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Heiß diskutiertes Thema

Tempo 30 ja oder nein? Die Geppinger Straße in Waging erhitzt weiterhin die Gemüter

Tempo 30 an der Ecke Weixlerstraße und Geppinger Straße?
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Tempo 30 an der Ecke Weixlerstraße und Geppinger Straße?

Diese zwar übersichtliche Stelle (an der Laterne) an der Geppinger Straße bei der Wäscherei Schwangler ist aktuell Anlass von kontrovers geführten Diskussionen über eine Geschwindigkeitsreduzierung in der Marktgemeinde Waging am See, weil hier viele Fußgänger und vor allem auch Kinder die Straße überqueren müssen, um in die Ortsmitte oder in die Schule zu kommen.

Waging am See - Kontrovers deshalb, weil auf der einen Seite die allgemeine Lebensqualität und Verkehrssicherheit so hoch wie möglich sein soll- auf der anderen Seite aber die Mobilität von Bevölkerung und Wirtschaft nicht behindert werden soll.

Die Geppinger Straße macht hier einen Schwenk und führt über die Brücke, ab der ohnehin schon ein Stück weit 30 Kilometer pro Stunde (bis zu den Aufhebungszeichen in beide Richtungen) als Höchstgeschwindigkeit gilt, weiter in Richtung Gepping und Holzleiten sowie zu dicht bewohnten Siedlungen, die in den letzten Jahren auch größer geworden sind. An der Abbiegestelle beginnt die Weixlerstraße, an deren Ende im Einmündungsbereich in die Bahnhofstraße zurzeit ein neuer Kindergarten, eine Gefahrenstelle entsteht, der nochmals für mehr Autos, Fußgänger und Radfahrer sorgen wird und deshalb ebenfalls Anlass für eine Forderung nach einer Geschwindigkeitsreduzierung ist.

Viele Mitarbeiter überqueren die Straße

Bei der Weixlerstraße handelt es sich aber um eine vorfahrtsberechtigte Achse, die von der überörtlichen Bahnhofstraße/ Ottinger Straße abführt. Die Bahnhofstraße ist wiederum essenziell für den Durchgangsverkehr. Etwa auf halber Höhe der Weixlerstraße bei der Einfahrt zur Privatkäserei Bergader überqueren viele Mitarbeiter des Unternehmens die Straße. Gerade in den Wintermonaten, wenn es lange dunkel ist, und besonders bei Schichtwechsel in den frühen Morgen- und den späten Abendstunden werden diese oft sehr spät von Fahrzeugen wahrgenommen, was auch nicht ganz ungefährlich sein dürfte.

Seit die neuen Siedlungen an der Geppinger Straße, der Alte Salzweg und der Steghäuslweg mit vielen jungen Familien bewohnt sind, gibt es vermehrt kleine Schüler und Schülerinnen, die die Stelle an der Brücke, bei der Straßenlaterne überqueren, um zur Schule zu gelangen. Auf der viel befahrenen Weixlerstraße konzentriert sich auch der gesamte Schülerverkehr in Richtung Bahnhof.

Gerade in den Morgenstunden sind hier aber viele Autofahrer, besonders auch aus den Siedlungen unterwegs, die zur Arbeit müssen. Die Kinder an der Ecke Weixler- und Geppinger Straße sind angehalten, vier verschiedene Richtungen im Blick zu haben, aus denen Fahrzeuge kommen können. Während sie dicht an der Fahrspur warten, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als sich mehrfach umzudrehen und umherzublicken, während die Autos vorbeirollen. Besonders wenn mehrere Kinder beieinanderstehen, vermitteln sie den Eindruck, sie würden sich einfach nur in der Gegend umschauen. Denn sie müssen die Geppinger Straße aus beiden Richtungen, die Weixler Straße (in Richtung Seestraße) und den Parkplatz bei der Privatkäserei Bergader ins Visier nehmen.

Tempolimit soll kommen

Daher wünschen sich einige Anwohner und vor allem auch die Eltern vieler Schulkinder, dass hier langsamer gefahren werden solle. Sie halten es für angebracht, dass die Gemeinde an der Ecke Weixler- und Geppinger Straße ein Tempolimit einführt, sodass die Fahrzeuge nur noch mit maximal 30 Kilometern pro Stunde unterwegs sein dürfen.

Nach Informationen der Tagezeitung läuft aktuell eine von Eltern und Befürwortern initiierte Unterschriftenaktion. Die Liste mit den Unterschriften soll dann Bürgermeister Matthias Baderhuber zeitnah übergeben werden. Denn der Antrag von Rehrl steht zur weiteren Beratung im Gemeinderat an. Diese wird für Donnerstag, den 8. Dezember, anberaumt.

Den entsprechenden Antrag, um für den Abschnitt der Geppinger Straße zwischen Seestraße und Weixler Straße, die gesamte Weixlerstraße sowie für weitere stark frequentierte gemeindliche Straßen in der Marktgemeinde Geschwindigkeitsbegrenzungen zu erwirken, stellte schon vor einiger Zeit die dritte Bürgermeisterin der Marktgemeinde, Christine Rehrl. Eine Verkehrsschau, die daraufhin vorgenommen worden ist, kam aber zu dem Ergebnis, dass es weder für den Abschnitt an der Ecke Geppinger-/ Weixlerstraße noch für den weiteren Verlauf der Weixlerstraße einen Handlungsbedarf gibt.

Verkehrsbehörden stellen sich quer

Die Verkehrsbehörden vertreten die Ansicht, dass ein Absenken der Geschwindigkeit nicht nötig sei. Sie entkräfteten ein signifikant erhöhtes Unfallrisiko. Und die Unfallhäufigkeit ist die zentrale Messgröße für Verkehrssicherheit. Da es sich um eine Gemeindestraße handelt, liegt die Zuständigkeit bei der Marktgemeinde Waging. Die Untere Verkehrsbehörde hat hier lediglich eine beratende Funktion.

Die Polizei und die Verkehrsbehörden sind an verkehrsrechtliche Vorgaben gebunden. Denn die Straßenverkehrsordnung (StVO) regelt für sämtliche Straßen der Bundesrepublik die Bestimmungen für den Verkehr. Dort ist beispielsweise niedergeschrieben, dass die Lenker von Fahrzeugen ihre Geschwindigkeit jederzeit an die aktuellen Wetter- und Sichtverhältnisse anpassen müssen. Oder dass die Geschwindigkeit innerhalb von Ortschaften 50 Kilometer pro Stunde nicht überschreiten darf.

Bislang regelt die StVO auch, dass eine Kommune die Reduzierung nicht ohne Grund anordnen darf. Insbesondere bei Straßen mit Durchgangsverkehr ist das nur zulässig, wenn besondere Gefahren oder Lärmbelästigungen nachgewiesen sind. Das heißt, Straße ist nicht gleich Straße. Es kommt auch darauf an, wie wichtig die Straßen für den überregionalen Verkehr sind. Die Gemeinde muss also die rechtlichen Voraussetzungen für Tempo 30 ausloten.

Zahlreiche Eltern von Schul- und Kindergartenkindern und andere Befürworter des langsameren Fahrens sehen an der Ecke Weixlerstraße und Geppinger Straße eine Gefahrenstelle. Daher haben sie sich der Meinung von Christine Rehrl angeschlossen und sammeln aktuell Unterschriften.

Caruso

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