AlzChem: Licht im Dunkeln

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Trostberg - Mit einer kilometerlangen Lichterkette vom Chemiewerk bis in die Altstadt haben die Trostberger Bürger Solidarität gegenüber den AlzChem-Arbeitern gezeigt.

Gegen 17 Uhr ist die Lichterkette geschlossen. Vor dem Verwaltungsgebäude halten vier Demonstranten Transparente in die Höhe: "Die AlzChem-Mitarbeiter gehen uns nahe!" Oder "Nichts liegt uns näher als eine gesunde Nachbarschaft!"

Die Menschen aus der Nachbargemeinde Altenmarkt zeigen sich solidarisch mit den verunsicherten Alz-Chem-Mitarbeitern. Es geht um 1400 Arbeitsplätze, die auf dem Spiel stehen. Der neue Eigentümer der AlzChem-Werke, der Finanzinvestor Bluo, lässt sich derzeit nicht in die Karten schauen.

Die vier "Filetstücke", allesamt Wasserkraftwerke, hat Bluo für rund 60 Millionen Euro verkauft. Dadurch konnte der Finanzinvestor den Kaufpreis für AlzChem, etwa 78 Millionen Euro, nahezu refinanzieren. Die AlzChem-Werke müssen nun den von den Kraftwerken produzierten Strom kaufen.

"Das Vertrauen zwischen der Belegschaft und Bluo ist derzeit gestört", sagt Otto Wolf, stellvertretender Betriebsratschef von Alz-Chem. Die Lichterkette sei ein Zeichen großer Solidariät mit den Mitarbeitern. "Wir wollen Bluo deutlich machen, dass AlzChem zur Region gehört und dass die Menschen sich mit dem Chemie-Dreieck hier identifizieren."

Sicher ist bis jetzt nur, dass Bluo den Standortsicherungsvetrag erfüllen wird. Und der gilt bis 2011. (sf)

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