Pressemitteilung Feuerwehr Waging

Feuerwehr Waging beschafft aus Vereinsmitteln neues EKG

Übergabe des EKG von 1. Vorsitzenden Andreas Ostermann (rechts) an 1. Kommandant Michael Schramke (links)
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Übergabe des EKG von 1. Vorsitzenden Andreas Ostermann (rechts in Uniform) an 1. Kommandant Michael Schramke (links im Schutzanzug)

Waging - Ein neu beschafftes EKG mit CO-Messung (Kohlenmonoxyd) konnte bei der Waginger Feuerwehr in Dienst gestellt werden.

Das 12-Kanal-EKG/Defibrillator der Marke Schilller DG Touch 7 wurde von Vorsitzenden Andreas Ostermann an Kommandant Michael Schramke für den aktiven Feuerwehrdienst übergeben. Das Notfall-Überwachungsgerät/Defibrillator verfügt über eine Blutdruck- und Sauerstoffmessung, sowie über einen Bluetooth Thermodrucker. Mit dem neuen Gerät ist die Feuerwehr in der Lage bei Patienten mit Herzerkrankungen ein 12-Kanal-EKG direkt ins Herznetzwerk des Klinikums in Traunstein zu senden.

Neben einer feuerwehrtechnischen Grundausstattung, einem Notfallrucksack mit medizinischem Verbrauchsmaterial, einer Sauerstofftasche, einer Absaugpumpe und einem Schwerlasttragetuch gehört dieses nunmehr unter anderem zur Ausstattung des in diesem Sommer in Dienst gestellten First-Responder-Fahrzeuges „Florian Waging 79/1“.

Durch die integrierte CO-Messeinrichtung kann eine Kohlenmonoxyd-Vergiftung frühzeitig erkannt werden. Somit ist das neue EKG auch bei Brandeinsätzen wie Zimmer- und Wohnungsbränden bei verletzten Personen einsetzbar und ebenso für den Eigenschutz der Einsatzkräfte unabdingbar. Über diese Messfunktion verfügen erst zwei Geräte im Landkreis Traunstein.

Für die Beschaffungskosten in Höhe von 15 000 Euro kam hierfür der Feuerwehrverein auf. Der abwehrende Brandschutz, also das Löschen von Bränden, sowie der technische Hilfsdienst der örtlichen Feuerwehren sind Pflichtaufgaben der Gemeinden und Städte. Gemäß dem Bayerischen Feuerwehrgesetz können die Feuerwehren auch freiwillige Aufgaben übernehmen. Darunter zählt zum Beispiel das Absichern von Fest- und Faschingsumzügen und Unterstützung von Einrichtungen und Vereinen. Auch muss man die Feuerwehr als „gemeindliche Einrichtung“ mit dem Kommandanten und den Feuerwehrverein als „Förderverein“ und hierbei den Vorsitzenden an der Spitze unterscheiden.

Um diese Pflichtaufgaben der Gemeinden zu erfüllen, stellt diese den Feuerwehren die Ausrüstungsgegenstände und Einsatzfahrzeuge zur Verfügung. Für die „freiwillige Aufgabe‘“ der First Responder, also der medizinischen Ersthelfer der Feuerwehren gibt es deshalb leider keine Fördermittel vom Bund, Land oder Landkreis. Für den Kauf des neu benötigten EKG kam somit alleine der Feuerwehrverein unter Vorsitzenden Andreas Ostermann und der Vorstandschaft für die Beschaffungskosten auf. Die Waginger Feuerwehrsanitäter welche im Jahr rund 200 Einsätze zu medizinischen Erste-Hilfe-Einsätzen zur Unterstützung des Rettungsdienstes fahren, sind somit bestens für ihre Aufgaben gerüstet.

Pressemitteilung Feuerwehr Waging

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