Kommunalwahl 2014

SPD: Stadt und Land - Hand in Hand

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v.l.n.r: Christian Kegel, Dr. Bärbel Kofler, Sepp Konhäuser.

Traunstein - Beim Bürgergespräch der SPD bekräftige Bürgermeisterkandidat Kegel insbesondere die Wichtigkeit, Bürger bei bevorstehenden Entscheidungen miteinzubeziehen.

Viele Gemeinsamkeiten und Verflechtungen zwischen Kreis- und Stadtpolitik verlangten ein Handeln „Hand in Hand“, erklärte OB-Kandidat Christian Kegel beim Bürgergespräch im Sailer Keller, bei dem auch Sepp Konhäuser als Landratskandidat das Kreisprogramm der SPD vorstellte.

Dr. Bärbel Kofler berichtete, dass es in Zukunft von der Bundesregierung mehr Geld für die Kommunen geben werde als bisher. Als Sportler erklärte Christian Kegel, ein guter Oberbürgermeister sei quasi „Spielführer und Schiedsrichter“ zugleich. Ihm sei es wichtig, die Bürger bei Entscheidungen zu beteiligen und nicht vor vollendete Tatsachen zu stellen. Das gelte auch insbesondere für die Entwicklung neuer Gewerbegebiete.

Bau-Projekte: Bürger müssen miteinbezogen werden

Handel gehöre in die Innenstadt, wobei eine Überplanung der Ludwigstraße unterstützend wirken könne. Eine bauliche Verbindung von Bahnhof- und Marienstraße beim ehemaligen Kaufhaus Juhasz könnte eine große Anziehungskraft auf den Handel im Zentrum ausüben, dafür gelte es sich einzusetzen. An- und Umsiedlungen von produzierendem mittelständischem Gewerbe aber passe - gut durchgrünt - durchaus auch an den Rand.

Wenn die neue als „Magistrale“ benannte Eisenbahnverbindung Paris-Budapest über München-Mühldorf-Salzburg führe, müsse Traunstein aufpassen, nicht den Status des Hauptbahnhofs des Chiemgaus und den einer Schnellzugstation zu verlieren. Genauso wichtig werde eines Tages auch die Anbindung über Trostberg und Mühldorf an den Flughafen München sein, erklärte Kegel. Hier sagte die Traunsteiner Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler ihre Unterstützung zu, ebenso beim weiteren barrierefreien Ausbau des Traunsteiner Bahnhofs, für den sie sich bereits seit Jahren verwende.

Landratskandidat Sepp Konhäuser, seit sechs Jahren erster Stellvertreter des Landrats, hielt die Zusammenarbeit für dringend geboten, um das Programm „Bildung und Infrastruktur“ zu verwirklichen. Ferner sei es wichtig, den heimischen Betrieben zu helfen, damit diese im Wettbewerb bestehen können, dass weiter qualitätsvolle Arbeit im Landkreis angeboten werden kann. „Deshalb müssen Straße und Schiene erhalten und bedarfsgerecht sowie umweltorientiert ausgebaut werden“, forderte Konhäuser.

Angesichts der stetig steigenden Jugendhilfekosten im Landkreis sprach er sich dafür aus, Familien tatkräftiger und frühzeitiger zu unterstützen, um Fehlentwicklungen vorzubeugen. Auch die Schulen des Landkreises gelte es zu sanieren und auszubauen, aktuell insbesondere die Realschule in Trostberg und die Sporthalle des AKG in Traunstein. Beim Energiekonzept des Landkreises sollen alle regenerativen Energien wie Wasserkraft, Sonne, Wind und Biomasse bei uns genutzt werden, empfahl Konhäuser. Allein im nördlichen Landkreis wären 100 Windräder möglich gewesen, nach den neuen Vorschriften Seehofers wird es kein einziges mehr sein.

Diskussionsrunde um das Thema Kliniken

Auch sprach sich der Landratskandidat dafür aus, die Kliniken in der Trägerschaft des Landkreises zu erhalten. Allerdings gelte es die Aufgaben zu konzentrieren, nicht jedes der sechs Häuser könne jede Leistung anbieten. Jedoch habe allein die Fusion der Kliniken beider Landkreise 3500 Arbeitsplätze gesichert. Notwendige Einsparungen sollten auf keinen Fall auf dem Rücken des Personals ausgetragen werden.  Auf Fragen aus der Versammlung verteidigte Aufsichtsrätin Traudl Wiesholler-Niederlöhner die geplante Konsolidierung der Klinik-Finanzen als Programm zur Sicherung der 3500 Arbeitsplätze.

In der Diskussion beklagte sich Peter Huber als Anlieger der Jahnstraße über die Lärmbelastung durch den Autoverkehr. Ständig nehme auch der Ziel- und Quellverkehr zum Krankenhaus und zu den Berufsschulen am Schnepfenluck zu. Er wünsche sich einen Fahrbahnbelag aus „Flüsterasphalt“. Fraktionsvorsitzende Ingrid Bödeker will dies prüfen lassen.

Sepp Niederbuchner unterstützte die Meinung von OB-Kandidat Christian Kegel, in Kammer ein neues Wohngebiet auszuweisen, damit sich junge Familien ansiedeln können, auch um auf Dauer die Grundschule in Kammer zu sichern. Als Mitglied des Traunsteiner Seniorenbeirats regte Niederbuchner ferner an, dass Vermieter mehr barrierefreie Unterkünfte anbieten sollten. „Nach Sepp Kiene wieder einen SPD-Landrat und nach Fritz Stahl wieder einen SPD-Oberbürgermeister – das ist unser gemeinsames Ziel“, war das Fazit von Sepp Konhäuser und Christian Kegel.

Pressemitteilung SPD Traunstein

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