Alte Halle abgebrochen

+
So sieht die Baustelle am Inzeller Eisstadion zurzeit aus.

Inzell (CH-Z) - Der Bau der Dachkonstruktion für die Inzeller Eisschnelllaufhalle ist bereits ausgeschrieben, und die Submission ist Anfang Dezember.

Diese und noch ein paar weitere Neuigkeiten zum Bau der Eishalle hatte Bürgermeister Martin Hobmaier in der jüngsten Gemeinderatssitzung bekanntgegeben. Zugleich informierte er die Räte, dass für alle Inzeller Volksschüler und die Hauptschüler von Inzell und Ruhpolding nun ein Schlittschuhtraining angeboten wird.

"Es ist wichtig, den Kindern Gelegenheit zur Bewegung zu geben und das eine oder andere Talent zu sichten", erläuterte Hobmaier. Das Training wird vom Kultusministerium gefördert.

Dies ist, wie es weiter hieß, das Ergebnis eines Treffens mit den Eisschnelllauf-Stützpunkttrainern vom DEC Inzell, Marion Wohlrab und Danny Leger. Trainingseinheiten für die Schüler im Rahmen des Sportunterrichts und des differenzierten Sports am Nachmittag gibt es von Montag bis Freitag, an zwei Tagen auch in Ruhpolding.

Der DEC Inzell stellt dafür einen Bus zur Verfügung, und der Inzeller Lehrer Helmut Ripper koordiniert das Ganze. Hobmaier erwähnte lobend, dass Ripper sich selber auch ehrenamtlich als Trainer betätigt. Die Gemeinde stellt als eigenen Beitrag zum Schlittschuhtraining zwei Gemeinde-Angestellte während ihrer Arbeitszeit frei, damit sie mit den Schülern trainieren können: Jiri Lupomeski vom Badepark, Eishockey-Trainer und ehemaliger aktiver Schlittschuhfahrer, sowie Michael Restner vom Klärwerk, Eisschnelllauf-Jugendtrainer und ehemaliges B-Kader-Mitglied.

Schlittschuhtraining in Ruhpolding

Das Training läuft zunächst einmal bis Weihnachten. Danach ist laut Hobmaier angedacht, dass die Inzeller in Ruhpolding Langlauf trainieren und die Ruhpoldinger in Inzell Eisschnelllauf. Forum-aktiv-Rat Stefan Schwabl gab die Anregung von Schulleiter Roland Dohlus weiter, das Schülertraining nicht auf den Eisschnelllauf zu verengen, sondern auf den gesamten Eissport auszudehnen, zumindest beim Einstieg in diesen Sport. Denn Buben würden vielleicht manchmal lieber Eishockey spielen als eisschnelllaufen.

Auf das Dach der neuen Inzeller Eishalle soll eine Fotovoltaikanlage kommen, wie kürzlich nicht öffentlich besprochen wurde und Hobmaier nun auf Anfrage der Chiemgau-Zeitung bestätigte. Nur die Finanzierung müsse noch geklärt werden. Dass das Dach für Fotovoltaik nachrüstbar sein muss, sei in der Dachbau-Ausschreibung berücksichtigt worden.

Die Abbruchfirma Öttl ist inzwischen von der Baustelle abgezogen. Das Abbruchmaterial liegt laut Bürgermeister "sauber und geordnet da" und wird von der Baufirma Hönniger dann gleich zur Verfüllung verwendet. Deren Mitarbeiter sind mittlerweile in kleine Container eingezogen. Die Firma Hönninger erstellt demnächst die Kopfbalken, die die Gründungs-Bohrpfähle verbinden. Die Versorgungsleitungen sollen noch diese Woche fertig werden.

Beim Aushub kamen, wie Hobmaier erläuterte, etwa 3500 Kubikmeter weiches, torfähnliches Material zum Vorschein, für das nicht sofort die richtige Entsorgungsanlage gefunden worden sei. Daher sei es nun auf dem Hartplatz zwischengelagert worden.

Einige Tage Verzögerung, die man laut Hobmaier wieder aufzuholen hofft, ergaben sich durch den erforderlichen Austausch des für den großen, schweren Kran zu weichen Bodens. Sobald das Fundament fertig ist, soll der Kran aufgestellt werden. Die Bohrpfahlgründung soll Ende nächster Woche abgeschlossen werden.

Der die Eishalle betreffende Bebauungsplan Sportanlagen wurde nun als Satzung beschlossen. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist nicht nötig, wie die Räte befanden, nachdem auch die Fachbehörden im Verfahren geäußert hatten, dass mit erheblichen nachteiligen Umwelteinflüssen nicht zu rechnen sei.

vm/Chiemgau-Zeitung

Zurück zur Übersicht: Traunstein

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser