Wann hat das Warten endlich ein Ende?

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Wer sich Mühlreit nähert, rechnet oft schon damit: Rotes Licht über dem Andreaskreuz, heruntergelassene Schranken. Bis zu zehn Minuten kann's dauern.
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Ainring - Schwierige Bodenverhältnisse, explodierende Kosten: Zweimal wurde die Fertigstellung schon verschoben - wann die Bahnumfahrung auf der B304 bei Mühlreit (endgültig) fertig werden soll:

Man könnte den Eindruck haben, die Baustelle an der B304 bei Mühlreit wurde seit Monaten vergessen. Bei wohl kaum einem Projekt sind die Verzögerungen so ärgerlich, wie bei diesem: Die vielbefahrene Bundesstraße kreuzt kurz vor Freilassing die Zugstrecke Salzburg - München. Wer sich Ainrings Gemeindeteil Mühlreit als Autofahrer nähert, kommt vor allem bei Zeitdruck oft ins Schwitzen, denn: Teils bis zu zehn Minuten bleiben die Bahnschranken unten.

Wo die neue B304 verlaufen soll, ist schon zu erkennen. Getan hat sich auf der Trasse aber schon seit geraumer Zeit nichts mehr.

Landtagsabgeordnete Kaniber verkündete vergangene Woche noch, dass das "Verkehrsministerium der Kostenfortschreibung zur Verlegung der B304" zugestimmt hat. Wann das Warten vor den Schranken aber endlich ein Ende hat, blieb weiter offen. Ursprünglich sollte 2013 alles fertig sein, dann wurde die B304-Unterführung für 2014 angekündigt. Und nun? Auf den Infotafeln des Bundes entlang der Strecke ist nur von einer Fertigstellung 2015 die Rede.

Wann ist die neue Strecke nun befahrbar?

"Noch heuer wird die Umfahrung fertig", verspricht Ainrings Bürgermeister Hans Eschlberger im Gespräch mit BGLand24.de: "Wahrscheinlich im Herbst." Auch Eschlberger bestätigt, dass das Projekt wesentlich teuer als geplant wurde, und es deshalb zu Verzögerungen kam. Die weitere Finanzierung musste erst mit sämtlichen Behörden abgestimmt werden. "Gefühlt habe ich jeden zweiten Tag in Berlin angerufen und mich da durchgebissen. Da musste man lästig werden", so Eschlberger.

Die Verschiebungen der Fertigstellung waren aber auch schwierigen Untergrundverhältnissen geschuldet. Entlang des Ainringer Mooses musste der Untergrund mit sogenannten Rüttelstopfverdichtungen gesichert werden, damit sich die Straße nicht senken kann und keine Unebenheiten entstehen: "5800 Bohrungen waren da nötig, wirklich ein gigantischer Aufwand", so das Ainringer Gemeindeoberhaupt.

"Nun sind auch die restlichen Mittel zur Finanzierung der Arbeiten freigegeben worden, die Ausschreibungen laufen momentan schon. Dann fällt das Warten am Bahnübergang endlich weg", hofft Eschlberger. Er erinnert nochmals an die Wichtigkeit der Bahnumgehung: "Vor allem für Feuerwehr und Rotes Kreuz ist das natürlich wichtig. Das können Minuten sein, die für die Lebensrettung wichtig sind."

xe

Quelle: BGland24.de

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