Badeunfall am Tachinger See

Notfall beim Schwimmen – Frau (63) stirbt trotz Reanimation

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Zu einem tödlichen Badeunfall ist es am Tachinger See gekommen.
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Waging am See - Aufgrund eines medizinischen Notfalls ist eine 63-jährige Frau am Dienstagabend am Tachinger See verstorben. Die Polizei schließt Fremdverschulden aus.

Einer couragierten Helferin war es am Abend des 14. Augustes gelungen, eine Schwimmerin (63) in Not ans Ufer des Tachinger Sees zu retten. Unter laufender Reanimation kam die Patientin in ein Krankenhaus, wo sie wenig später verstarb. Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es nicht für die Ermittler der Kripo Traunstein, die den Fall untersuchen.

Die 63-Jährige aus der Region schwamm am Dienstagabend gegen 18.40 Uhr zusammen mit einer Bekannten im Tachinger See. Als sie plötzlich über Atemprobleme klagte, gelang es ihrer Begleiterin, sie ans Ufer zu retten. Bei der Bergung half noch ein anderer Badegast.

Tödlicher Badeunfall am Tachinger See

Zu diesem Zeitpunkt war die 63-Jährige bereits nicht mehr bei Bewusstsein. Unter laufender Reanimation durch die alarmierte Notärztin wurde die Patientin ins Klinikum nach Traunstein gebracht. Dort verstarb die 63-Jährige wenig später.

Beamte des Kriminaldauerdienstes (KDD) Traunstein übernahmen die Untersuchungen in dem Fall. Alles deutet auf eine innere medizinische Ursache für den Tod der 63-Jährigen hin.

Zahlreiche Badeunfälle in der Region in diesem Sommer

In den vergangenen Tagen sind zahlreiche Schwimmer an den Badeseen der Region tot aufgefunden worden. So ist am Montag ein 76-jähriger Mann in der Nähe von Gstadt tot aus dem Chiemsee geborgen worden. Eine 14-Jährige hat vor wenigen Tagen ein Mädchen ebenfalls im Chiemsee vor dem Ertrinken gerettet. Vergangene Woche ist zudem ein 76-Jähriger tot im Chiemsee nahe Chieming gefunden worden.

Auch an Waginger und Tachinger See hat es in diesem Jahr bereits Badeunfälle gegeben. So ist unter anderem am 3. Juni ein 32-Jähriger leblos aus dem Wasser geborgen worden und verstorben sowie am 19. Juni ein Asylbewerber im Waginger See ertrunken.

Zahl der Badeunfälle bundesweit gestiegen

Generell ist die Zahl der Badeunfälle in Deutschland in diesem Jahr angestiegen. Laut Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, kurz DLRG, sind mit Stand 31. Juli 280 Menschen ertrunken - und damit 38 mehr als im Vorjahreszeitraum.

Neben Leichtsinn, einer hohen Risikobereitschaft und Selbstüberschätzung zählen auch Eltern, die sich in Wassernähe mehr mit ihrem Handy beschäftigen als auf ihre Kinder zu achten, zu den Ursachen für Badeunfälle, heißt es.

ksl; Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd

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