Amokalarm: Die Angst der Schüler

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Traunstein - Amokalarm Freitagvormittag an der Berufsschule in Traunstein. Zum Glück ist nichts passiert. Doch viele Schüler hatten Todesangst: „Wir alle sind in dem Moment vom Schlimmsten ausgegangen.“ In  Kommentar-Beiträgen diskutieren einige auf chiemgau24.de den Fall. ** Video: Pressekonferenz der Polizei **

Der Schüler, der aus der Weiterbildungs-Klasse für Arbeitslose stammen soll, konnte vorläufig festgenommen werden. Nach ersten Erkenntnissen gibt es keinerlei Anhaltspunkte für eine geplante Gewalttat. Vor Ort hieß es zunächst, der 17-Jährige habe einen Mitschüler mit einem Messer bedroht. In einer Pressekonferenz am Mittag hat die Polizei Traunstein die Messer-Drohung weder bestätigt noch dementiert. Der Schüler wurde noch in der Klasse festgenommen, der Kripo übergeben und wird von der Polizei Traunstein vernommen. Es wird geprüft, ob gegen den Traunreuter wegen der Vortäuschung einer Straftat ermittelt wird. Zunächst hieß es der junge Mann käme aus Trostberg.

Amokalarm an Traunsteiner Berufsschule

Gegen 10.30 Uhr entdeckte ein Schüler der Berufschule in der Wasserburger Straße auf dem Schulgelände im Freien eine Person, die eine Sturmhaube mit Augenschlitzen trug. Der Zeuge handelte vorbildlich und setzte sofort einen Notruf ab. Von der Polizeiinspektion Traunstein, unterstützt durch die Einsatzzentrale in Rosenheim, wurde auf Grund der unklaren Situation und der absolut glaubhaften Angaben des Mitteilers ein polizeilicher Großeinsatz ausgelöst. Das Schulgelände wurde abgesperrt.

"Zugleich wurde damit begonnen, die Schule nach einem Notfallplan zu räumen", berichtete Sprecher Franz Sommerauer vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim. Bereits um 11.02 Uhr war die Aktion beendet.

Befragung von Schülern ergaben, dass ein Schüler offensichtlich zum Spaß schon öfter einmal mit einer Sturmhaube rumgelaufen sei. Mit diesen Erkenntnissen konzentrierten sich die Einsatzkräfte auf das entsprechende Klassenzimmer. Dort wurde der besagte junge Mann neben anderen Schüler auch vorgefunden. Er wurde ohne Widerstand fixiert und vorläufig festgenommen.

Bei der Durchsuchung des 17-jährigen Traunreuters, seiner Sachen und des Klassenzimmers wurde zwar die Sturmhaube gefunden, jedoch nichts, was auf eine mögliche geplante Gewalttat hinweisen könnte. Er selbst wollte sich seinen Angaben nach nur einen Spaß machen und reagierte völlig überrascht, dass seine Kopfbedeckung Auslöser eines Großeinsatzes war.

Amokalarm an Berufsschule

Lesen Sie dazu auch die Polizeimeldung

Rubriklistenbild: © Karpf

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