Er muss aber noch eine zusätzliche Hürde nehmen

Nächster Waginger Bürgermeister-Kandidat wirft Hut in den Ring

+
Für UGW-Gemeinderat und TSV-Vorstand Beppo Hofmann müssen in den kommenden drei Wochen aber noch 120 Waginger im Rathaus unterschreiben, damit er kandidieren kann. 
  • schließen

Waging - Jetzt ist der nächste Kandidat nominiert: TSV-Vorstand Beppo Hofmann will Bürgermeister werden. Doch damit er antreten kann, muss er noch eine zusätzliche Aufgabe meistern.

"Ich will Bürgermeister werden und das Gesicht der Gemeinde mitprägen", sagt Beppo Hofmann selbstbewusst. Am Montagabend wurde er von rund 40 Wagingern im Unterwirt zum Bürgermeister-Kandidaten der Fraktion "Unabhängige Gruppierung Waging" (UGW) nominiert. Damit gibt es neben Matthias Baderhuber (CSU) jetzt wahrscheinlich einen zweiten Kandidaten für die Wahl am 17. Februar 2019. 

"Bei vielen Ideen fehlt's an der Umsetzung"

Beppo Hofmann wohnt am Mühlberg, hat zwei Kinder, ist gelernter Zimmerermeister und arbeitet als Bautechniker. Im Nebenerwerb hat Hofmann zusätzlich eine Landwirtschaft. Seit zehn Jahren ist er Gemeinderat, seit neun Jahren Vorstand des TSV Waging. "Ich will aus den Einrichtungen der Gemeinde Kompetenzzentren schaffen, wo man verstanden wird und wo einem geholfen wird. Die Leute sollen sagen, 'das ist meine Verwaltung'", so Hofmann. 

Willi Reiter (links) und Hofmann am Montagabend im Unterwirt.

"Bei vielen Ideen fehlt's einfach an der Umsetzung", meinte Hofmann und nannte die Mittelschulaula und die Staatsstraßen als Beispiele. "Bei der Aula kommen wir nicht vom Fleck. Da sollte auch eine Turnhalle miteingebunden werden. Ich habe Pläne im Kopf, wie das ganze Areal in ein paar Jahren ausschauen könnte." Bei den Staatsstraßen kam Hofmann auf einen tödlichen Unfall im Sommer bei Gaden zu sprechen: "Ein Gadener wandte sich dann schriftlich an die Gemeinde, aber da wird nicht nachgetan." Auch die von Sepp Daxenberger angestoßene Energieautarkie solle man sich wieder in Erinnerung rufen.

120 Waginger müssen im Rathaus noch für Hofmann unterschreiben

Um am 17. Februar fix antreten zu können, müssen für Hofmann allerdings noch 120 Waginger im Rathaus unterschreiben. Seine UGW-Fraktion mit Uli Heigermoser und Willi Reiter trat nämlich nicht schon zu den vorigen Kommunalwahlen an, sondern trennte sich erst vor einem Jahr von den Freien Wählern - die bayerischen Wahlgesetze verlangen die Unterschriften. "Unverständlich, vor allem, wenn jemand schon zehn Jahre im Gemeinderat ist", so Reiter. Ab Donnerstag kann im Rathaus unterschrieben werden, laut Willi Reiter läuft die Frist bis 7. Januar.

Huber (ÖDP) und Dandl (FW) treten nicht an

Am Dienstagabend um 19.30 Uhr wollen dann die Grünen Walter Wimmer als ihren Kandidaten für die Bürgermeisterwahl nominieren. Die Versammlung findet ebenfalls im Unterwirt statt. ÖDP-Gemeinderat Georg Huber  erklärte am Montagabend im Gespräch mit chiemgau24.de dagegen, dass er bei den kommenden Wahlen nicht kandidieren wolle. 2014 erreichte er zuletzt neun Prozent der Stimmen. Mit Blick auf die Wimmer-Kandidatur betonte er die Wichtigkeit, dass ein Kandidat des ökologischen Lagers antrete. Vorige Woche verzichtete auch schon FW-Fraktionsvorsitzender Martin Dandl, es bei der Bürgermeisterwahl zu versuchen

Der neue Waginger Bürgermeister wird am 17. Februar 2019 gewählt. Er wird dann bis 2026 im Amt sein. Die Ergebnisse bei den vergangenen beiden Bürgermeisterwahlen in Waging waren eindeutig: 2008 holte Herbert Häusl (Freie Wähler) 62,4 Prozent der Stimmen, 2014 waren es immerhin noch gut 58 Prozent. Die zweitplatzierten Kandidaten waren jeweils mit gut 20 Prozent abgeschlagen. 2008 war Hans Kern für die Grünen Zweiter, 2014 Christian Reiter für die CSU.

xe

Zurück zur Übersicht: Waging am See

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT