"Almdorf" am Unternberg

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Hier soll das "Almdorf Unternberg" entstehen. Auf einer Fläche von rund 6000 Quadratmetern sind neun Ferienhäuser geplant.

Ruhpolding - Mit einem "Almdorf" am Unternberg sollen ein weiteres Projekt zur Sicherung des Fremdenverkehrs und zugleich die finanzielle Voraussetzung zur Sanierung der Unternbergbahn geschaffen werden.

Damit das Vorhaben auf den Weg gebracht werden kann, beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung des Bebauungsplanes.

Wie Bauamtsleiter Hans Hechenbichler erklärte, stehen die dafür vorgesehenen Grundstücke im Eigentum der Unternbergbahn GmbH. Zur dringend erforderlichen Sanierung der Liftanlagen sollen Teilflächen fürs Almdorf an einen privaten Investor veräußert werden, so Hechenbichler. Dabei sei geplant, auf einer Fläche von rund 6000 Quadratmetern südlich des Ortsteiles Eisenberg neun Ferienhäuser mit einer Größe von zirka neun mal sechs Metern und maximal zwei Geschossflächen zu errichten. Der geplante Standort liegt im Bereich des Ausweichparkplatzes der Unternberg-Sesselbahn und soll nach Norden hin an das Wildgehege des Unternberghofes angebunden werden.

Der bestehende Flächennutzungsplan sage aber aus, dass das Grundstück als landwirtschaftliche Nutzungsfläche ausgewiesen sei. Zur Genehmigung des Vorhabens seien also die Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines Bebauungsplanes notwendig. "Die Gebietsart soll als Sondergebiet Fremdenverkehr festgesetzt werden, damit eine fluktuierende Belegung der Ferienhäuser gewährleistet wird", erklärte der Bauamtsleiter weiter.

Der Planungs- und Ortsgestaltungsausschuss hatte bereits im Dezember das Projekt befürwortet und empfahl somit dem Gemeinderat, eine entsprechende Bauleitplanung einzuleiten.

In der Aussprache wollte Sepp Hohlweger (Vereinigung Ruhpoldinger Bürger) wissen, ob neben den Ferienhäusern ein Zentralbau entstehen soll und wie die Kanal- und Wassersituation gelöst werde. Dazu teilte Hechenbichler mit, dass die Bebauung erst im Rahmen der Bauleitplanung ermittelt wird, ein Abwasserkanal bereits vorhanden sei und die Anbindung des Ortsteiles Eisenberg an das gemeindliche Wassernetz sowieso anstehe.

In Zusammenhang mit der Unternbergbahn brachte Manfred Haberlander für die CSU den Antrag ein, Information über die Verhandlungen mit dem eventuellen Betreiber und Investor zu geben, um Entscheidungen über die Zukunft der Bahn für den kommenden Winter treffen zu können. Dem stimmte der Gemeinderat einstimmig zu, wie auch der Änderung des Flächennutzungsplanes und der Aufstellung eines qualifizierten Bebauungsplanes.

hbw/Chiemgau-Zeitung

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