Martin Dandl und Christine Rehrl Bürgermeister-Stellvertreter

Waging: Neuer Gemeinderat im Amt - Auftakt erfolgte in Arena

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Waging am See - Auch in Waging hat der neue Gemeinderat seine Arbeit aufgenommen. Die konstituierende Sitzung fand in der Bergader-Arena statt. 

In Zeiten der Corona-Pandemie musste nach der April-Sitzung auch die konstituierende Sitzung des neuen Waginger Gemeinderates in die Bergader-Arena verlegt werden. Hier war die Einhaltung des Sicherheitsabstandes leicht zu realisieren. Für die wenigen Zuschauer war auf der Tribüne reichlich Platz. Nach der Vereidigung der neuen Gemeinderäte, die erstmals in den Rat gewählt worden sind, wurden in geheimer Wahl Martin Dandl (Freie Wähler) zum 2. Bürgermeisterin und Christine Rehrl (ÖDP/PFW) zur 3. Bürgermeisterin von Waging gewählt. 

>>>Hier nachlesen: So ging die Kommunalwahl in Waging am See aus<<<

Bei seiner Begrüßung ging Bürgermeister Matthias Baderhuber auf einige statistische Daten zur Zusammensetzung des Gemeinderates ein. So liege das Durchschnittsalter aller Gemeinderäte jetzt bei 46,5 Jahren. Gegenüber der Vorperiode sei dies eine deutliche Verjüngung. Die jüngste Fraktion stellen die Freien Wähler mit 40,6 Jahren, die älteste die ÖDP/PFW mit 52,7 Jahren. Mit 58 Jahren sei Ulrich Heigermoser der älteste Gemeinderat, Moritz Seehuber mit 27 Jahren der jüngste. Mit vier Gemeinderätinnen ist der Frauenanteil gegenüber der Vorperiode konstant geblieben. Michael Lamminger und Georg Huber, seit 1996 im Gemeinderat, sind die „Dienstältesten“ im neuen Gemeindegremium. Dann schritt Bürgermeister Matthias Baderhuber zu der Vereidigung der neun Gemeinderäten, die 2020 erstmals gewählt worden sind. Claus Egger (CSU), Josef Egger (FW), Marcus Kleißl (FW), Barbara Krautenbacher (Grüne), Christine Rudholzer-Schuhegger (CSU), Markus Schneckenpointner (FW), Moritz Seehuber (CSU), Alois Vordermayer (FW) und Walter Wimmer (Grüne) sprachen die nach Gemeindeverordnung vorgeschriebene Eidesformel mit erhobener rechter Hand nach. Die wiedergewählten Gemeinderäte, die die Zeremonie stehend verfolgt hatten, spendeten am Schluss für ihr neuen Kollegen regen Applaus. 

Aufgrund der Größe der Marktgemeinde mit den Eigenbetrieben, den gemeindlichen Einrichtungen und den zahlreichen Vereinen plädierte Bürgermeister Baderhuber für die Wahl von zwei Stellvertretern, die ihn in seinem Amt unterstützen sollen. Diesem Vorschlag stimmten die Gemeinderäte einstimmig zu. Die geheime Wahl wurde von Gemeinderat Ulrich Heigermoser als „Alterspräsident“ geleitet. Unterstützt wurde er von den Gemeinderäten Georg Huber und Karl-Heinz Neumann. Als 2. Bürgermeister schlugen die Freien Wähler Martin Dandl vor. Sein Fraktionskollege Georg Seehuber hob hervor, dass Dandl ein „von Grund auf ehrlicher und aufrichtiger Mann“ sei, loyal und teamfähig. Seit 12 Jahren im Gemeinderat, davon seit gut einem Jahr bereits 2. Bürgermeister, sei seine Arbeit im Rat stets wohlüberlegt, vorausschauend und zukunftsorientiert. Ohne Gegenkandidat wurde Dandl mit 18 Ja-Stimmen und einer Nein- Stimme gewählt. Zwei Stimmen waren ungültig. Als 3. Bürgermeisterin wurde Christine Rehrl als gemeinsame Kandidatin der ÖDP/PFW und der Grünen von Stefanie Schmeiduch vorgeschlagen. Schmeiduch ging auf das große Engagement und die langjährige Erfahrung von Rehrl in der Kommunalpolitik ein. Als Frau würde sie zudem eine andere Sichtweise in dieses wichtige Amt bringen. Weitere Vorschläge gab es nicht. Mit 19:2 Stimmen wurde Christine Rehrl zur 3. Bürgermeisterin gewählt. Beide Stellvertreter nahmen die Wahl an und bedankten sich für das in sie gesetzte Vertrauen. Die neu gewählte dritte Bürgermeisterin wiederholte bei der anschließenden Vereidigung durch Bürgermeister Baderhuber die gesetzlich vorgeschriebene Eidesformel. Bei Martin Dandl wat eine neuerliche Vereidigung nicht erforderlich, da er dieses Amt bereits in der letzten Amtsperiode bekleidet hat. 

Um eine Grundlage für die jetzt beginnende Sacharbeit zu haben, musste der neue Gemeinderat eine Geschäftsordnung beschließen, die die Regeln für die Zusammenarbeit der gemeindlichen Organe in den kommenden sechs Jahren sein wird. Unter anderem geht es um die Aufgabenverteilung zwischen Bürgermeister, Ausschüssen und Marktgemeinderat, die Bildung und Besetzung von Ausschüssen, den Ablauf der Geschäfte und der Sitzungen und vieles mehr. Geschäftsleiter Franz Röckenwagner ging kurz auf wichtige Punkte der bestehenden Geschäftsordnung ein und plädierte dafür, diese bis auf Weiteres in Kraft zu lassen. Man könne die umfangreichen Themenbereiche nicht in der Kürze der Zeit abarbeiten. Er schlage vor, dass der Rat sich in einer der nächsten Sitzungen damit befassen und notwendige Änderungen vornehmen soll. Diesem Vorschlag folgten die Gemeinderäte ohne Gegenstimmen.

(Monika Konnert)

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