Pressemitteilung FFW Waging am See

Florianitag in Waging am See

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Festumzug beim 150-jährigen Gründungsfest der FF Waging in Waging mit den Vereinsfahnen von 1896 und 1988, sowie der Einsatzstandarte, der sogenannten „Feuerfahne“ aus der Zeit zwischen 1860 und 1870.

Waging am See - Neben den Kirchen feiern am Florianstag, dem 4. Mai, viele Feuerwehren in Deutschland und Österreich ihren Schutzpatron.

Nach diesem Vorbild wäre in diesem Jahr von der Vorstandschaft der Waginger Feuerwehr auch in Waging eine solche Veranstaltung organisiert worden. Die fünf gemeindlichen Feuerwehren Gaden, Nirnharting, Otting, Tettenhausen und Waging am See hätten diesen Tag feierlich mit einem Gedenkgottesdienst in der Waginger Pfarrkirche St. Martin begangen. Auch ein von der Musikkapelle angeführter Kirchen- und Festzug wäre vorgesehen gewesen. Leider musste aufgrund der derzeitigen Ausgangsbeschränkung die gemeinsame Veranstaltung der örtlichen Feuerwehren abgesagt werden.


Der Heilige Florian ist unter anderem der Schutzpatron der Schmiede, Bäcker und Rauchfangkehrer. Seine „prominenteste“ Aufgabe hat er jedoch als Schutzpatron der Feuerwehren. Als einer der populärsten katholischen Heiligen wird er daher auch gerne angerufen, um eine Brandgefahr abzuwenden.

Er lebte um das Jahr 304 in Lauriacum, dem heutigen oberösterreichischen Lorch in Enns. Dort war er ein Offizier der römischen Armee und vermutlich Oberbefehlshaber einer Einheit zur Feuerbekämpfung. Da er sich weigerte, dem christlichen Glauben abzuschwören, wurde er zum Tode verurteilt. Was der Heilige Rupert für Salzburg als Landespatron ist, ist dies Florian in Oberösterreich. Obwohl die Verehrung des des Heiligen Florians schon bis in die Gründungszeiten der Feuerwehren zurückgeht, wird der Florianitag in größerem Umfang erst seit dem Zweiten Weltkrieg gefeiert.


Doch nicht nur auf Feuerwehrfahnen und Standarten ist der Schutzpatron der Feuerwehren immer noch präsent. Im alltäglichen Einsatzgeschehen ist "Florian" als Funkrufname immer mit dabei. Zur Unterscheidung der verschiedenen Einsatzfahrzeuge, ihrer Aufgaben und mitgeführten Ausrüstung wird der Funkrufname mit einer Zahlenkombination verwendet. Mit den Bezeichnungen "Florian Waging 21/1" wird zum Beispiel ein Tanklöschfahrzeug mit 2500 Liter Löschwassertank und mit "Florian Waging 30/1" die Drehleiter mit einer Rettungshöhe von 30 Meter bezeichnet. Die "weibliche Bezeichnung" Florentine findet übrigens auch im Feuerwehrfunk Verwendung.

Volkstümliche Verbreitung fand ein vermeintlich frommer Spruch, der vermutlich von einer ironisch gemeinten Votivtafel stammt und das Prinzip prägnant erläutert: "Heiler Sankt Florian, verschon' mein Haus, zünd' andere an". Um eine derartige Vorgehensweise muss sich natürlich keiner Sorgen machen. Das "weltliche Personal" des Heiligen Florian, also die Feuerwehren stehen natürlich tagtäglich für die Brandbekämpfung und allen weiteren Hilfeleistungen ständig in Bereitschaft.

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