Themen aus dem Gemeinderat

Deutsche Post in Waging schließt im August - Wie geht es nun weiter? 

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Die Post in Waging schließt im August.

Waging am See - Bürgermeister und Gemeinderat haben in den letzten Wochen von mehreren Mitbürgerinnen und Mitbürgern Post in unterschiedlichster Sache bekommen. Die schriftlichen Eingaben wurden in der jüngsten Sitzung des Rates öffentlich bekanntgegeben und kurz diskutiert. Zudem informierte Bürgermeister Matthias Baderhuber, dass ab dem Kindergartenjahr 2020/2021 Sandra Dömel aus Laufen als Erzieherin im gemeindlichen Kindergarten in Tettenhausen angestellt wird.

DieDeutsche Post hat der Gemeinde mitgeteilt, dass sie mit Ende August ihre Waginger Filiale in der Poststrasse schließen wird. Um die flächendeckend angemessene und ausreichende Versorgung der Waginger Bevölkerung mit Postdienstleistungen weiterhin zu sichern, sucht das Unternehmen in der Gemeinde einen neuen Partner, der auf der Grundlage eines Kooperationsvertrages in seinem Geschäft Postdienstleistungen und Produkte im Auftrag der Deutschen Post anbieten möchte.


Der Gemeinderat hat angeregt, umgehend den Verein „Waging am See Bewegt“ darüber zu informieren. Der Verein sei ein geeigneter Ansprechpartner bei der Suche nach einem passenden Geschäftspartner für die Deutsche Post.

Gesamtsituation beim Biomasse-Heizkraft in Tettenhausen

Michael Schittenhelm aus Tettenhausen hat sich an den neu vereidigten Gemeinderat gewandt und angeboten, als Bürger vor dem Gemeinderat zum Thema Fernwärmeversorgung zu sprechen. Er möchte vor allem die neu gewählten Gemeinderatsmitglieder umfassend über die Gesamtsituation beim Biomasse-Heizkraftwerk in Tettenhausen informieren.


Der Termin solle aber erst stattfinden, wenn der Jahresabschluss 2018 testiert ist, um auch die Erkenntnisse daraus einfließen zu lassen. Interessierte Bürger könnten sich aber unabhängig davon jederzeit mit ihm wegen eines Austausches zu dem Thema in Verbindung setzen.

Sorge um Verkehr

Besorgt zeigten sich Ludwig und Rosi Mayer in ihrem Schreiben an die Gemeinde wegen der Verkehrssituation in der Bahnhofstrasse und im Kreuzungsbereich Bahnhofstrasse/Weixlerstrasse. Seit Eröffnung der Einkaufsmärkte Rewe/Rossmann an der Ottinger Strasse habe der Verkehr und dadurch auch die Lärmbelastung stark zugenommen. Sie befürchten, dass sich die Situation nach Fertigstellung der Waschanlage bei der Firma Bergader durch dann anfallenden zusätzlichen ständigen Schwerverkehr noch zuspitzen wird.

Zur Verbesserung der Situation schlagen sie verschiedene Maßnahmen vor, darunter die Verlängerung der bestehenden Tempo 30 Zone in der Bahnhofstrasse bis zum Ortsende, die Schaffung sicherer Verkehrsübergänge durch Querungshilfen oder Fußgängerampeln und ein konsequentes Durchgreifen gegen Raser. Diese Maßnahmen sollten bei einem Vor Ort Termin besprochen werden. Der Gemeinderat wird die Besichtigung zeitnah vornehmen und dann enstprechend entscheiden.

Bald wird auch das Deutsche Post Schild überklebt werden.

In einem offenen Brief hat sich Beate Schubert aus Waging an den Bürgermeister und den Gemeinderat gewandt, um auf die Gefahren der 5. Generation (5G) der Mobilfunktechnik aufmerksam zu machen. Dem Brief beigefügt sind detaillierte Informationen und Quellen, die auf die Schädlichkeit und Gefahren dieser Technologie und der Mobilfunkstrahlung im allgemeinen für Mensch und Umwelt hinweisen und die bei der Absenderin zu der Erkenntnis geführt haben, dass 5G eine Lebensbedrohung für alle darstellt.

Deshalb bittet Schubert die politisch Verantwortlichen, in der Gemeinde Waging den Ausbau von 5G abzulehnen. Sie sieht darin sogar eine Chance für die touristische Entwicklung Wagings als „strahlungsarme Region“. Der Gemeinderat hat das Schreiben zur Kenntnis genommen, aber nicht weiter kommentiert.

Tierschutzvereine fordern Verordnung

Ein Anliegen ganz anderer Art hatten die Tierschutzvereine Traunstein und Berchtesgadener Land. Sie fordern die Kommunen und Landkreise auf, eine „schon längst überfällige kommunale Tierschutzverordnung“ auszusprechen, in der Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigängerkatzen festgelegt werden.

Als Begründung führen sie die massive Zunahme von Fundkatzen an, die von Bauernhöfen stammen. Gemeinderätin Stefanie Schmeiduch, als Veterinärin beim Landratsamt Berchtesgadener Lan tätig, erläuterte, dass in Bayern für den Erlass einer Katzenschutzverordnung die Landkreise zuständig sind. Insoweit ist das Schreiben für die Gemeinde gegenstandslos, auch wenn man Verständnis für das Anliegen habe.

Wanderweg "Burgstall" ist sensibles Thema

Bürgermeister Matthias Baderhuber informierte über mehrere Schreiben, die er zu dem Wanderweg „Burgstall“ erhalten habe. Die Situation sei kompliziert, da der Weg sich zu einem Drittel auf Privatgrund und zu zwei Drittel auf Gemeindegrund befinde. Die Gemeinde habe für ihre Wege die Verkehrsicherungspflicht, sofern sie gewidmet sind. Man habe den Weg gesperrt, weil man Gefahren durch umfallende Bäume gesehen habe und von einer Widmung ausgegangen sei.

Inzwischen habe sich herausgestellt, dass der Weg nicht gewidmet ist. Damit entfällt die Verkehrsicherungspflicht. Der Wanderer begeht den Weg auf eigene Gefahr und hat mit den typischen Waldgefahren zu rechnen. Der Weg werde wieder geöffnet und so erhalten, wie er jetzt ist, versprach Baderhuber. Weder eine Widmung noch ein weiterer Ausbau soll stattfinden.

kon

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