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Trotz skeptischer Stimmen

Waging am See wagt einen Versuch mit dem „Vario-Bus“

Der Vario-Bus kann in den nächsten drei Jahren an Werktagen ab 7 Uhr bis 21 Uhr genutzt werden.
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Auch kleine Ortsteile wie Buch könnten von dem Vario-Bus angefahren werden.

Auch wenn sich einige Stimmen in Waging skeptisch dem flexiblen Rufbus äußerten, bekommt der flexible Rufus eine Chance und darf für die nächsten drei Jahre an den Werktagen von früh bis abends die Menschen befördern. Doch wird sich der Bus sich in der „Probezeit“ bewähren?

Waging am See Nun will auch Waging dem Vario-Bus beitreten, zunächst für drei Jahre. Die Feinsterschließung sowie die Bedienzeiten für das flexible Rufbusangebot hätten sich verbessert, so die Meinung im Gemeinderat. Das Gremium hat zugestimmt, dass eine Ausschreibung des Vario-Bus-Nachfolgemodells durch den Landkreis Trauntein durchgeführt werden soll.

Alleine in Waging über 60 Haltestellen

Der Vario-Bus ist als das erste im Landkreis eingeführte Bedarfsverkehrssystem seit neun Jahren in den Gemeinden Fridolfing, Kirchanschöring, Tittmoning und Taching unterwegs. Als vor vier die Förderung auslief, wurde der Betrieb nur auf fünf Wochentage reduziert. Danach wurde nach Lösungen gesucht, um das Rufbussystem zu verbessern, um es auch zukünftig weiter betreiben zu können. Die Betriebszeiten sollten wieder ausgeweitet, die Buchungsmöglichkeiten durch Digitalisierung verbessert, die Tarifgestaltung überprüft und das Gebiet um weitere Gemeinden und Haltestellen erweitert werden.

Welche Kosten treten auf?

Die Gebietserweiterung umfasst die Gemeinden Petting, Wonneberg und Waging am See, wo der Bus bisher zweimal am Tag den Bahnhof Waging bedient. Im Zuge der Erweiterung sind für die Feinsterschließung insgesamt 400 Haltestellen vorgesehen, davon allein in Waging über 60. Insgesamt wird mit jährlichen Gesamtkosten von rund 400.000 Euro gerechnet, von denen auf die beteiligten Kommunen 166.000 fallen. Zwanzig Prozent davon werden als Sockelbetrag auf die sieben beteiligten Gemeinden verteilt, achtzig Prozent werden gewichtet nach Anzahl der Nutzer zwischen den Kommunen aufgeteilt.

Als Nutzer wird die Anzahl der zugestiegenen Fahrgäste gewertet. Auf dieser Basis ergeben sich nach Grobschätzung für Waging rund 40.000 Euro Kosten im Jahr. Die von der Regierung von Oberbayern in Aussicht gestellte Förderung von 35 Prozent ist hier noch nicht berücksichtigt. Bei den Preisen wird es eine Staffelung geben je nach Emtfernungskilometern in fünfer Schritten beginnend mit null bis fünf Kilometer. Die Kosten betragen zwei Euro für die erste Zone und sechs Euro für die Zone vier (über 15 Kilometer). Mehrfachkarten und Fahrten für Kinder sind ermäßigt. Der Bus wird täglich zwischen 7 und 21 Uhr verkehren.

„Wir sollten es ausprobieren“

Der Bus wird sich nicht tragen, es sei aber ein wichtiger Schritt, um den öffentlichen Nahverkehr zu stärken, so die allgemeine Meinung der Gemeinderäte. Ökologisch sei es dennoch etwas problematisch, weil Leerfahrten möglich sind. Kritik gab es an den zu hohen Preisen. Gemeinderätin Stefanie Schmeiduch hätte es lieber gesehen, wenn der Landkreis in den öffentlichen Nahverkehr mehr investiert hätte, dennoch meinte sie „Wir sollten es ausprobieren“.

Es sei ein guter Wille, so Rat Walter Wimmer, er habe aber seine Zweifel, dass man damit und bei diesen Preisen Leute aus dem Auto herausbringen werde. Gemeinderat Georg Huber meinte, dass es schwierig sei, ein Konstrukt zu haben, dass so günstig ist, dass es von den Bürgern genutzt wird aber für die Kommunen nicht zu teuer, damit sie es noch schultern können. Er sieht den Vario-Bus auch für die Touristen von Vorteil.

Vario-Bus soll einen neuen Namen bekommen

Rat Markus Schneckenpointner wies darauf hin, dass der Konflikt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln durch die Einführung des flexiblen Busses vermieden werden muss. Dem stimmte 2. Bürgermeister Martin Dandl zu und wies gleichzeitig darauf hin, dass der Rufbus Menschen ab 60 und Behinderte von zu Hause abholen würde. Auf jeden Fall müsse man für den flexiblen Bus Werbung machen, damit er bei den Menschen ankommt. In diesem Zusammenhang schlug 3. Bürgermeisterin Christine Rehrl vor, den sperrigen Namen „Vario-Bus“ zu ändern, um ihn attraktiver und geläufiger zu machen.

Den Vorschlag von Rat Josef Ertl, den Beitritt auf vorerst ein Jahr zu begrenzen, wies Bürgermeister Matthias Baderhuber zurück. An den vorgestellten Bedingungen könnte keine Änderungen mehr vorgenommen werden.

kon

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