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Zahlreiche Anliegen von Bürgern

Senioren-Bürgerversammlung 2022 in Waging: Sicherheit im Straßenverkehr, Umbau der Schule und mehr

Das Interesse an dem, was in der Gemeinde in den letzten beiden Jahren passiert ist, war groß. 
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Das Interesse an dem, was in der Gemeinde in den letzten beiden Jahren passiert ist, war groß. 

Zu der diesjährigen Bürgerversammlung der Senioren in den Pfarrheimsaal waren zwar weniger Bürgerinnen und Bürger gekommen als vor der Pandemie, das Interesse an dem, was in der Gemeinde in den letzten beiden Jahren passiert ist, war aber groß. 

Waging am See – Bürgermeister Matthias Baderhuber ging in seinem monatsweise gegliederten Bericht auf wichtige Geschehnisse in der Gemeinde ein und stellte sich anschließend den Fragen der Anwesenden. Ganz vorne stand dabei das Thema der Sicherheit im innerörtlichen Strassenverkehr. So schlug Josef Geierstanger als erster Redner vor, in der Traunsteiner Straße die Geschwindigkeit von jetzt 50 km/h auf 30 km/h zu beschränken. 50 sei zu viel und für die Fußgänger eine Gefahr.

Josef Geierstanger

In die gleiche Kerbe schlug Ludwig Maier, nur diesmal für die Bahnhofstraße. Ortsverkehr, Durchgangsverkehr vor allem nach Traunreut, Schwerlaster, die zur Käserei Bergader fahren aber auch die schweren landwirtschaftlichen Maschinen führen dazu, dass die Leute und vor allem auch die Kinder nicht mehr über die Straße gehen können. Dazu kommt, dass die Radler auf dem Fussweg fahren und so eine weitere Gefahr für die Fußgänger darstellen.

Ludwig Maier

Neben der Einführung von Tempo 30 forderte Maier die Anlage mehrerer Querungshilfen an dieser Straße. „Noch ist der Verkehr flüssig – für die Fußgänger viel zu flüssig“ so sein Fazit. Zu beiden Wortmeldungen antwortete Bürgermeister Baderhuber, dass für eine Entscheidung zur Geschwindigkeitsbegrenzung die Verkehrsbehörde miteinbezogen werden müsse. Man würde sich die Situation vor Ort nochmal gemeinsam mit der Behörde ansehen. In der Bahnhofsstraße seien Querungshilfen bereits abgelehnt worden, weil nicht genügend Passanten die Straße selbst in den Zeiten des Höchstverkehrs überqueren. Dazu gäbe es genaue Vorschriften. 

Trotzdem mahnte Ludwig Maier dranzubleiben, denn es sei nur eine Frage der Zeit, bis ein schwerer Unfall passiert, dann sei es zu spät. Josef Geierstanger kritisierte auch die derzeitige Situation am Bahnhof in Waging, wo ein Parken oder Anhalten für Autofahrer unmöglich sei und fragte nach den Plänen, um die Situation endlich zu verbessern. Der Bahnhof gehöre nicht der Gemeinde, die Öffentlichkeit habe für den Bahnsteig nur ein Wegerecht. Da man daran derzeit nichts ändern könne, habe der Gemeinderat beschlossen, den Festplatz herzurichten, so dass man dort parken kann und von dort bis zum Bahnhof gehen kann, Auch öffentliche Toiletten sollen dort eingerichtet werden. Die Planungen seien bereits in Auftrag gegeben, die Umsetzung werde im kommenden Jahr erfolgen. 

Maria Böhm

Maria Böhm wollte wissen, wer für die Reinigung des Gehwegs vom Gastager Weg nach Weidach zuständig sei. Der Weg verläuft entlang der Staatsstrasse. Stellenweise stehen am Rand Eichen, deren Laub auf der Strasse zu liegen kommt. Baderhuber geht davon aus, dass die Gemeinde dafür zuständig ist, muss sich aber rückversichern und das Notwendige mit dem Bauhof klären. 

Franz Schwangler

Franz Schwangler, ehemaliger Gemeinderat, wollte wissen, wie es mit dem Umbau der Schulaula und der alten, maroden Turnhalle weitergeht. Nachdem eine Machbarkeitsstudie zu dem Ergebnis geführt hat, dass die neue Schulaula bis zu zehn Millionen Euro kosten würde, habe der Gemeinderat die Pläne erstmal ad acta gelegt, so die Antwort des Bürgermeisters. Diese Entscheidung erwiese sich jetzt als richtig, nicht nur wegen der Kosten, sondern auch wegen des ab 2026 geltenden Rechtsanspruchs jedes Kindes auf Ganztagesbetreuung. Damit seien die Vorraussetzungen ganz anders und es müsse neu gedacht und geplant werden.

Die alte Turnhalle sei marode, aber mit Sicherheit nicht einsturzgefährdet, so Baderhuber. Es finde dort kein Schulsport mehr statt, aber das Gebäude sei sehr solide gebaut. Konkrete Pläne zum weiteren Umgang gäbe es noch nicht. Auf die Frage Schwanglers zur Sanierung der Strandbadallee antwortete der Rathauschef, dass die Maßnahme eingeleitet sei und in den nächsten fünf Jahren umgesetzt werde.  

Hilde Siglreitmaier

Um ein ganz anderes Thema ging es Hilde Siglreitmaier. Durch die Coronapandemie seien die Seniorennachmittage in Waging zum Erliegen gekommen, meinte sie. Jetzt wäre seitens der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger wieder großes Interesse an solchen geselligen Treffen da, wie sie vorher im Pfarrheim in regelmäßigen Abständen stattgefunden haben. Leider gäbe es niemanden, der die Organisation in die Hand nimmt und auch ein entsprechender Raum sei ein großes Problem.

Bürgermeister Baderhuber versprach, das Thema der Seniorennachmittage aufzugreifen und nach einer Lösung zu suchen. Ein weiteres Anliegen der Rednerin war die Situation auf dem Waginger Friedhof. Dort habe man zwischen den Gräbern das Gras bekämpft, jetzt sei überall verdorrtes, braunes Gras zu sehen. Ob dieses entfernt werde, wollte sie wissen.

Man habe ein umweltverträgliches, abbaubares Mittel zur Unkrautbekämpfung eingesetzt, erwiderte der Rathauschef. Eigentlich gehe man davon aus, dass die verdorrten Reste von selbst verschwinden. Aus der Versammlung kam die Anregung, ähnlich wie in Taching einen Aufruf zum Ausgrasen auf dem Friedhof an die Bevölkerung zu richten. Ob es dazu kommen wird, blieb offen.  Für das leibliche Wohl der Anwesenden war mit Kaffee, Kuchen, Wiener Würstchen und Getränken gesorgt.

kon

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