Drei Minuten Abenteuer - mit Bauchkribbeln

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Drei Minuten Abenteuer beschert die neue Achterbahn. Ludwig Aigner (vorne links), der Besitzer des Freizeitparks in Ruhpolding, nahm Landrat Hermann Steinmaßl (rechts), Bürgermeister Claus Pichler (hinter Steinmaßl) und Tourismusdirektor Martin Haßlberger (links neben Pichler) mit auf eine Testfahrt. Foto

Ruhpolding - Nach siebenmonatiger Bauzeit ist sie fertig: Der Freizeitpark in Ruhpolding verfügt jetzt über eine Achterbahn. Der "Gipfelstürmer" überwindet eine Höhendifferenz von 18 Metern.

Landrat Hermann Steinmaßl, Bürgermeister Claus Pichler und Tourismusdirektor Martin Haßlberger erhielten die Gelegenheit, sich im Rahmen einer Probefahrt vom "Gipfelstürmer" zu überzeugen. Anschließend meinte Steinmaßl begeistert: "Die Freude war größer als die Angst."

Seit zehn Jahren habe er die Idee für eine Achterbahn im Freizeitpark bereits im Kopf mit sich herumgetragen, sagte Parkchef Ludwig Aigner. Jetzt habe er zur Verwirklichung die richtigen Personen gefunden.

Der Betriebsleiter der Bau ausführenden Firma Gerstlauer aus Münsterhausen bei Augsburg, Tobias Lindner, sprach von einer typischen Familienachterbahn. Die relativ kleine, aber technisch hoch anspruchsvolle Bergachterbahn sei einmalig.

Der "Gipfelstürmer" überwindet eine Höhendifferenz von 18 Metern. Er ist eine Neuheit, denn die Bahn kommt bodennah und ohne hohe Stützen aus. Das Besondere dieser in Fachkreisen als "Shuttle Coaster" bezeichneten Achterbahn ist zudem, dass zwei Starts pro Fahrt erfolgen, nämlich einmal vorwärts und einmal rückwärts. Durch den speziell entworfenen 200 Meter langen Bahnverlauf wird also gleich zweimal ein Gipfel erstürmt. Der Zugkopf ist einem Steinbock nachgebildet, der Triebwagen bietet pro Fahrt 14 Personen Platz.

Das Investitionsvolumen liege bei über einer Million Euro, sagte Aigner. Und er ergänzte nicht ohne Stolz: "Seit 44 Jahren kommen wir, im Gegensatz zu anderen großen Freizeitparks, ohne Subventionen aus." Durch die neue Attraktion erwarte er eine Steigerung der Besucherzahl um rund zehn Prozent: "Die Fahrt bietet den Fahrgästen, inklusive Ein- und Aussteigen, drei Minuten Abenteuer mit Bauchkribbeln."

"Der Freizeitpark ist für Ruhpolding im Hinblick auf die Außenwerbung und für den Tourismus unverzichtbar", meinte Bürgermeister Claus Pichler. Die Errichtung der Anlage sei eine große Leistung der Familie Aigner, die sich jedes Jahr "etwas Neues einfallen lässt". Diese Vorhaben wurden und werden Pichlers Angaben zufolge auch weiterhin von der Gemeinde positiv begleitet.

Neben Radfahrangeboten sei die Familienerholung einer der Schwerpunkte des Chiemgautourismus, sagte Landrat Steinmaßl. Dieses neue Angebot sei ideal für die ganze Familie. Begeistert äußerte sich der Landrat nach einigen Testfahrten: "Es waren fantastische Fahrten - und ein schönes Erlebnis auf einer absolut sicheren Anlage."

hbw/Chiemgau-Zeitung

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