Walter Wimmer für Bürgermeisterwahl nominiert

Wieder ein grüner Bürgermeister? "Frischer Wind schadet nicht"

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Walter Wimmer am Dienstagabend bei der Aufstellungversammlung im Waginger Unterwirt. Er wäre der zweite Grünen-Bürgermeister in Waging nach dem Ausscheiden von Sepp Daxenberger 2008.
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Waging - Der Wahlkampf für den Bürgermeister in Waging kommt ins Rollen: Jetzt nominieren die Grünen ihren Kandidaten - Walter Wimmer.

"Ein frischer Wind schadet nicht", sagt Walter Wimmer im Gespräch mit chiemgau24.de, nachdem er von den Grünen/Bürgerliste am Dienstagabend als Kandidat für die Bürgermeisterwahlen am 17. Februar nominiert wurde. Auch wenn er noch nicht im Gemeinderat war, Wimmer hat sich in den vergangenen Jahren in Waging einen Namen gemacht. 

Der 45-Jährige wurde zuletzt vor allem als Kopf der Bürgerinitiative gegen die Ansiedlung von Rossmann und Rewe an der Ottinger Straße bekannt. Wimmer wurde im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn groß, wohnt seit 2009 am Mühlberg. Er lehrt an der Berufsschule 2 in Traunstein kaufmännische Berufe und will jetzt Bürgermeister in Waging werden. 

"Leerstand und Spekulationen verhindern"

"Es geht nicht darum, was in der Vergangenheit schief ging, sondern was man in der Zukunft anpacken und verändern kann", sagt Wimmer - was meint er mit dieser Zukunft? "Ich will meinen Kindern später in die Augen schauen können, ohne mir sagen zu lassen 'Ihr habt es doch besser gewusst'. Sie sollen nicht durch einen Markt gehen, in dem die Schaufenster rausfliegen", so Wimmer nach der Aufstellungsversammlung der Grünen im Unterwirt, wo er 100 Prozent der Stimmen bekam.

Er will eine fixe Bürgersprechstunde zweimal wöchentlich einführen: "Da gibt es keine anderen Termine, da werde ich da sein" - und die Umwelt stellt Wimmer in den Vordergrund. Eine vierte Klärstufe an der Kläranlage, um 95 Prozent der Mikroplastik herauszufiltern, ein Bekenntnis zur Ökomodellregion, auch weil er sich um die Wasserqualität im See sorgt und "durchdachte Konzepte" bei Grundschule, Turnhalle, Aula und Mittagsbetreuung, "nichts mit Hauruck, was man nur schnell herzeigen kann". 

Kein Nachteil, dass er nicht im Gemeinderat ist

"Mit mir soll es keine Parteipolitik geben, sondern einen Bürgermeister für die Waginger und für alle Ortsteile", Rathaus und Verwaltung sollen bürgernäher werden. Warum will Wimmer Bürgermeister werden? "Ich engagiere mich schon in so vielen Dingen, am liebsten würde ich es hauptamtlich machen", so der Grünen-Kandidat. Dass er bisher noch nicht im Gemeinderat war sei kein Nachteil, schließlich seien viele Diskussionen der vergangenen Jahre festgefahren: "Man muss keine alten Wunden lecken." Sollte es mit dem Bürgermeisteramt nichts werden will er 2020 trotzdem für den Gemeinderat kandidieren. 

Walter Wimmer ist jetzt der dritte Kandidat, der für das Amt des Bürgermeisters kandidiert. Zuletzt wurden auch Matthias Baderhuber (CSU) und Beppo Hofmann (UGW) von ihren Fraktionen nominiert. Zwei andere langjährige Gemeinderäte, Martin Dandl (FW) und Georg Huber (ÖDP), verzichten dagegen auf eine Kandidatur. Es geht um die Nachfolge von Herbert Häusl, der aus gesundheitlichen Gründen das Amt aufgab. Der neue Waginger Bürgermeister wird bis 2026 im Amt sein

xe

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