670.000 Euro für Kläranlagen-Optimierung

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Für 670.000 Euro baut die Stadt Traunstein ein neues Reinigungsbecken auf dem Gelände der Kläranlage in Empfing. Das Foto von der Baustelle zeigt (v.l.) Oberbürgermeister Manfred Kösterke mit seinen Bürgermeisterkollegen Josef Wimmer aus Surberg, Rainer Schroll aus Vachendorf, Franz Schießl aus Teisendorf und Thomas Kamm aus Siegsdorf.

Traunstein - Ein neues Reinigungsbecken in Empfing optimiert die biologische Reinigungsleistung und verbessert die Qualität des gereinigten Abwassers. Kostenpunkt: 670.000 Euro.

Als Nahrung reichen ihnen die Nährstoffe im Abwasser und einige von ihnen brauchen im Gegensatz zu anderen Lebewesen nicht einmal Sauerstoff: Die Bakterien in der Kläranlage der Stadt Traunstein sind wahre Überlebenskünstler, vor allem aber erfüllen sie eine unverzichtbare Aufgabe bei der Reinigung des Abwassers von 30.000 Haushalten und Betrieben. Für die nützlichen Helfer entsteht auf dem Gelände der Kläranlage in Empfing im Moment ein zusätzliches Becken. Rund 670.000 Euro investiert die Stadt Traunstein in die Erweiterung der Kläranlage, an die neben Traunstein auch Siegsdorf, Surberg, Vachendorf und Neukirchen angeschlossen sind. Über den Stand der Bauarbeiten berichtete Oberbürgermeister Manfred Kösterke seinen Bürgermeisterkollegen bei einem Ortstermin in Empfing.

Das neue Becken zur Optimierung der biologischen Reinigungsleistung ist schon fertig betoniert, gerade läuft das Verlegen der Rohrleitungen und im letzten Schritt folgt noch der Einbau der Maschinentechnik. Wenn der Probebetrieb erfolgreich abgeschlossen ist, kommt der neue Verfahrensablauf voraussichtlich ab April 2012 in der Kläranlage zum Einsatz – mit unmittelbaren Vorteilen sowohl für die Wirtschaftlichkeit der Kläranlage als auch für die Wasserqualität in der Traun. Durch den optimierten Einsatz der Bakterien kann der Anteil der Stickstoff-Verbindungen im Abwasser um über 20 Prozent im Vergleich zum bisherigen Wert reduziert werden. Im Gegenzug gewährt der Freistaat Bayern in den nächsten drei Jahren einen Abschlag in Höhe von insgesamt 300.000 Euro auf die sogenannte Abwasserabgabe, die jeder Kläranlagenbetreiber für die Einleitung in öffentliche Gewässer bezahlen muss.

Ein weiterer Vorteil des biologischen Verfahrens sind deutliche Einsparungen an Betriebskosten, wie der Leiter der Stadtentwässerung Traunstein, Heiner Vogl, erläuterte. Jährlich können laut Vogl mindestens 30.000 Euro gespart werden, da zum Reinigen des Abwassers weniger Fällmittel benötigt werden. „Statt auf Chemie setzen wir in Zukunft noch mehr auf die Kraft der Natur“, machte Vogl deutlich. Nach Berechnungen des beauftragten Ingenieurbüros, das für die Planung der Kläranlagen-Erweiterung verantwortlich zeichnet, wird sich die Investition nach spätestens acht Jahren amortisieren – und dann jedes Jahr bares Geld sparen.

Schon heute erreicht die Kläranlage der Stadt Traunstein im landesweiten Vergleich eine überdurchschnittliche Wirtschaftlichkeit und Reinigungsleistung. Das betonte auch der Traunsteiner Oberbürgermeister beim Rundgang mit den Bürgermeistern aus den Nachbarorten: „Dass unserer Kläranlage gut und günstig arbeitet und in Zukunft sogar noch besser wird, ist eine erfreuliche Nachricht für alle Gebührenzahler in Traunstein und den angeschlossenen Gemeinden.“

Pressemeldung Stadt Traunstein

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