägigen Schulung konnten die gemeinschaftliche Arbeit und die notwendige Kommunikation an der Einsatzstelle, wichtige Lagemeldungen an die Leitstelle, korrekte Befehlsgabe, sowie die Arbeit der Führungskräfte als Team gewonnen, beziehungsweise gefestigt werden.

Pressemitteilung Feuerwehr Waging am See

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