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Ausbildung heißt auch Entwicklung

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Anette Farrenkopf

Traunstein - Nach Modellrechnungen des Berufsinstitutes für Berufsbildung droht schon bald ein deutlicher Engpass bei Fachkräften. Deshalb ist es entscheidend, die Ausbildungspotenziale bestmöglich auszuschöpfen.

Daher sollen möglichst viele Ausbildungssuchende auf freie Ausbildungsstellen erfolgreicht vermittelt werden. Gleichermaßen müssen Arbeitgeber, insbesondere Klein- und mittelständische Unternehmen, dafür sensibilisiert werden, frühzeitig ihren Fachkräftenachwuchs zu sichern und Ausbildungsstellen anzubieten.

Aus diesem Grund waren am Tag des Ausbildungsplatzes wieder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Agentur für Arbeit Traunstein und der Geschäftsstelle Berchtesgadener Land unterwegs, um zu beraten und zu informieren, Ausbildungsstellen zu akquirieren und „neue Wege“ aufzuzeigen.

Anette Farrenkopf, Chefin der Arbeitsagentur Traunstein hat die Initiative ergriffen und besuchte neben vielen anderen auch einen Betrieb im Berchtesgadener Land, bei dem familienbewusstere Personalpolitik auch in der Ausbildung bereits umgesetzt wird.

Martin Hallinger, Inhaber der Berchtesgadener Haarschneiderei beschäftigt derzeit 5 Mitarbeiterinnen und engagiert sich sehr stark in der beruflichen Ausbildung. „Wir als Lehrherren müssen uns der Verantwortung bewusst sein und den Jugendlichen eine hervorragende Ausbildung bieten, nur so haben wir auch in Zukunft keine Probleme gutes Fachpersonal zu finden“, berichtet Hallinger. Hierzu gehören auch verschiedene individuelle Arbeitszeitmodelle für Arbeit und Ausbildung.

„Hierbei lohnt sich auch die Investition in Jugendliche mit Unterstützungsbedarf, zu denen insbesondere auch junge Mütter zählen, die eine Ausbildung nur noch in Teilzeit absolvieren können. Dieses Potenzial dürfen wir nicht verlieren“, so Farrenkopf.

Bundesweit gibt es im Friseurhandwerk ca. 77.000 Ausbildungsbetriebe, die mehr und mehr über Nachwuchsprobleme klagen. Ganz wichtig ist es dem Friseurmeister aber auch, zu zeigen, welche Möglichkeiten und Perspektiven der Beruf des Friseur/der Friseurin bieten. Hallinger erzählt die Erfolgsgeschichte eines jungen Mannes, der im Jahr 2006 als Innungsbester und Kammersieger die Ausbildung bei der Berchtesgadener Haarschneiderei absolvierte. Er qualifizierte sich weiter als Maskenbildner und machte seinen Bachelor of Art. Heute ist er an der Staatsoper in Paris beschäftigt.

„Auch eine Erfolgsgeschichte wie diese fängt mit einer Ausbildung an“, resümiert Farrenkopf, „deshalb sind im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte für die Zukunft für die Unternehmer auch neue Wege in der Ausbildung notwendig, zu denen an erster Stelle eine familienbewusste Personalpolitik gehört“. Nach Erläutern der rechtlichen Rahmenbedingungen zeigte sich Herr Hallinger auch an einer Ausbildung in Teilzeit sehr interessiert. Er wird entgegen seiner ursprünglichen Absicht für das Jahr 2011 nun doch eine/n Azubi einstellen.

Pressemeldung Agentur für Arbeit Traunstein

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