Wie wird ein Hundebiss versorgt?

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Wie wird in Hundebiss versorgt? Dies war eine der Prüfungen während des Jugendrotkreuz (JRK)-Kreiswettbewerbes in Palling. Sebastian Kraus war mit seiner Gruppe der Jugend-Wasserwacht Chieming einer von 90 Teilnehmern, die um wertvolle Punkte kämpften. Mit dabei war Hündchen Rex, das Maskottchen der Chieminger Jugendlichen.

Palling - Wie wird ein Hundebiss versorgt? Auf diese und weitere Fragen wussten Kinder und Jugendliche beim Kreiswettbewerb des Jugendrotkreuzes auch in der Praxis eine Antwort.

„Hallo Leitstelle – wir sind hier in Palling und haben gerade ein Mädchen mit einem Hundebiß in der Hand versorgt. Die Mutter hat einen Schock, wir haben sie am Boden gelagert“, so der elfährige Sebastian Kraus aus Chieming. Er ist einer von 90 Teilnehmern beim Kreiswettbewerb des Jugendrotkreuzes (JRK) in der Pallinger Schule und hat gerade mit seiner Gruppe eine von zehn Stationen durchlaufen – geprüft wurde hier die Erste Hilfe in der Praxis. Die Besten in ihrer Altersklasse waren die Jugendgruppen der Bereitschaften Engelsberg und Traunreut sowie der Wasserwacht Trostberg.

„Wir sind vom Roten Kreuz und helfen Ihnen“, mit diesen Worten kniete sich Sebastian neben das wimmernde Mädchen, das eine Hand hochhielt, die täuschend echte Verletzungen zeigte. Zusammen mit seiner Gruppe der Wasserwachts-Jugend Chieming versorgte er die „blutende“ Hand, bevor er sich um die kreidebleiche Mutter kümmerte. Nachdem er den Notruf abgesetzt hatte, erhielt er von Schiedsrichter Kurt Wildmoser aus Traunstein ein dickes Lob. Allein diese Station brachte den Chiemingern wertvolle Punkte. Zuvor waren die Jugendlichen in einem Quiz über ihre theoretischen Kenntnisse in der Ersten Hilfe getestet worden. Welches Material nehme ich aus meiner Erste-Hilfe-Tasche, um eine Wundauflage zu befestigen? Was muss ich genau beim Notruf sagen und beachten? Doch auch diese Fragen waren für die meisten Teilnehmer kein Problem, hatten sie sich doch alle schon seit vielen Monaten in ihren Jugendgruppen auf den Wettbewerb vorbereitet.

Doch nicht nur die Kenntnisse zur Ersten Hilfe wurden getestet, sondern auch das Allgemeinwissen: Welches Tier ist das Wappentier der BRD? Wie viele Bundesländer hat Deutschland? Was ist der Ramadan? Eifrig steckten die verschiedenen Gruppen die Köpfe über den Fragebögen zusammen und grübelten.

Als Ausgleich für die anstrengende Kopfarbeit wurde in anderen Stationen die Geschicklichkeit getestet. So mussten die Teilnehmer des Kreisjugendwettbewerbes verschiedene Gegenstände in einer zugedeckten Kiste ertasten und erfühlen. Oder während eines Parcours in der Turnhalle einen Ball, eingeklemmt zwischen Kopf und Hals, ohne Hände während des Laufs transportieren und innerhalb der Gruppe weitergeben.

Ein kleines Theaterspiel

Kreativität und schauspielerische Fähigkeiten forderten die Stationen 5 und 6: Genau 15 Minuten hatten die Jugendlichen hier Zeit, sich ein kleines Theaterstück zu überlegen zum Thema „Der römische Kaiser feiert Geburtstag“, um es im Anschluss vor einer Gruppe von Schiedsrichtern aufzuführen.

Bevor dann das große Aufatmen kam, testete die letzte Station nochmals Wissen – dieses Mal rund ums Rote Kreuz: Aus Silbenreihen waren hier verschiedene Begriffe zusammenzusetzen, wie etwa einige der Grundsätze des Roten Kreuzes: Menschlichkeit und Unabhängigkeit.

Pressemitteilung BRK Traunstein

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