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Straßen und Verkehr beschäftigen den Gemeinderat Waging

Tempo 30 für gesamten Ort im Gespräch - Zahlreiche Fragen bei Instandsetzung offen

Die Ampel an der Einmündung Salzburgerstrasse in Waging.
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Die Ampel an der Einmündung Salzburgerstraße in Waging.

Sollen die drei Ampeln an der ST2105 um Waging in der Nacht abgeschaltet werden oder nicht? Neben anderem beschäftigte auch diese Frage den Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung. Auch das Thema Tempo 30 stand an sowie zwei Grundsatzentscheidungen zum Ausbau von Gemeindestraßen.

Waging am See - In der Novembersitzung hatte der Marktgemeinderat eine mögliche Nachtabschaltung der Ampelanlage an der Einmündung der Martinstraße in die Staatsstraße 2105 angesprochen. Eine Nachfrage beim staatlichen Bauamt hat mittlerweile ergeben, dass eine Abschaltung möglich ist, wenn dadurch aufgrund der Unfallzahlen in der Vergangenheit kein erhöhtes Unfallrisiko zu erwarten ist.

Allerdings muss laut Vorschrift an der untergeordneten Straße ein gelbes Blinklicht leuchten, um die Fahrzeuglenker auf die Vorfahrtstraße hinzuweisen. Der Effekt der Stromeinsparung ist aufgrund der Erfahrungen an anderen Kreuzungen sehr gering. Außerdem wies das staatliche Bauamt darauf hin, dass anzustreben sei, für die drei Ampeln an der St2105 eine einheitliche Lösung anzustreben.

Bürgermeister Baderhuber informierte der Gemeinderat, dass die Verkehrsbehörde von einer solchen Abschaltung abrät, weil die Ampeln erst seit relativ kurzer Zeit installiert sind und sich auch ein gewisser Gewöhnungseffekt einstellen sollte. Der Gemeinderat hat nach kurzer Diskussion beschlossen, auf die Nachtabschaltung vorerst zu verzichten. Die Gemeinde wird somit den Antrag zur Nachtabschaltung beim staatlichen Bauamt nicht stellen.

Tempo 30 für mehr Sicherheit für Schulkinder

Die Fraktion ÖDP/Freie Wähler hat einen Antrag auf Begrenzung der Geschwindigkeit auf 30 km/h für die Martinsstraße und die Weixlerstraße sowie den dazwischen liegenden Abschnitt der Bahnhofstraße beantragt. Als Begründung wird die Zunahme des Lkw-Verkehrs, darunter auch des Schwerlastverkehrs in diesem Bereich angeführt, was den Schulweg für Kinder und Jugendlichen besonders gefährlich macht.

Die Geschwindigkeitsbeschränkung solle als Zwischenziel angesehen werden, langfristig müsse ein sicheres Radwegenetz für Schulkinder geschaffen werden. Die Gemeinderäte befürworteten den Antrag, regten aber auch an prüfen zu lassen, ob nicht im gesamten Ortsbereich von Waging Tempo 30 eingeführt werden kann

Neben der Martinsstraße ist die Gemeindestraße Waging – Otting die zweitwichtigste Zufahrtsstraße, vor allem für LKWs, nach Waging. Die Straße ist im Bereich des Weilers Plosau stark reparaturbedürftig. Der schlechte Zustand und die geringe Fahrbahnbreite erfordern an einzelnen Streckenabschnitten für eine zweispurige Befahrung ein besonderes fahrerisches Geschick. Beim landwirtschaftlichen Anwesen „Stöger“ liegt die Straße bis auf wenige Meter an. Laut Straßenbaureferent Georg Seehuber kam es in der Vergangenheit schon zu diversen Unfällen mit unterschiedlichstem Ausgang. 

Instandsetzung schwierig aus verschiedenen Gründen

Die Verbesserung der Situation gestaltet sich schwierig. So war eine bereits vor Jahren angedachte weiträumige Verlegung der Straße aus verschiedenen Gründen nicht realisierbar. Die Sanierung der alten Fahrbahn gestaltet sich auch sehr aufwendig, vor allem aber gibt es hier zu wenig gemeindlichen Grund für eine zukunftsfähige Instandsetzung. Die Verwaltung hat jetzt nach Lösungen aus dem Dilemma gesucht und dafür auch Vorgespräche mit dem notwendigen Grundeigentümer geführt.

Am realistischsten unter dem Gesichtspunkt der Umsetzung und der Kosten erscheint derzeit eine Variante, die neben der Entschärfung der vorhandenen 90° Schikane östlich des Weilers Plosau, ein mögliches Abrücken der Straße als Neubau in Richtung Süden auf einer Strecke von rund 500 Metern beinhaltet. Nach ersten groben Schätzungen, unter der Annahme „normaler Baubedingungen“ könnte eine solche Maßnahme die Marktgemeinde rund 680.000 Euro kosten. Der Gemeinderat beschloss, diese Variante weiterzuverfolgen. 

Notwendige Maßnahmen für Straße von Waging nach St. Leonhard

Auch die Straße von Waging nach St. Leonhard, genauer gesagt zwischen dem Asphaltstockplatz bis zum Weiler Haslach, ist in einem schlechten Zustand und sollte, so der Vorschlag der Verwaltung, zwingend in den nächsten beiden Jahren im Zuge des Straßenleichtausbaus von Waging saniert werden.

Neben Senkstellen in der Fahrbahn und Ausmagerungen in der Deckschicht, haben die vermehrt auftretenden Starkregen regelmäßig großflächige Bankettschäden verursacht. Der Gemeinderat ist grundsätzlich der Meinung, dass diese Maßnahme notwendig sei. Vorab müssten aber noch die dafür anfallenden Kosten und deren Bereitstellung geklärt werden.

kon

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