Er verspricht: "Keine parteipolitischen Spielchen"

Baderhuber tritt an: Ist er Wagings nächster Bürgermeister?

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Mit 100 Prozent der Stimmen der anwesenden Waginger CSU-Mitglieder wurde Matthias Baderhuber aus Großscherzhausen am Dienstag als Bürgermeisterkandidat aufgestellt. Die Wahl ist am 17. Februar 2019.

Waging - Die CSU wagt sich als erstes aus der Deckung und stellt ihren Kandidaten für die Bürgermeisterwahl auf.

Matthias Baderhuber ist Kandidat der Waginger CSU fürs die Bürgermeisterwahl am 17. Februar 2019. Bei der Aufstellungsversammlung am Dienstagabend im Kurhausstüberl stimmten die Waginger CSU-Mitglieder geschlossen für Baderhuber. Einen CSU-internen Gegenkandidaten gab es nicht. 


Baderhuber: "Früher war ich eine graue Maus im Gemeinderat"

"Das wäre genau das Richtige für mich - es macht wirklich Spaß", so Baderhuber, der nach dem gesundheitsbedingten Rücktritt von Herbert Häusl als 2. Bürgermeister schon seit Februar die Geschäfte leitet: "Ich weiß inzwischen, welche Leute und welche Probleme auf einen als Bürgermeister zukommen." Sollten ihn die Waginger wählen, verspricht er, "keine parteipolitischen Spielchen" im Gemeinderat spielen zu wollen. Das Ziel sei immer das Beste für Waging.

Matthias Baderhuber wohnt in Großscherzhausen bei Otting. Er hat eine Lehre zum Maschinenschlosser bei Brückner in Tittmoning gemacht. Seit 20 Jahren arbeitet er als Betreuer der Bauern bei Bergader und hat auch selbst eine Landwirtschaft im Nebenberuf. Baderhuber hat vier Kinder und ist seit 2008 im Gemeinderat. "Früher war ich eigentlich eine graue Maus im Gemeinderat", sagt er selbst über sich - doch nach dem Rücktritt von Christian Reiter als 2. Bürgermeister sah er seine Chance gekommen. 


Schwerpunkt seien solide Finanzen

Wo würde der CSU-Kandidat den Schwerpunkt bei seiner Arbeit als Bürgermeister legen? "Das Wichtigste sind solide Finanzen und als erste Keimzelle der Gesellschaft sehe ich die Familie und dann die Vereine", so Baderhuber. Arbeitsplätze und Infrastruktur müssten erhalten werden und "Kultur und Brauchtum machen uns zu etwas Besonderem, dadurch unterscheiden wir uns von den anderen". Baderhuber dankte auch Herbert Häusl für die "immer korrekte" Zusammenarbeit und wünschte ihm eine gute Gesundheit. 

Weitere Bürgermeisterkandidaten stehen in Waging noch nicht fest. Die Grünen werden aber aller Voraussicht nach mit Walter Wimmer ins Rennen gehen. Ein Anmerkung in der Rede von Siegfried Walch, der als CSU-Kreisvorsitzender am Dienstag die Wahl des Kandidaten im leitete, konnte dabei durchaus als Spitze gegen den Grünen-Kandidaten verstanden werden: "Es ist legitim, sich in einer Bürgerinitiative zu einer Frage zusammenzutun. Aber noch wichtiger ist es, auch perspektivisch fürs Morgen und Übermorgen zu arbeiten." Wimmer machte sich in Waging als Initiator des Bürgerbegehrens gegen die Ansiedlung von Rewe und Rossmann an der Ottinger Straße einen Namen. 

xe

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