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Zukunftsregion Rupertiwinkel

Regionale Landwirte erhielten beim Waginger Bauernmarkt viel Wertschätzung

Zukunftsregion Rupertiwinkel
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Von links: Johann Schild (Bürgermeister Fridolfing), Andreas Bratzdrum (Bürgermeister Tittmoning), Cordula Riener-Tiefenthaler (Moderatorin im Projekt), Michaela Kaniber (bayerische Landwirtschaftsministerin), Hans-Jörg Birner (ILE-Vorsitzender und Bürgermeister von Kirchanschöring), Tanja Schnetzer (Projektleiterin), Martin Fenninger (Bürgermeister Wonneberg), Stefanie Lang (Stellv. ILE- Vorsitzende und Bürgermeisterin Taching am See), Matthias Baderhuber (Bürgermeister Waging am See), Rolf Meindl (Amt für ländliche Entwicklung Oberbayern). Nicht auf dem Bild: Karl Lanzinger (Bürgermeister Petting)

Prominent besetzt war die Veranstaltung „Landwirtschaft Rupertiwinkel miteinand“ am Waginger Handwerker- und Bauernmarkt. Neben der Bürgermeisterin und den Bürgermeistern der umliegenden Gemeinden war am vergangenen Sonntag auch die bayerische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber zur Abschlussveranstaltung des regionalen Beteiligungsprojektes „Bauernrats-Prozess“ gekommen.

Die Meldung im Wortlaut:

Waging a. See - Bei goldenem Oktoberwetter lockten die hochkarätigen Gesprächspartner und das abwechslungsreiche Programm ein großes Publikum nach Waging. Die Stimmung auf der für die Region zukunftsweisenden Veranstaltung war entsprechend gut. Ideale Voraussetzungen für das „Miteinand“ zwischen Landwirt/-innen und Verbraucher/-innen.

Das Projekt „Bauernrats-Prozess“ wurde vor einem guten Jahr durch die ILE, die „Integrierte Ländliche Entwicklung Zukunftsregion Rupertiwinkel“ initiiert. Die Ergebnisse konnten nun in Waging präsentiert werden. In der ILE Zukunftsregion Rupertiwinkel haben sich sieben Gemeinden im Rupertiwinkel zusammengeschlossen: Waging am See, Wonneberg, Taching am See, Petting, Tittmoning, Fridolfing und Kirchanschöring.

Den Auftakt der Veranstaltung machte die sehr gut besuchte Podiumsdiskussion zwischen Michaela Kaniber, den Bürgermeister/-innen der ILE und Vertretern der Landwirte.

Im gefüllten ILE-Zelt wurde auf der Bühne über wichtige Zukunftshemen diskutiert. Es wurden Antworten gesucht auf Fragen, wie beispielsweise kleinbäuerliche Strukturen gestärkt und politische Vorgaben auf regionale Gegebenheiten angepasst werden können. Zentrale Frage war auch, wie das Bewusstsein der Bevölkerung für die Landwirtschaft weiter sensibilisiert wird. „Es ist vor allem wichtig, dass wir in die Regionen reinhören, was die Bürgermeister und vor allem die Landwirte brauchen“, so Landwirtschaftsministerin Kaniber. Sie lobte in diesem Sinne den Bauernrats-Prozess als beispielhaft für Bayern und war besonders stolz auf dieses Projekt in ihrer Region.

Sie betonte, dass das „Miteinand“ in der heutigen Zeit extrem wichtig sei und sie sich täglich für die kleinbäuerlichen Strukturen stark mache.

Im Anschluss besuchte Michaela Kaniber alle Infostände der Veranstaltung und machte sich ein Bild über die erarbeiteten Ergebnisse des „Bauernrats-Prozesses“. Besonderes Interesse zeigte sie für die Themen „Verbraucheraufklärung“ und „Regionale Markthallen“.

Das weitere Bühnenprogramm begann mit dem Vortrag von Professor Dr. Alois Heißenhuber (TU München) über eine klima-, natur- und tierwohlgerechte Landwirtschaft, anstehende Konflikte und Ansätze zu deren Lösung durch einen Gesellschaftsvertrag. Er machte in seinem Vortrag bildhaft deutlich, wie sich unsere Landschaft verändern würde, wenn sie durch die Landwirte nicht mehr bewirtschaftet werden würde. Es entstünde eine „Landschaft mit verlorenem Gesicht“, wie er skizzierte. Auch betonte er die Multifunktionalität der Landwirtschaft, die er als „Produktion von Lebensmitteln, von Landschaft und Vielfalt“ beschrieb.

Die Aufgabe, wichtige Zukunftsfragen an die sieben ILE-Bürgermeister zu stellen, übernahmen schließlich die jungen Vertreter unserer nächsten Generation. Antonia (14), Sarah (8) und Michel (13) wollten unter anderem wissen, was die Bürgermeister/-innen dafür tun können, damit die Landwirtschaft in der Region mehr Wertschätzung bekommt. Sie fragten zudem, was die Agrarpolitik und die Landwirtschaft mit den Kindern selbst zu tun hat. Die Bürgermeister stellten sich den Fragen und blieben den Kindern und den interessiert zuhörenden Erwachsenen keine Antwort schuldig.

Wichtige Zukunftsfragen für unsere Region stellten junge Vertreter unserer nächsten Generation Antonia (14), Michel (13) und Sarah (8) direkt an drei Bürgermeister der Zukunftsregion Rupertiwinkel.

Der Nachmittag wurde mit Vorträgen von Christian Fuchsgruber (BBV LandSiedlung) über „Boden FIT inkl. Bodenkoffer zur Bodenbeurteilung“ und im Anschluss von Stefan Huber (Maschinenring Laufen) über die „Vielfalt der Landwirtschaft“ abgerundet.

Auch abseits der Bühne war einiges los und an den Infoständen war das „Miteinander“ zu spüren. Alle beteiligten Institutionen standen Rede und Antwort, es entstand ein angeregter Austausch. Dazu gehörten neben der ILE Zukunftsregion Rupertiwinkel auch die Chiemgau GmbH, das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten mit ihrem Programm der „Erlebnisbauernhöfe“, das Regionalwerk Chiemgau Rupertiwinkel, sowie die Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege im Rupertiwinkel.

„Eine rundum gelungene Abschlussveranstaltung“ so das Fazit von Hans-Jörg Birner, ILE-Vorsitzender und Bürgermeister von Kirchanschöring. „Der so wichtige Austausch zwischen Landwirt/-innen und Verbraucher fand ganz unbeschwert statt. Zwar war dies die Abschlussveranstaltung des Bauernrats-Prozesses, doch jetzt geht es erst richtig los mit der Umsetzung der Zukunftsthemen.“

Alle Landwirte/-innen, Verbraucher-/innen und Bürger-/innen sind herzlich eingeladen, sich an einem der Zukunftsprojekte zu beteiligen.

Weitere Informationen gibt es unter: ile@zukunftsregion-rupertiwinkel.bayern oder 08685/ 77939-60.

Pressemeldung der Gemeinde Kirchanschöring

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