Neues Wohn- und Geschäftshaus am Maxplatz 9 am Samstag zu besichtigen

"Architektouren" auch in Traunstein

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Bei den "Architektouren 2012" der Bayerischen Architektenkammer kann der von den Architekten Lechner-Lechner geplante und gebaute Neubau des Wohn- und Geschäftshauses am Maxplatz 9 am Samstag von 10 bis 12 Uhr besichtigt werden.

Traunstein - Bei den "Architektouren 2012" können bayernweit am 23. und 24. Juni wieder über 300 Gebäude, Innenraumgestaltungen und Landschaftsarchitekturprojekte besichtigt werden.

Bei den "Architektouren 2012" der Bayerischen Architektenkammer können bayernweit am 23. und 24. Juni wieder über 300 Gebäude, Innenraumgestaltungen und Landschaftsarchitekturprojekte besichtigt werden, die in den vergangenen drei Jahren entstanden sind.

Nach 2011, als der innen renovierte Pfarrhof am Maxplatz 8 angeschaut werden konnte, sind die Traunsteiner Architekten Lechner-Lechner mit dem Neubau des Wohn- und Geschäftshauses am Maxplatz 9 zum zweiten Mal hintereinander dabei. Das Objekt kann am Samstag von 10 bis 12 Uhr besichtigt werden.

Zunächst stand 2010 die Vorgabe der Bauherrinnen Evi Schwaiger, Susi Leikauf und Vroni Weitemeyer, das über 100 Jahre alte Gebäude zwischen der Ludwig- und Bahnhofstraße lediglich umzubauen und zu modernisieren. Schnell war allerdings klar, dass die Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen annähernd den Kosten eines Neubaus gleichkommen würden. Im Frühjahr 2010 fiel daher die Entscheidung für einen Neubau mit einer Ladenfläche, zwei Büroetagen und einer Wohnung.

Beachtet wurden bei der Ausführung die städtebauliche Gelenkfunktion des Hauses zwischen Platz und zwei Straßen sowie die besondere stadteräumliche Situation des Maxplatzes als Schnittstelle und innerstädtischer Dreh- und Angelpunkt zwischen der mittelalterlichen Altstadt und der neuzeitlichen Stadtentwicklung ab 1851. "Der Neubau mit seiner klar umrissenen, turmartigen Gebäudeform und seinen ruhigen Fassaden tritt der gegenüber liegenden Altstadtbebauung klar entgegen", so Architekt Wolfgang Lechner. Durch die Hinwendung an den Bautypus der Inn-Salzach-Bauweise entstehe ein starker Dialog zwischen den mittelalterlichen Gebäuden wie dem Brothausturm und ein zeitgenössisches Pendant zum denkmalgeschützten Pfarrhof.

Bei der Ausführung galt es, den Neubau durch seine Bauform und Gestaltung als eigenständiges Gebäude in die vorhandene Bebauung zu integrieren. Die Bauweise und Fassadengestaltung orientieren sich mit der Putz- und Lochfassade an der traditionellen voralpenländischen Bauweise. Dies wird durch den einfachen und ruhigen Fassadenaufbau verstärkt. Hervorzuheben ist dabei die Lebendigkeit durch das Zusammenspiel von Putz und Farbe auf den schlichten, großen Wandflächen. Die Hausfarbe ist ein relativ dunkelgefärbter Grauton mit dem roten Farbstich. Da der Putz nicht vollständig geglättet, sondern verrieben ist, entsteht eine Oberflächenwirkung, die sich je nach Tageszeit und Lichteinfall ändert. Selbstverständlich war es auch Aufgabe des Architekten, insbesondere energetischen Themen in der Baukonstruktion und Haustechnik in vollem Umfang Rechnung zu tragen.

bjr/Chiemgau-Zeitung

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