Aktionstag für Menschen mit und ohne Behinderung

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Jutta Schnell, die Initiatorin des Aktionstages und Oberbürgermeister Manfred Kösterke hatten beim Zuschauen ihre Freude an den lustigen Spielen und Aufgaben.

Traunstein - „Gemeinsam kommen wir ans Ziel – gemeinsam sind wir stark!“ Das war nicht nur das Motto, sondern auch das Fazit der Teilnehmer am erstmals veranstalteten Aktionstag für Menschen mit und ohne Behinderung.

Goldmedaillen gab es für alle Teilnehmer am Aktionstag, denn die Teams aus Behinderten und Nichtbehinderten lösten alle gestellten Aufgaben mit Bravour.

Initiiert von der Kontaktgruppe II für Körperbehinderte im Landkreis Traunstein und unterstützt vom Modellprojekt 27 e.V., einem in München ansässigen Verein zur Förderung der Integration von Menschen mit und ohne Behinderung, der Lebenshilfe Kreisvereinigung Traunstein und dem Malteser Hilfsdienst, fand ein gelungener Tag der Begegnung statt. Viel Spaß bei lustigen Spielen und Aufgaben, die von Behinderten und Nichtbehinderten gemeinsam erfüllt wurden, stärkte das Bewusstsein dafür, wie wichtig enge Zusammenarbeit und gegenseitiges Verständnis von Gesunden und Menschen mit Handikap sind.

Für den „Etappenlauf“, der ähnlich einer Schnitzeljagd organisiert war, wurden die Teams ausgelost, ebenso die Aufgaben, die zu lösen waren. Jede der Gruppen gab sich einen markanten Namen: „Die Wortgewandten“ präsentierten in Reimen eine Geschichte „vom Rollstuhlfahrer im Freiluftkino, der trinkt ein Gläschen Vino…“ und stellten die Handlung zudem schauspielerisch dar. „Die Galleristen“ gestalteten mit bescheidenen Mitteln ein tolles Bild und die Gruppe „Da bin i dahoam - da kenn i mi aus“ stellten den Landkreis Traunstein auf einer selbstgestalteten Landkarte dar und wiesen auf die vielen Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten hin. Mit einer phantasievollen Tischdekoration begeisterte die Gruppe „Tischkultur.“ Verschiedene Begriffe waren vom Publikum zu erraten, die zuvor von einem weiteren Team pantomimisch dargestellt wurden. Alle gemischten, aus Behinderten und Nichtbehinderten bestehenden Gruppen, lösten ihre Aufgaben mit Improvisation, Geschick und Ideenreichtum. Dafür wurden sie mit viel Applaus belohnt und jeder der Gruppenteilnehmer wurde – wie bei einer Olympiade mit einer Medaille beschenkt. Weil alle Teilnehmer der Veranstaltung Sieger waren, gab es auch für alle eine Goldmedaille.

Oberbürgermeister Manfred Kösterke lies sich vom Team „Da bin i dahoam – da kenn i mi aus“ zeigen, wie sie ihre Aufgabe die Schönheiten und Besonderheiten des Landkreises Traunstein darzustellen, gelöst haben.

Für die musikalische Unterhaltung der Teilnehmer sorgten Discjockeys, die mit ihren Rhythmen zu flotten Tänzen animierten. Da hielten auch die Rollstuhlfahrer nicht still und tanzen beschwingt mit. Als unermüdlicher Rikscha-Treter erwies sich Klaus Sam von der Lebenshilfe. Seine Rundfahrten wurden vielfach in Anspruch genommen und brachten den „Strampler“ ganz schön ins Schwitzen. Für das leibliche Wohl sorgte das Cafè Intreff der Lebenshilfe und die Küchengruppe der Malteser.

Oberbürgermeister Manfred Kösterke hofft, dass der Aktionstag eine Wiederholung findet und keine einmalige Veranstaltung gewesen sei. Er habe den Eindruck gewonnen, dass es allen Mitwirkenden riesigen Spaß gemacht hat. Der größte Erfolg für die Mühen der Organisation und Gestaltung des Aktionstages sei, dass den Menschen ein wunderschöner Tag bereitet wurde. Kösterke würdigte Jutta Schnell von der Kontaktgruppe für Körperbehinderte, die die Idee für den Aktionstag hatte und dankte allen, die sie bei der Realisierung unterstützten. Schnell hob besonders die aus Siegsdorf stammende Monika Reitthaler vom Verein Modellprojekt 27 aus München hervor, ohne deren Erfahrung und Mitorganisation der Aktionstag nicht denkbar gewesen wäre. Mit einem gemütlichen Begegnungsfest, bei dem der sehbehinderte Fritz Perschl mit Akkordeon und Gesang für Stimmung sorgte, klang der Aktionstag aus.

volk

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